Tannheim: Schau-Übungen

Gegen ein geplantes MilitĂ€rgelĂ€nde bei Tannheim in der NĂ€he von Donaueschingen regt sich einiger Protest. Insbesondere auch eine Nachsorgeklinik fĂŒr chronisch kranke Kinder und deren Familien wehrt sich gegen die PlĂ€ne der Bundeswehr (siehe IMI-Analyse 2020/41). Die will nun laut SchwarzwĂ€lder Boten mit Schau-Übungen demonstrieren, dass die Sorgen der Bevölkerung gĂ€nzlich unberechtigt seien:

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Bundeswehr: Per Corona auf RekrutInnenfang

„Bei der neuesten Kampagne nutzt die Bundeswehr die Verunsicherung ĂŒber Corona, um Nachwuchs zu werben. ‚Wir kĂ€mpfen gegen Corona‘ steht auf einer Postkarte, die derzeit etliche Jungen und MĂ€dchen in der Region erhalten, die im kommenden Jahr 18 Jahre alt werden. Auf der Vorderseite ist im Stil des Namensschildes auf dem Kampfanzug der Nachname des MinderjĂ€hrigen aufgedruckt. Auf der RĂŒckseite heißt es: ‚Wir kĂ€mpfen gegen Corona.‘ Darunter wird der Jugendliche kumpelhaft mit ‚Hi‘ und seinem Vornamen angesprochen. Weiter heißt es: ‚Gerade in dieser schwierigen Zeit unterstĂŒtzt die Bundeswehr mit ihren Frauen und MĂ€nnern in Uniform und in Zivil die deutsche Bevölkerung mit allen KrĂ€ften.‘“

Die Zerstörung einer Gesellschaft

Bomben und Kugeln wurden im Irak in extremem Ausmaß eingesetzt. Das Abwerfen von Tonnen von Bomben und das Freisetzen von Millionen von Kugeln hinterlĂ€sst giftige RĂŒckstĂ€nde in Luft, Wasser und Boden der betroffenen Bevölkerung. Diese Schadstoffe vergiften diese Bevölkerung noch Jahre nach dem Ende der Bombardierung weiter.

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CBG reicht Gegenantrag zu Arznei-Versuchen ein

BAYER hat, so zeigen die medizinhistorische Forschungen der Pharmazeutin Sylvia Wagner, von 1955 bis zur gesetzlichen Regelung des Zulassungsverfahrens im Jahre 1978 Arzneien in Kinderheimen und jugendpsychiatrischen Einrichtungen testen lassen. In der jugendpsychiatrischen Abteilung des Landeskrankenhauses Schleswig etwa erprobten MedizinerInnen fĂŒr den Konzern das Neuroleptikum MEGAPHEN als Therapeutikum gegen zu „zappelige“ SchĂŒlerInnen. Weder die Kinder und Jugendlichen noch ihre Erziehungsberechtigten haben damals ihre Einwilligung zu den Medikamenten-Erprobungen erklĂ€rt. Nach Ansicht von WissenschaftlerInnen verstieß dieses Vorgehen schon gegen damalige ethische Standards.

„Unter 18 nie! Keine MinderjĂ€hrigen in der Bundeswehr!“

Deutschland gehöre zu einer kleinen Minderheit von UN-Staaten, die MinderjĂ€hrige immer noch fĂŒr das MilitĂ€r rekrutieren. „Damit steht die Bundesregierung in Widerspruch zu ihrem Schutzauftrag gegenĂŒber MinderjĂ€hrigen und macht sich bei der internationalen Ächtung des Einsatzes von Kindersoldaten unglaubwĂŒrdig“, hob Ingenleuf hervor. Auch Deutschland mĂŒsse sich bei der Rekrutierung von Soldaten endlich an den internationalen „18-Jahres-Standard“ halten.