Werner Dierlamm: Offener Brief an Landesbischof July

Es ist die große SĂŒnde der Nationen, besonders aber der Deutschen Nation, dass sie trotz der entsetzlichen Folgen des Ersten und Zweiten Weltkriegs die Produktion der Kriegswaffen, die von neuem maßloses Elend hervorbringen können, nicht beendet haben. Die RĂŒstungsproduktion wurde bis zum Jahr 2015 fortgesetzt, ja immer weiter entwickelt, und in ihrer verheerenden Wirkung tausendfach verschĂ€rft. Heute sind alle Voraussetzungen fĂŒr einen Dritten Weltkrieg oder WeltbĂŒrgerkrieg, ja fĂŒr den Untergang der Menschheit, auch durch kriegerische Gewalt, gegeben. Es ist vermessen, diese stĂ€ndig drohende Möglichkeit zu ignorieren.

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Eugen Drewermann: Was niemand auszusprechen wagt

Als Theologe möchte ich Herrn Gauck daran erinnern, dass er seinen Gemeinden, als er noch im Dienst war, wohl nicht erlĂ€utert hat wie die Engel ĂŒber den Fluren von Bethlehem zur Friedenspolitik des Kaisers Augustus in Rom aufriefen. Genau das Gegenteil der Pax Romana war gemeint: Wer dich auf die eine Wange schlĂ€gt, dem halte noch die andere hin. Das ist das Gegenteil von AufrĂŒstung.

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Analyse: Der Staatsstreich kommt zum Stehen, Volksabstimmung ĂŒber das Grundgesetz als letzte Option

Zum „kalten Putsch gegen das Grundgesetz“ durch ESM und Fiskalpakt-Gesetze strategische HintergrĂŒnde, Chronologie, Analyse und Prognose. Berlin, Karlsruhe: Gestern ließ das Bundesverfassungsgericht nicht nur an die Öffentlichkeit dringen, daß der amtierende PrĂ€sident Joachim Gauck bereit war, am 29. Juni nach dem Abnicken von ESM und Fiskalpakt in Bundestag und Bundesrat durch eine sofortige Unterschrift eine umgehende PrĂŒfung der Gesetze durch das Bundesverfassungsgerichts bewusst zu sabotieren und eine „Verfassungskrise“ herauf zu beschwören. Die Verfassungsrichter zeigten sich außerdem „entsetzt“, so die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, ĂŒber die Kanzlerin Angela Merkel, die der britische „New Statesman“ vor wenigen Tagen noch als „den gefĂ€hrlichsten deutschen FĂŒhrer seit Hitler“ bezeichnet hatte und die offenbar versucht hatte,  Gauck zu dessen geplanten Vorhaben „zu bewegen“, nĂ€mlich „die Gesetze sogleich auszufertigen und dadurch Rechtsschutz zu verhindern“. In einer detailreichen Chronik von „Denkland“ ist umschrieben, wann das Bundesverfassungsgericht, in einem historisch einmaligen Vorgang, öffentlich und unleugbar die Notbremse gegen einen gezielten, organisierten Staatsstreich von PrĂ€sident, Kanzleramt, Parlament und LĂ€nderkammer zog; nĂ€mlich nachdem sich 5 der 6 Bundestagsparteien, CDU, CSU, SPD, FDP und BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen gegen Mittag auf ein gemeinsames Vorgehen am 29. Juni geeinigt hatten und im Staatsfernsehen morgens der bekannte Zynismus-Hochleistungssportler Volker Kauder, nebenberuflich auch noch „FĂŒhrer“ der…