Die Chronik des Neoliberalen Irrsinns – September 2010

Das Jahr 2010 neigt sich seinem Ende zu und allmĂ€hlich verklĂ€rt sich der Blick auf das Vergangene. Damit aber das weihnachtliche Vergeben und Vergessen nicht allzu großzĂŒgig ausfĂ€llt, hat der Politologe und Philosoph Egbert Scheunemann auch in diesem Jahr mit seiner „Chronik des neoliberalen Irrsinns“ eine sowohl subjektive wie informative Jahres-Chronik erstellt, die Radio Utopie in monatlichen Kapiteln dokumentiert.  Nicht alle Meinungen und Auffassungen des Autors mĂŒssen dabei mit denen der Redaktion ĂŒbereinstimmen. Die ersten fĂŒnf Jahre der „Chronik des Neoliberalen Irrsinns“ (2003-2008)  sind bereits als Buch erschienen. Die Chronik 2010 ist hier im Original als PDF zu lesen.

Verletzte des 30.9. klagen an und fordern RĂŒcktritt von Mappus, Rech und Polizeichefs

AnlÀsslich der vierten Runde im Faktencheck zu Stuttgart 21 konfrontieren Verletzte, Vertreter der Jugendoffensive und Eltern die Vertreter der Landesregierung im Stuttgarter Rathaus vor Beginn der GesprÀche um 10.00 Uhr mit den harten Fakten des 30.9.2010. Mit Fotos und Plakaten wird an die Polizeigewalt am 30.9.2010 gegen friedliche Demonstranten erinnert.

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Stuttgarter Eltern sprechen von Polizei-Provokateuren und fordern unabhÀngigen Untersuchungsausschuss

Am Donnerstag, dem 30.September, kam es im Stuttgarter Schlossgarten zu einem massiven Gewalteinsatz der Polizei gegen BĂŒrger, die sich dort zum Schutze des Parks vor BaumfĂ€llarbeiten im Zuge des verkehrsindustriellen und stĂ€dtebaulichen Programms “Stuttgart 21? (S 21) versammelt hatten. Viele davon waren SchĂŒlerinnen und SchĂŒler, die sich dort im Rahmen einer angemeldeten Demonstration aufhielten. Den Eltern der betroffenen SchĂŒlerinnen und SchĂŒler wurde die Anwesenheit der Kinder und Jugendlichen im Schlosspark, sowie deren Verletzungen im Zuge des Gewalteinsatzes der Polizei, von der BefĂŒrwortern des Milliardenprojektes S 21 zum Vorwurf gemacht. Nun haben die betroffenen Stuttgarter Eltern eine ErklĂ€rung veröffentlicht, die Radio Utopie folgend dokumentiert.

Die Winnenden-Verschwörung: Rechs psychologische PolitfĂŒhrung

Wieder einmal, doch nicht ganz so gelĂ€hmt wie frĂŒher, sitzt die Republik vor einem Blutbad ohne nachvollziehbares Motiv, mutmasslich gefĂ€lschten Beweisen die durch Einzelpersonen in den Polizei- und Geheimdienstbehörden mit Verbindungen zu gewissen Reportern lanciert werden, einem EinzeltĂ€ter der noch am Abend mit Foto als Schuldiger in allen Gazetten steht und einer Bande skrupelloser „Parteien“, deren FunktionĂ€re versuchen aus dem Leid von Menschen Kapital zu schlagen. Es muss jetzt endlich einmal ausesprochen werden: es steht der Verdacht im Raum, dass dieses Massaker unter Kollaboration von eben diesen Einzelpersonen im inlĂ€ndisch/auslĂ€ndisch/globalisierten Polizei- und Geheimdienstapparat exekutiert wurde. Sehr gut nachvollziehbares Motiv dafĂŒr: die alte Methode, welche der Journalist Wolfram Weidner so treffend umschrieb: „Politik machen: den Leuten soviel Angst einjagen, daß ihnen jede Lösung recht ist.“

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