Kein Bau eines Atommülllagers im Länderdreieck Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen

Erst kürzlich sind drei Neuerkrankungsfälle von Non-Hodgkin-Lymphomen bei drei Arbeitern aufgetreten, die im Rückbau kerntechnischer Anlagen beschäftigt waren. Alle Arbeiter waren mit Abrissarbeiten u.a. bei derselben ehemaligen Brennelementefabrik beschäftigt, wo neben Uran auch Plutonium verarbeitet wurde.

Zwischenlager angeblich ohne radioaktive Auswirkungen

Wie jedes Jahr legt die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) in ihrem Überwachungsbericht dar, dass das Zwischenlager in Gorleben „keine radiologischen Auswirkungen auf die Umgebung“ habe. „Das ist eine „Beruhigungspille“, die sollte man nicht schlucken“, warnt hingegen die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI).

BISS stellt aktuelle Strahlenwerte ins Netz

Die BĂĽrgerinitiative Strahlenschutz (BISS) misst daher seit Anfang der Woche die Gamma-Ortsdosisleistung selbst und stellt die ermittelten Werte minutengenau ins Netz. Auf der Webseite der Initiative (www.biss-braunschweig.de) findet sich neben der grafischen Aufbereitung der Messergebnisse auch eine genaue Dokumentation des Messaufbaus sowie der Software.

Fukushima Daiichi-Arbeiter fälschten Werte der Strahlendosismessgeräte mit Bleiplatten

Die Aufgabe der Arbeiter bestand darin, Isoliermaterial um die Schläuche aus einer Aufbereitungsanlage für radioaktives Wasser in der Nähe der Reaktorgebäude Nr.1, Nr.2, Nr.3 und Nr.4 des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi Nr. 1 zu wickeln, das Gebiet ist immer noch mit Schutt von den Wasserstoff-Explosionen im März des vergangenen Jahres übersät.