Testfall Afghanistan: Neoliberaler Umbau und Guerillakrieg

In der Debatte ĂŒber die HintergrĂŒnde des Afghanistan-Kriegs wurde in zahlreichen Veröffentlichungen auf geostrategische Interessen verwiesen: TatsĂ€chlich existierten in Washington schon lange vor den AnschlĂ€gen des 11. September PlĂ€ne fĂŒr eine bewaffnete Intervention, u.a. weil eine militĂ€rische PrĂ€senz in unmittelbarer NĂ€he zu Russland sowie der angrenzenden ölreichen kaspischen Region angestrebt wurde.

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IWF – geschĂ€ftsfĂŒhrender Direktor Strauss-Kahn vor rumĂ€nischem Parlament

Auf der Internetseite des rumĂ€nischen Parlaments findet sich die Rede des geschĂ€ftsfĂŒhrenden Direktors des IWF, Dominique Strauss-Kahn. Sie zeigt einiges ĂŒber die Ziele und die Denkungsweise des IWF. Sie zeigt auch, dass Urteile von Bundesverfassungsgerichten den IWF sehr wohl dazu bringen, Grenzen zu respektieren. Das Urteil des lettischen Verfassungsgerichts vom 22.12.2009, welches KĂŒrzungen bei den Ă€rmeren Rentnern verboten hat, hat den IWF inzwischen so weit bewegt, dass er nun scheinbar von sich aus bereit ist, Mindestlöhne, Mindestrenten und Mindestleistungen fĂŒr andere BedĂŒrftige wie z. B. Arbeitslose dem Grunde nach zu akzeptieren.

StaatsaffĂ€re um „Rettungsschirm“ fĂŒr Eurozone: Konservative Denkfabrik schĂ€tzt 148 Mrd Euro-Tribut als verfassungswidrig ein

Der „Euro-Rettungsschirm“ bzw „Rettungsfonds“ in Höhe von insgesamt 750 Milliarden Einheiten der demokratisch-politisch völlig unkontrollierten EinheitswĂ€hrung fĂŒr 16 Staaten in der Eurozone, verstĂ¶ĂŸt selbst nach EinschĂ€tzung konservativer Euro-Zentristen sowohl gegen das Grundgesetz, als auch gegen geltendes EU-Recht. Der Deal war u.a. durch den Internationalen WĂ€hrungsfonds (IWF) eingefĂ€delt worden, der sich mit Zahlungen im Gegenwert von 250 Milliarden Euro beteiligte. Im Gegenzug bekam er als Möchtegern-Weltregierung quasi die finanzielle Kontrolle ĂŒber die EU-Mitgliedsstaaten, welche Gelder aus diesem „Fonds“ bekommen sollten. Die BrĂŒsseler RĂ€te und Kommissare hatten im gleichen Zeitraum die Kontrolle ĂŒber die Haushalte der MitgliedslĂ€nder in Form einer „Wirtschaftsregierung“ verlangt. Nun aber kommt der Staatsstreich von Finanzindustrie, IWF, BrĂŒsseler RĂ€ten und Kommissaren gegen die Republik und alle anderen souverĂ€nen Mitgliedsstaaten des Verbundes „EuropĂ€ische Union“ offenbar langsam zum Stehen. Die „Welt“ wartete heute mit einer, gerade von dieser Zeitung nicht erwarteten, verfassungsfreundlichen Meldung auf. Wie das Springer-Blatt berichtet, schĂ€tzt ein Gutachten des von der „Stiftung Ordnungspolitik“ finanzierten „Centrum fĂŒr EuropĂ€ische Politik“ (CEP) eine vom BrĂŒsseler Regierungsrat am 11.Mai erlassene Verordnung ĂŒber eine Bereitstellung von 500 Milliarden Euro fĂŒr die FinanzmĂ€rkte als verfassungswidrig ein. Nicht genug damit: die Ratsverordnung ist offenbar sogar nach EU-Recht illegal.