Libyen: Die Washington/NATO-Agenda und der nĂ€chste Große Krieg

Die Proteste in Tunesien, Ägypten, Bahrain und Jemen gingen von den Menschen aus, die gegen Washingtons tyrannische Handlangerregimes protestierten. Die Proteste gegen Gaddafi, der keine Marionette des Westens ist, scheinen allerdings von der CIA im östlichen Teil Libyens organisiert worden zu sein, wo sich das Erdöl befindet und wo China bedeutende Investitionen im Energiebereich getĂ€tigt hat.

Afrikas ‚Zweite Befreiung‘ vom Neokolonialismus der Gegenwart

Gaddafis grĂ¶ĂŸtes Verbrechen aus der Sicht der NATO war sein Bestreben, die Interessen der lokalen arbeitenden Bevölkerung ĂŒber die des auslĂ€ndischen Kapitals zu stellen, indem er mit der zweiten Phase der Befreiung weitermachte und die neoliberalen politischen Bestrebungen von IWF und Weltbank abschmetterte. In der Tat beschlagnahmte PrĂ€sident Obama im August 2011 $30 Milliarden von der libyschen Zentralbank, die Gaddafi fĂŒr die Einrichtung des afrikanischen IWF und der Afrikanischen Zentralbank vorgesehen hatte.

Libyen: Clintons KriegslĂŒgen

Bekanntlich drĂ€ngen spĂ€testens seit dem Auftritt von BundesprĂ€sident Joachim Gauck bei der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz Anfang 2014 große Teile des außen- und sicherheitspolitischen Establishments darauf, Deutschlands scheinbar bislang an den Tag gelegte „Kultur der (militĂ€rischen) ZurĂŒckhaltung“ zugunsten einer offensiver ausgerichteten Außenpolitik ad acta zu legen (siehe ausfĂŒhrlich IMI-Studie 2015/02).

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Uganda ignoriert UNO-Restriktionen gegen libysche Firmen

Wenn es um‘s fette Öl-GeschĂ€ft geht, hört die scheinheilige West-Freundschaft (nur scheinbar) auf. Inoffiziell wird von Diplomaten, MilitĂ€rs und Wirtschaftsvertretern in closed session um die PfrĂŒnde weiter gedealt wie bisher, denn PrĂ€sident Museveni, der am Tropf Washingtons hĂ€ngt, darf sich keinen eigenen Standpunkt wie die Meldung suggeriert in den afrikanischen Sand malen. Die „unerhört vorlaute“ EigenmĂ€chtigkeit aus Kampala lĂ€sst die Schlussfolgerung zu, dass in KĂŒrze die BeschlĂŒsse zur Lösung der libyschen Angelegenheit von den Invasoren verkĂŒndet werden wird.