Warten auf Godot oder das afghanische Wirtschaftswunder

Solange Milliarden an dem Krieg in Afghanistan von den verschiedensten Gruppierungen zu verdienen sind, wird kein Interesse bestehen, diesen zu beenden – RĂŒstungs- und Söldnerfirmen, Geheimdienste, Drogenkartelle und korrupte Politiker mĂŒssten fĂŒrchterlich darben und werden mit allen Mitteln versuchen, ihren „Existenzkampf zum Überleben“ fortfĂŒhren. Zur Zeit wird viel ĂŒber den Beginn des Abzugs der ISAF-Truppen ab Ende nĂ€chsten Jahres aus Afghanistan debattiert, der sich bis zum Jahr 2014 hinziehen soll, aber gleichzeitig schon von hochrangigen US-MilitĂ€rs wegen der trostlosen Lage in Frage gestellt wurde.

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Afghanistan: lĂ€ngster Krieg in Geschichte der USA – deutsche RĂŒstungsindustrie an Asienfront

Rheinmetall, Krauss-Maffei-Wegmann (KMW) und EADS-Cassidian setzen als private Dienstleister auf neue florierende UmsatzmĂ€rkte an der Kriegsfront und in Deutschland – Petraeus fordert deutsche AWACS-AufklĂ€rer Die Vereinigten Staaten von Amerika feiern den traurigsten Rekord in ihrer Geschichte. Mit dem Einmarsch ihrer Truppen im Jahr 2001 fĂŒhren die US-MilitĂ€rs mit ihren VerbĂŒndeten einen Krieg gegen die afghanische Bevölkerung, der lĂ€nger als der Vietnamkrieg anhĂ€lt, unter dessen Auswirkungen noch viele Vietnamesen und auch US-Veteranen zu leiden haben.

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Wird die Chance auf Umwandlung von MilitÀrstandorten erneut verspielt?

Die Bundeswehr soll reformiert, ihre Truppen sollen erheblich verkleinert werden. In der Folge dieser sogenannten Reform werden auch eine Reihe bisheriger Bundeswehrstandorte geschlossen werden. Deshalb hat in den potentiell betroffenen Regionen lĂ€ngst ein Wettkampf um den Erhalt der „eigenen“ Standorte eingesetzt. So mĂŒhen sich dann Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker aus den jeweiligen Land- und Wahlkreisen, um deutlich zu machen, dass ĂŒberall sonst Bundeswehrstandorte geschlossen werden können, nur nicht die im eigenen Wirkungskreis. Etwas salopp gesagt erinnert das ein wenig an SĂŒchtige, die ohne ihre Droge nicht auskommen.

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(Un)Sicherheitskakophonie: Anmerkungen zur neuen NATO-Strategie

Am 19. November 2010 unterzeichneten die versammelten Staats- und Regierungschefs beim NATO-Gipfeltreffen in Lissabon ein neues Strategisches Konzept, das damit die bisherige Fassung aus dem Jahr 1999 ersetzt. Hochtrabend kĂŒndigte NATO-GeneralsekretĂ€r Anders Fogh Rasmussen einen großen Wurf an, den er griffig auf die Formel brachte, man wĂŒrde damit „NATO 3.0“ einlĂ€uten und hierdurch die Allianz grundlegend neu aufstellen.

“Ausnahmezustand” vor USA, EU und Nato-Gipfel: BKA und FBI hinter “Terrorwarnung”

WĂ€hrend Deutschland durch „Terrorwarnungen“ in einen „Ausnahmezustand“ versetzt ist, treffen sich in Lissabon die USA, die „EuropĂ€ische Union“ (EU) und der Nordatlantikpakt (Nato) zu einem „historischen“ Gipfel, um eine strategische Kooperation und ein neues Nato-Konzept zu beschließen. Lissabon, Berlin, Washington: Im derzeit laufenden Terror-Test fĂŒr Demokratie-Attrappen lĂŒften sich die Nebel. Über das Spionage- und Dienstmegafon „Spiegel Online“ (1) wird nun – hĂŒbsch verpackt in eine Gruselgeschichte von „Gotteskriegern“ und dem kommenden Sturm von Muselmanen auf den Reichstag – damit heraus gerĂŒckt, welche Dienste es nun waren, deren Hinweise den deutschen Innenminister Thomas de Maziere am 17.November bewogen zu Beginn der Innenministerkonferenz in Hamburg, kurz vor einem Gipfel der USA und der „EuropĂ€ischen Union“ in Lissabon und kurz vor dem gleichzeitig dort stattfindenden „historischen“ Gipfel des MilitĂ€rpaktes Nato, die Republik mit einer „Terrorwarnung“ in einen „Ausnahmezustand“ zu setzen: die deutsche Bundespolizeibehörde „Bundeskriminalamt“ (BKA) und die US-Bundespolizei „Federal Bureau of Investigation“ (FBI).