Die Welt in den Medien: Zum Begriff der „Verschwörungstheorie“

Lassen Sie uns ein wenig von den Medien und ihrem neuen Modewort, die “Verschwörungstheorie“, sprechen. Ein Kampfbegriff, wie wir finden, der nicht hält, was er mithin zu versprechen scheint. Mit einem Reim zum Einstieg: Was mir aufgefallen ist in den letzten fünfzehn Jahren, sei vorsichtig bei dem, was dir die Medien sagen. Und da sind wir schon mittendrin im Dilemma. Denn das meiste, das wir wissen, wissen wir aus den Medien. Ihnen entnehmen wir die Informationen, die unser Weltbild maßgeblich prägen. Sie bilden damit zugleich, um ein altes Wort von Hans-Magnus Enzensberger zu bemühen: eine ganze “Bewusstseinsindustrie“i, die mit uns, den Rezipienten, manchen “Schabernack“ anzustellen in der Lage ist.

DAS WANDERNDE AUGE: Bahrain stürzt das eigene Volk

Die Niederschlagung der Demokratie-Demonstranten in Bahrain, so der Investigativ-Journalist Pepe Escobar, ist in Wirklichkeit der Versuch einer Monarchie, sein Volk loszuwerden. Für die herrschende al-Khalifen-Monarchie, dem Gastgeber der US Navy Fifth Fleet, gibt es keine Sanktionen oder Flugverbotszonen, und für den Augenblick wenigstens sind beträchtliche anglo-amerikanische Investitionen in Bahrain “geschützt”.

SOZ: Platzpatronen statt Beweise aus Washington

Ein grosser Teil von Antiterrorexperten des Orients und Asiens zweifelt ganz offen die Aussagen der US-Regierung zu dem „erfolgreich verlaufenen Einsatz der Navy Seals“ in Pakistan vor einer Woche an: bisher nur leere Worthülsen aus dem Weissen Haus Die Anti-Terror-Struktur (RATS) der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) gab eine Erklärung zu den Vorgängen im pakistanischen Abbottabad ab. (1)

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„Freue dich nicht…“

„FREUE DICH nicht über den Fall deines Feindes und dein Herz sei nicht froh über sein Unglück/ der Herr könnte es sehen und Missfallen daran haben und seinen Zorn von ihm wenden!“ Dies ist eine der schönsten Passagen in der Bibel (Sprüche Salomos 24, 17-18) und tatsächlich in hebräischer Sprache. Sie sind auch schön in der Übersetzung, obwohl keine Übersetzung der Schönheit im Original nahe kommt. Natürlich ist es normal, froh zu sein, wenn jemandes Feind besiegt wird, und der Durst nach Rache ist leider ein menschlicher Zug. Aber sich hämisch freuen – auf deutsch Schadenfreude – , ist etwas völlig anderes. Es ist hässlich.

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„Rejoice Not…“

“REJOICE NOT when thine enemy falleth, and let not thine heart be glad when he stumbleth, / Lest the Lord see [it], and it displease him, and he turn away his wrath from him.”. This is one of the most beautiful passages in the Bible (Proverbs 24:17-18), and indeed in the Hebrew language. It is beautiful in other languages , too, though no translation comes close to the beauty of the original. Of course, it is natural to be glad when one’s enemy is defeated, and the thirst for revenge is a human trait. But gloating – schadenfreude – is something different altogether. An ugly thing.

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