Galant-Affäre in Israel: „Böse Verschwörung“ im Generalstab

Um den Posten des Generalstabschefs in Israel ist ein Hauen und Stechen entbrannt, wie man es in der deutschsprachigen Presse natĂĽrlich noch nicht gelesen hat. Im Mittelpunkt: Major-General Yoav Galant, Leiter des SĂĽdkommandos. Ihm wird vorgeworfen versucht zu haben nicht nur seinen Konkurrenten Benny Gantz, bis vor kurzem MilitärattachĂ© Israels in den USA, mit Hilfe einer PR-Firma in den Dreck zu ziehen, sondern auch gleich noch den amtierenden Generalstabschef Gabi Ashkenazi. So eine Schmock-Arie. Ein uneingeschränkt „pro-israelischer“ antideutscher Bellizist („Verschwörungstheorie!! Verschwörungstheorieeeee….“) möcht´ weinen vor Schmerz. Aber keine Gnade.

Gaza Konvoi: Beweise für gezielte Morde und Fälschungen durch Israels Militär

Mittlerweile liegen eine ganze Reihe von glaubwĂĽrdigen Augenzeugen und Beweisen  vor: Israels Militär erschoss am 31.Mai bereits vor dem Entern des Gaza Hilfskonvois aus Helikoptern und Kriegsschiffen gezielt Passagiere und liess Verwundete anschlieĂźend sterben. Des weiteren fälschte es Fotos von angeblichen „Waffen“ an Bord des Hilfstransportes, sowie angebliche Radiotransmissionen der ĂĽberfallenen Friedensflotte. Der Ăśberfall des Militärs geschah selbst ohne die dafĂĽr notwendige Bewilligung des Sicherheitskabinetts der rechtsradikalen Regierung in Jerusalem. Direkt verantwortlich fĂĽr den Massenmord und dessen stĂĽmperhaften Vertuschungsversuche: Generalstabschef Gabi Ashkenazi. (Foto: Wikipedia) Am Morgen des 31.Mai ĂĽberfiel das israelische Militär in den internationalen Gewässern des Mittelmeers sechs Schiffe des Hilfskonvois „Free Gaza“. Diese befanden sich, mit zivilen HilfsgĂĽtern beladen, auf dem Weg in den ehemals israelisch besetzten Gazastreifen, der seit drei Jahren einer völkerrechtswidrigen Blockade durch Israel und Ă„gypten ausgesetzt ist. Bei diesem Ăśberfall brachte Israels Militär mindestens neun Menschen um und kidnappte ĂĽber 600 Passagiere.

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INTERVIEW MIT EINEM EX-AGENTEN: „Wenn etwas auffällt, wird es immer dem Mossad in die Schuhe geschoben“

Zweiter Teil des Interviews mit Wilhelm Dietl, ehemals Agent des Bundesnachrichtendienstes (BND), ĂĽber sein Buch „Schattenarmeen“. 1.Teil: Wilhelm Dietl ĂĽber “Schattenarmeen” Das Interview fĂĽhrten die Redakteure ter und Daniel Neun. Zum Zeitpunkt des Gespräches, welches im Februar in Berlin-Mitte stattfand, war die Affäre um den Dubai-Mord noch nicht an die Ă–ffentlichkeit gedrungen. Radio Utopie: Bleiben wir bei Syrien. Ist die von Ihnen beschriebene Rolle des Schwagers von Präsident Assad, Assef Shaukat, als Spionagechef ähnlich zu bewerten wie z.B. die Rolle von Omar Suleiman in Ă„gypten, dem dortigen Chef des allgemeinen Nachrichtendienstes? Ist Shaukat der starke Mann hinter Assad? Wilhelm Dietl: Ich denke, es ist anders zu bewerten. Assef Shaukat war der starke Mann, fĂĽr eine Weile, und hat dann ĂĽberzogen als er sagte, er könne auch ohne weiteres auch Präsident sein in diesem Land. Das war natĂĽrlich ein Affront gegenĂĽber seinem Schwager und das konnte der nicht dulden. Also hat Assad ihn entmachtet und ihm einen einflusslosen anderen Posten gegeben, den er jetzt bekleidet. Also er wurde nicht unter den Kiel gejagt, oder sonst was, man hat ihn einfach wegbefördert.

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