Vertrag zwischen Uni Köln und BAYER: Kooperation bleibt geheim

Der Vertrag zwischen dem Kölner UniversitĂ€tsklinikum und BAYER war im FrĂŒhjahr 2008 geschlossen worden und umfasste eine Zusammenarbeit in den Bereichen Onkologie, Neurologie und Kardiologie. Der damalige Wissenschaftsministers Andreas Pinkwart bezeichnete den Vertrag als die „weitest reichende Kooperation, die eine nordrhein-westfĂ€lische UniversitĂ€tsklinik bislang eingegangen ist“. Kurz darauf wurde der Einfluss des Konzerns durch die Ernennung des langjĂ€hrigen BAYER-Vorstandsmitglied Richard Pott zum Vorsitzenden des Kölner Hochschulrats weiter vergrĂ¶ĂŸert.

GefĂ€lschte Postings: Ethik-Rat rĂŒgt BAYER

Der Österreichische Ethik-Rat fĂŒr Public Relations hat heute eine RĂŒge gegen den Pharmakonzern BAYER und sechs weitere Unternehmen „wegen planmĂ€ĂŸiger TĂ€uschung von Userinnen und Usern in großem Stil durch gefĂ€lschte Postings“ ausgesprochen. Getadelt wird auch die Agentur mhoch3, die in Sozialen Netzwerken hunderttausende gefĂ€lschter Kommentare verbreitet hatte. Die Freiwillige Selbstkontrolle der deutschen Pharmahersteller hingegen wurde nicht aktiv – wegen angeblicher VerjĂ€hrung.

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Offener Brief von Axel Köhler-Schnura, GrĂŒndungs- und Vorstandsmitglied der Coordination gegen BAYER-Gefahren an die Deutsche Post

Sie verkehren die RealitĂ€ten: Es sind einzig Sie, die Sie den Betriebsfrieden stören. Indem Sie ArbeitsplĂ€tze vernichten, die Arbeitsbedingungen verschlechtern und die Einkommen Ihrer BeschĂ€ftigten mindern. Und das alles gravierend und im großen Stil. Und auch nicht erst seit heute, sondern anhaltend seit Mitte der 90er Jahre.
Vor diesem Hintergrund haben Ihre BeschĂ€ftigten viel zu viel erdulden mĂŒssen und viel zu lange still gehalten.
Wir sind bei Ihnen GeschĂ€ftskunde seit Mitte der 80er Jahre. In den 90er Jahren hat es begonnen, dass in Ihren Filialen, in Ihren Postzentren und auch in Ihrem Außendienst der Arbeitsdruck unertrĂ€glich geworden ist. U.a. haben Sie fortlaufend StellenkĂŒrzungen und Entlassungen vorgenommen

BAYERs Wiedergeburt

Die USA haben solches Material ĂŒber die IG FARBEN schon seit Anfang der 1940er-Jahre gesammelt, wie Bernd Greiner in seinem Buch „Die Morgenthau-Legende“ darlegt. BeamtInnen des Finanz- und des Justizministeriums ermittelten ĂŒber 500 Firmen-Beteiligungen und 2.000 KartellvertrĂ€ge mit anderen Unternehmen und machten den Konzern als Hauptlieferanten der VernichtungsfeldzĂŒge aus. 95 Prozent der Giftgase und 84 Prozent der Sprengstoffe stammten aus IG-Fabriken. Zudem gehörten Brandbomben, Handgranaten, Maschinengewehre und kriegswichtige Rohstoffe wie Benzin, Schmieröle, Magnesium, Nickel und Methanol zur Produkt-Palette.

GEW setzt sich fĂŒr die Umbenennung der Duisbergstraße ein

Duisberg war Gewerkschaftsfeind und verlangte als Mitglied der rechtsextremen Deutschen Vaterlandpartei die Annexion der im 1. Weltkrieg besetzten Gebiete in Belgien und Frankreich. Schon bald danach forderte er „deutschen Lebensraum“ in Polen und Russland und unterstĂŒtzte die aufkommenden Nationalsozialisten, denen die IG Farben mit Millionen-Spenden auf die Beine halfen, wofĂŒr diese sich nach der MachtĂŒbernahme 1933 mit Absatz- und Mindestpreisgarantien fĂŒr synthetisches Benzin bedankten.

Die Steuertricks der BAYER AG

Jan Pehrke von der Coordination gegen BAYER-Gefahren abschließend: „Die Konzerne entziehen sich immer weiter ihrer Verantwortung fĂŒr die Allgemeinheit – zu Lasten der arbeitenden Bevölkerung, die ĂŒber steigende Steuern und Abgaben die Zeche zahlen muss. Es ist nicht hinzunehmen, dass BAYER und Co. immer weniger zur Finanzierung des Gemeinwesens beitragen.“

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