Giftige Werte

Das Genfer Protokoll 1925 verbot als Reaktion auf die Schrecken des Ersten Weltkriegs den Einsatz von erstickenden und giftigen Gasen im Krieg, aber nicht – es ist nicht zu glauben – deren Entwicklung oder Herstellung. Die zivilisierte Welt, auf die John Kerry sich bei seiner Verdammung von Bashar al-Assad bezog, brauchte weitere sieben Jahrzehnte, bis sie das zustande brachte. In der Zwischenzeit wurde jede Menge von Chemiewaffen produziert, entwickelt und aufgestockt, auch in den Vereinigten Staaten von Amerika, bis zum und auch noch lange nach dem Zweiten Weltkrieg.

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Angela Merkel: Deutschlands „Tarnkappen-Kanzlerin“ ist wieder im Amt

Man könnte in Einzelheiten gehen hinsichtlich der Bedeutung Deutschlands für die Europa/NATO-Politik der Vereinigten Staaten von Amerika, aber es soll genügen, dass jede Unsicherheit darüber, wie die öffentliche Meinung oder öffentliche Politik in Deutschland betrieben wird, die Pläne Washingtons für Syrien verkomplizieren würde. Deutschland ist auch die wichtigste Kraft auf dem Kontinent für die Durchsetzung der Finanzpolitik, die von den angloamerikanischen Bankkartellen gewünscht ist, zum Beispiel das politische Management der EU (im Gegensatz zum technischen Management in Brüssel) davon abzuhalten, den Plänen der Vereinigten Staaten von Amerika in Euroland in die Quere zu geraten.

Gestohlene Kriege

Assad ist ein Araber, ein böser Araber. Es ist noch schlimmer: er ist der Verbündete des großen, bösen Wolfs – des Iran. Assad liefert den Korridor für den Transfer von Waffen vom Iran zur Hisbollah im den Libanon. Wahrlich, das Zentrum der Achse des Bösen.

Stimmt, aber die Assads – Vater und Sohn und ihr unheiliger Geist – haben an ihrer Grenze mit Israel Ruhe gehalten. Seit Jahrzehnten kein einziger Schuss. Wenn er stürzt und sein Platz von verrückten Islamisten übernommen wird – was wird dann geschehen?

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Narrenfreiheit: Schwarzes Peterle John McCain nutzt ‚Prawda‘ zur Antwort an Putin

Die Russen sind nicht zimperlich mit Diplomaten. Eigentlich hätte McCain gewarnt sein müssen, nachdem das Ein-Wochen-Ultimatum des U.S.-Aussenministers John Kerry zur Kontrolle der syrischen Chemiewaffenbestände durch die internationale Gemeinschaft von allen Seiten aufatmend als Chance zur Beendigung des Krieges gegen die Regierung in Damaskus begrüsst wurde. Die nötigen Vorbereitungen zum Beitritt Syriens zur Konvention zur Ächtung der Chemiewaffen durch die zuständigen Behörden laufen auf Hochtouren.

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