Bischof Martinelli: geheimnisvoller Army-Helikopter versorgt BootsflĂŒchtlinge in no fly zone

Das bootspeople-Syndrom: Je mehr afrikanische FlĂŒchtlinge den Sprung ĂŒber das Meer schaffen um so besser fĂŒr die NATO. Eine raffinierte psychologische KriegsfĂŒhrung ist entscheidend fĂŒr den Erfolg des Sieges oder der Niederlage eines militĂ€rischen Einsatzes und fĂ€ngt schon mit der Vorbereitung an. In den meisten FĂ€llen benötigt man in demokratisch organisierten LĂ€ndern zur Intervention die Bewilligung eines Parlamentes und die Akzeptanz der politischen Parteien, Organisationen und den RĂŒckhalt in der Bevölkerung, um grösseren Widerstand durch Proteste zu verhindern. Eine neue ganz besonders dĂ€mliche Meldung dazu ist die Munition der europĂ€ischen NATO-Jagdbomber, die nun ausgegangen wĂ€re um den Vereinigten Staaten von Amerika gesichtswahrend wieder den Anlass zu liefern, eigene Kampfjets ins umkĂ€mpfte Ölrevier zu schicken, denn eine Lieferung als Nachschub wĂ€re wegen fehlender KompatibilitĂ€t nicht möglich und Europa ein militĂ€rischer Kindergarten mit Sandkasten-Buddelspielen. Dabei wurden sĂ€mtliche Manöver der NATO in der Vergangenheit gerade wegen dieser passenden Übereinstimmung und dem Abgleich durchgefĂŒhrt und in ihren diesbezĂŒglichen Armee-Webseiten hochgelobt.

DAS WANDERNDE AUGE – Der Libyen-Deal zwischen USA und Saudi-Arabien

Pepe Escobar lĂ€sst Revue passieren, wie es zur Zustimmung der Arabischen Liga zur libyschen Flugverbotszone kam. “EnthĂŒllt ist die Heuchelei der Barack Obama-Administration, die einen krassen geopolitischen Coup als humanitĂ€re Operation verkauft.“ Ferner befasst sich Escobar mit der Frage, worauf das bisherige militĂ€rische Patt in Libyen hinauslĂ€uft. Der 1954 geborene Pepe Escobar aus Sao Paulo, Brasilien ist einer der herausragendsten Journalisten unserer Zeit. Escobar, der vom frĂŒheren CIA-Analysten Ray McGovern schlichtweg „der Beste“ genannt wird, arbeitet fĂŒr die Asia Times und ist ein Analyst von The Real News. DarĂŒber hinaus ist er der Autor dreier BĂŒcher: Globalistan: How the Globalized World is Dissolving into Liquid War, Red Zone Blues: a snapshot of Baghdad during the surge und Obama does Globalistan.

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Kriegsrat in Paris: Rebellen brechen Flugverbot, Kampfflugzeug abgestĂŒrzt

Zur Zeit beraten in der französischen Hauptstadt eine Reihe von Staats- und Regierungschefs, sowie Vertreter internationaler Organisationen ĂŒber einen Angriff auf Libyen. Anwesend sind u.a. der GeneralsekretĂ€r der Vereinten Nationen (UNO), Ban Ki Moon, der GeneralsekretĂ€r der Arabischen Liga, Amr Moussa (der sich immer noch allen Ernstes Hoffnung macht zum PrĂ€sidenten Ägyptens gewĂ€hlt zu werden), sowie hochrangige FĂŒhrungsmitglieder der Regierungen aus den Mitgliedstaaten des „Nordatlantikpaktes“ (Nato) und der „EuropĂ€ischen Union“ (EU). Des Weiteren sind natĂŒrlich auch die USA vertreten, die Premierminister Großbritanniens und Kanadas sind ebenfalls angereist. Gerade Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy drĂ€ngt seit Tagen auf einen schnellen Angriff auf Libyen und die StreitkrĂ€fte von Diktator Muammar el Gaddafi. Vorgestern Nacht hatte man eine umfassende Kriegsvollmacht gegen Libyen durch den UNO-Sicherheitsrat autorisiert bekommen. Die UN Resolution 1973 umfasste u.a. eine Flugverbotszone ĂŒber Libyen (Analyse zur UN-Resolution: Eine umfassende Kriegsvollmacht gegen Libyen). Doch heute dann – etwas sehr, sehr Peinliches.

Merkel-Westerwelle-Regierung unterstĂŒtzt UN-Resolution fĂŒr Angriffskrieg auf Libyen

23.40 Uhr: Resolution 1973 ist angenommen. Kein Veto. Russland, China, Indien, Brasilien und Deutschland haben sich enthalten. Resolutionstext wurde in letzter Sekunde massiv verschĂ€rft. Umfassende ErmĂ€chtigung zum Angriff auf Libyen. Britische Regierung: könnten innerhalb von Tagen in Libyen einmarschieren. Erste Luftangriffe bereits fĂŒr Freitag erwartet. 12. 57 Uhr: Die deutsche Bundesregierung aus FĂŒhrungsfunktionĂ€ren der Parteien CDU, CSU und FDP unterstĂŒtzt eine fĂŒr heute in den UN-Sicherheitsrat eingebrachte Resolution, welche durch die nominelle Schaffung einer Flugverbotszone den Angriff auf den souverĂ€nen Staat Libyen autorisieren soll. Dies erklĂ€rte die UN-Botschafterin der USA, Susan Rice, am Donnerstag in New York. Laut Rice wird die Resolution wird außerdem von den Staats- und Parteichefs der USA, von Frankreich, von Großbritannien und des Libanon (stellvertretend fĂŒr die Arabische Liga) gestĂŒtzt (1,2). Die US-Regierung von Barack Obama will darĂŒber hinaus von der UN die ErmĂ€chtigung fĂŒr einen umfassenden Krieg mit Luft-, See- und LandstreitkrĂ€ften. (3)

Ein kleines bisschen Schweinebucht

Die Nato plant (mit) Libyen-Krieg / Gaddafi-Truppen auf dem Vormarsch / Deutsche Kriegsschiffe dringen morgen in libysche HoheitsgewĂ€sser ein/ Arabische Liga, Frankreich und Großbritannien fordern Flugverbotszone / UNO-Resolution auslegbar bis zur militĂ€rischen Intervention / US-Verteidigungsminister Robert Gates: Eine Flugverbotszone bedeutet einen Angriff auf Libyen / EU-Aussenminister-Treffen nĂ€chsten Donnerstag / Oberster EU-Regierungsrat tagt nĂ€chsten Freitag / Laut GeneralsekretĂ€r Anders Fogh Rasmussen plant der Nordatlantikpakt (Nato) „vorsorglich“ auch fĂŒr den Fall einer militĂ€rischen Intervention in Libyen (1). Die „SĂŒddeutsche“ (9) berichtet, die Nato arbeitet bereits „unter Hochdruck und streng geheim an PlĂ€nen fĂŒr eine Flugverbotszone“. Ebenso heisst es, hinsichtlich einer „Hilfsaktion“ der Bundeswehr-Marine fĂŒr „Ă€gyptische FlĂŒchtlinge in Libyen“: „Die Hilfsaktion im Mittelmeer soll bereits an diesem Freitag anlaufen.“ Übersetzt aus der parteipolitisch-bellizistisch-publizistischen Heuchelsprache heisst das: der Einsatzgruppenversorger A 1411 Berlin, die F 209 Rheinland-Pfalz und F 123 Brandenburg dringen morgen aus  der Großen Syrte, in die sie bereits am 25.Februar aus Malta ausgelaufen waren (7) – in libysche HoheitsgewĂ€sser ein.