Athen: Die Anarchisten waren´s. Jetzt die Rettung. Vom Euro.

Griechenland: Eine Bombe explodiert vor zwei Gerichtsgebäuden. Dann explodiert in Argentien ein Sprengsatz vor der griechischen Botschaft in Buenos Aires. Und dann auch noch in Italien beim Haus des Lega Nord-Chefs Umberto Bossi. Aber fangen wir vorne an. Spannung in Athen. Selbstverständlich ohne Strategie. Bekenner gibt es auch keine, wenn auch vorher telefonisch gewarnt wurde („Guten Tag, wer wir sind spielt keine Rolle, wir lassen es einfach mal krachen“ ?): „Zu dem Anschlag bekannte sich niemand. Der Verdacht fiel jedoch auf anarchistische Gruppen.“ Das Einzige was ĂĽberrascht, ist, dass es solange gedauert hat bis ausfĂĽhrende Papandreou-Regierung unter der Finanzdiktatur BrĂĽssels endlich die gute alte Gladio-Nummer auspackt, um die Herde wieder zusammen zu scheuchen.

Italien: Mafia, Politik und Alltag

Im Prozess gegen Marcello Dell’Utri, MitbegrĂĽnder von Silvio Berlusconis Partei „Forza Italia“, sagte Auftragskiller Gaspare Spatuzza gestern vor einem Turiner Gericht aus. Dieser Aussage zufolge legten die ParteigrĂĽnder Berlusconi und Dell´Utri ab 1993 den Staat Italien wieder in die Hand der Mafia. Dort liegt er heute noch. Mit im Boot: die Auslandspionage SISMI, schon in der Freimauerloge „Propaganda Due“ und dem Attentats-Netzwerk der NATO namens „Gladio“ mit dabei. Gaspare Spatuzza ist ein Auftragskiller der Mafia. Seit seiner Verhaftung im Jahre 1997 verbĂĽsst er eine lebenslange Freiheitsstrafe. Spatuzzas Boss war der langjährige Mafia-Pate der Stadt Palermo, Giuseppe Graviano. Graviano wurde zusammen mit seinem Bruder Filippo am 27.Januar 1994 verhaftet und anschliessend zu lebenslanger Haft verurteilt, u.a. wegen den Attentaten auf die beiden Anti-Mafia-Richter Giovanni Falcone (am 23.Mai 1992) und Paolo Borsellino (am 19.Juli 1992).

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