Venezuela: US Regimewechsel ist im Gange!

Jede von den USA initiierte „Regime Change“-Operation muss ScharfschĂŒtzen haben, die dem kritischen Zweck dienen, der Bevölkerung weißglĂŒhende Angst einzujagen und selbst die bisher Unbeweglichen zu mobilisieren. Und auf den Punkt gebracht, hat Venezuela seine ScharfschĂŒtzen bekommen! „Maskierte MĂ€nner“, die zufĂ€llig Demonstranten erschießen. NatĂŒrlich wird die lokale Bevölkerung sie als verdeckte SicherheitskrĂ€fte der Regierung betrachten, die auf unbewaffnete Unschuldige schießen, und beginnen, sich auf die Seite der Anti-Maduro-KrĂ€fte zu stellen. Außer, dass es sich sehr wahrscheinlich entweder um bewaffnete OppositionskrĂ€fte oder vielleicht sogar um AuslĂ€nder (lies: CIA) handelt, die zur ErfĂŒllung dieser kritischen Aufgabe entsandt wurden.

Sozialwissenschaften im Dienste des MilitÀrs

Die hieraus entstandenen Kontroversen um den Einsatz bewaffneter Drohnen und ihres Einsatzes zur vermeintlich gezielten Tötung einzelner Personen sowie die dagegen angefĂŒhrten Argumente werden in Deutschland von Akteuren aus Politik und MilitĂ€r hĂ€ufig mit dem Verweis abgewiegelt, dass man einen gĂ€nzlich anderen Einsatz der Drohnen plane, welcher sich im Wesentlichen auf AufklĂ€rung und den Schutz der Soldaten beschrĂ€nke. Betrachtet man hingegen Aussagen bezĂŒglich des lĂ€ngerfristig geplanten Einsatzes bewaffneter deutscher Drohnen in StĂ€dten wird deutlich, dass es sich hier um vorgeschobene Argumente handelt.

Mehr als nur PĂ€ckchen

Derzeit ist Amazon der fĂŒhrende Bewerber um den Vertrag zur Umsetzung des JEDI-Programms des US-Verteidigungsministeriums, der auf 10 Mrd. US-Dollar geschĂ€tzt wird. Die Joint Enterprise Defense Infrastructure soll die Sicherheit und DatenzugĂ€nge des MilitĂ€rs verbessern und es Geheimdiensten vereinfachen, Cloud Dienste anzupassen, zu benutzen und Bodentruppen diese Informationen bereit zu stellen.

„Angriffsvorteil“ durch KI

Die Bundesregierung spricht sich hingegen auf internationaler Ebene fĂŒr „unverbindliche, freiwillige Maßnahmen“ aus. Damit riskiere sie ein „globales, unkontrollierbares WettrĂŒsten bei autonomen Waffen“, warnt „Facing Finance“. „Wird kein völkerrechtliches Verbot vereinbart, werden dank zahlreicher bereits verfĂŒgbarer Technologien (Sensoren) und einer weiterentwickelten ‚kĂŒnstlichen Intelligenz‘ (KI) Waffensysteme ohne menschliche Kontrolle zur StandardausrĂŒstung von Armeen gehören.“

Auf dem Weg zur RĂŒstungsunion

Im Juli 2017 einigten sich Deutschland und Frankreich erst einmal im Alleingang auf alle wesentlichen PESCO-Prozeduren. Erst danach traten sie an Spanien und Italien heran, wodurch bereits ein guter Teil der fĂŒr eine Aktivierung erforderlichen qualifizierten Mehrheit (65 Prozent der EU-Bevölkerung und 55 Prozent der EU-Mitgliedsstaaten) beisammen war.