Kurswechsel der SPD: Gabriel verlangt „unabhĂ€ngige ÜberprĂŒfung“ von nĂ€chstem Afghanistan-Mandat

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hielt heute im Parlament die Gegenrede zu Kanzlerin Merkels RegierungserklĂ€rung ĂŒber die seit achteinhalb Jahren andauernde Besatzung des zentralasiatischen Afghanistan. Er liess dabei eine Bombe platzen, die im Kontext mit anderen Äußerungen auf einen strategischen Schwenk der gesamten, eng mit einander assoziierten Partei- und Gewerkschafts-Nomenklatura im ehemals sozialdemokratischen und nun nur noch schrumpfenden Spektrum in der Republik hindeutet. Bereits im Vorfeld war die Rede Sigmar Gabriels mit erkennbar viel NervositĂ€t erwartet worden. Denn gehaltene Reden im Bundestag werden vorher von anderen geschrieben. Und sie werden nach politischen ErwĂ€gungen geschrieben, die vorher entsprechend machtpolitisch abgeklopft und verhandelt werden mĂŒssen. Sowas spricht sich natĂŒrlich herum. Bestenfalls haben diejenigen, welche die Rede spĂ€ter als Abgeordnete halten, Einfluß darauf oder sogar eine genaue Vorstellung davon, was dort hinein geschrieben wird. Im Regelfall wissen die Abgeordneten nĂ€mlich nicht oder nicht ganz, was sie ĂŒberhaupt vorlesen und geraten deshalb stĂ€ndig ins Stocken.

DLR-Messungsergebnis: „Aschewolke“ geringer als normale Luftverschmutzung

So eine Aschebombe hat die Welt noch nicht gesehn. Die Ergebnisse der Messung eines Flugzeugs vom Typ Falcon des „Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums“ (DLR), deren VerkĂŒndung fĂŒr heute Nachmittag zur besten Pressezeit angesetzt worden waren und dann irgendwie ausfielen (1), sind im Laufe des Abends nun verschĂ€mt ins Netz geschoben worden. Offenbar brauchte man noch Zeit fĂŒr viele bunte Grafiken. Es ist einfach unbeschreiblich. (Grafik: DLR)

Erfundene neue Aschewolke aus Island: Met Office lĂŒgt mal wieder allen die Hucke voll

Das Londoner Meteorologische BĂŒro „Met Office“, Teil des MilitĂ€rministeriums Grossbritanniens, blies gestern Nacht die schreckenerregende Meldung einer neuen, gewaltigen Aschewolke aus Island in die Luft. Doch ist da leider nix – sagt das Meteorologische Institut Islands. Der islĂ€ndische Vulkan Eyjafjallajökull musste fĂŒr die Puppenspieler der „Strategie der Spannung“ mit sinkenden Publikumserfolgen heute abermals als Kasperl herhalten.