Die große Verschwörung

ICH ERZÄHLE alle diese alten Geschichten, weil sie plötzlich sehr aktuell geworden sind.

Die Fernseh-Serie eines orientalischen Filmautors erregt einen Sturm in Israel. Die Serie heißt „Salah, dies ist das Land Israel“. Der Autor erhebt den Anspruch, die Erfahrungen seiner Großeltern darzustellen, die in den frühen 1950er Jahren nach Israel gekommen waren. Salah ist ein arabischer Vorname.

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Weil da nichts ist

Bibi kann sehr gut repräsentieren. Er verfügt über die Fähigkeit, sich unter den Großen dieser Erde zu bewegen. Er macht bei internationalen Konferenzen eine gute Figur. Er hält bei wichtigen Anlässen gute Reden, allerdings benutzt er primitive Tricks, die ein Churchill nicht mit der Zange angefasst hätte.

Ein Außenminister agiert heutzutage als Handelsreisender seines Landes. Tatsächlich war Bibi war einmal ein Handelsreisender bei einer Möbel-Firma.

Geh in Frieden!

Die gegenwärtige Führung und die gesamte Galerie der gegenwärtigen Regierungsminister vom Likud und von seinen Verbündeten bestehen aus Nullen. Ich kann mir wirklich keinen von ihnen als die Person vorstellen, die die Verantwortung für die Zukunft Israels tragen könnte.

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Hab Mitleid mit dem Mandelbaum

Mandelblit (so sprechen wir in Israel den Namen aus) ist in einer unmöglichen Lage. Der Ministerpräsident wurde von der Polizei offiziell beschuldigt, dass er sich in zwei Fällen habe bestechen lassen. Jetzt muss Mandelblit entscheiden, ob der Ministerpräsident vor Gericht gestellt werden soll. Aber Benjamin Netanjahu war lange Zeit sein Wohltäter und hat ihm zu seiner hohen Stellung verholfen. Beißt ein Hund in die Hand, die ihn füttert? Oder soll Mandelblit sich davor drücken, seine Pflicht zu tun?

Was zum Teufel?

JE „JÜDISCHER“ Israel wird, umso breiter wird der Abgrund zwischen ihm und der muslimischen Welt. Je „israelischer“ Israel wird, umso größer ist die Chance, dass es sich schließlich in die Region einfügt. Diese Idealvorstellung greift viel weiter als nur nach dem Ziel Frieden. Darum wiederhole ich: Ich bin in erster Linie Israeli und erst in zweiter Linie Jude.

Das hüpfende Parlament

Hunderte Piloten und andere Flugzeugbesatzungsmitglieder forderten von den Fluggesellschaften, sie sollten sich weigern, Flüchtlinge aus Israel nach Afrika zu transportieren. Sie schworen, sie seien nicht wie die deutschen Lokomotivführer, die Juden in die Vernichtungslager und damit in den Tod transportiert hatten.

Eine ältere Frau, die aus einem solchen Lager geflohen war, verkündete im Fernsehen, sie werde Flüchtlinge, die sie um Hilfe bitten würden, verstecken. Sie rief alle israelische Frauen auf, dasselbe zu tun und Flüchtlinge auf den Dachböden ihrer Häuser zu verstecken. Das war eine deutliche Anspielung auf Anne Frank, die während des Holocaust mit ihrer Familie auf einem Dachboden in Amsterdam versteckt worden war.

Das geschieht jetzt, die Flut steigt, es ist eine Stimme Israels, die lange Zeit nicht zu hören war, eine Stimme, die so viele Jahre verstummt war, die Stimme meines Israels, die Stimme des Israels von gestern – und hoffentlich die des Israels von morgen.