DAS ENDE DES KRIEGES DER NIEDERLANDE (II): Operateure einer zweiten Invasion

Teil I – “Volkspartei” und Spannungsfall Seit der Entsendung eigener Truppen in den Irak im Jahre 2003 fragte man sich in den Niederlanden allen Ernstes, wie es eigentlich dazu gekommen war. Wie in vielen Ländern des US-Einflussraumes nach dem 11.September 2001 stand man ĂĽberall, manchmal verschämt leise ein bisschen diskutierend, mit grossen Augen glotzend in der Gegend rum und schaute den Operateuren der Kriegspolitik zu. Diese ergriffen planmässig, und mit enormen Ressourcen ausgestattet, die Initiative, stellten sich bei sanftmĂĽtig-höflich vorgetragenen Beschwerden der ĂĽberrollten Bevölkerungen einfach taub und gingen weiter nach Plan vor. Es dauerte bis zum Jahre 2009 – sechs Jahre nach dem Eintritt in den Irak-Krieg – bis sich die BefĂĽrworter einer Untersuchung durchsetzten; wohlgemerkt, einer Untersuchung darĂĽber, wie und warum man ĂĽberhaupt gemeinsam in einen Krieg gezogen war, der bereits zum Zeitpunkt des Beginns der Untersuchung ĂĽber eine Million Tote gekostet hatte.

Massaker in Bagdad: wieder einmal behaupteter „Selbstmordanschlag“

Wieder einmal sind Angaben des US-Militärs bzw der „Behörden“ im von US-Truppen besetzten Irak nach einem Massaker an Zivilisten durch die Presse im deutschsprachigen Raum vorbehaltlos ĂĽbernommen worden. Im Bagdader Stadtteil Schaab ereignete sich heute inmitten einer Gruppe schiitischer Pilger, welche unterwegs zu Feierlichkeiten in Kerbela waren, eine verheerende Detonation. Laut Angaben eines „Polizeisprechers“ starben bis zu 40 Menschen, weit ĂĽber 100 wurden verletzt.

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