DLR-Messungsergebnis: „Aschewolke“ geringer als normale Luftverschmutzung

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"..vergleichbar mit Konzentrationen, die üblicherweise in Wolken aus Staub der  Sahara gemessen werden"
"vergleichbar mit Konzentrationen, die üblicherweise in Wolken aus Staub der Sahara gemessen werden.."

So eine Aschebombe hat die Welt noch nicht gesehn. Die Ergebnisse der Messung eines Flugzeugs vom Typ Falcon des "Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums" (DLR), deren Verkündung für heute Nachmittag zur besten Pressezeit angesetzt worden waren und dann irgendwie ausfielen (1), sind im Laufe des Abends nun verschämt ins Netz geschoben worden. Offenbar brauchte man noch Zeit für viele bunte Grafiken. Es ist einfach unbeschreiblich. (Grafik: DLR)

Zitat aus dem Anfang Originalbericht der DLR (2), in englisch verfasst:

"Die Konzentrationen von großen Partikeln, die in der vulkanischen Schicht (Anm.: der Luftschicht mit Partikeln von Vulkanasche in 7000-4000 Metern Höhe) gemessen wurden, sind vergleichbar mit Konzentrationen, die üblicherweise in Wolken aus Staub der  Sahara gemessen werden, aber kleiner im Vergleich zu Partikelkonzentrationen in der verschmutzten Grenzschicht (Anm.: die Luftschicht in 2000-3000 Meter Höhe mit normaler Luftverschmutzung.)
Eine Einschätzung der Partikelkonzentration in der vulkanischen Aschewolke, die als Teil eines vertikalen Profils über Leipzig in ungefähr 4 Kilometern untersucht wurde, ergab 60 ?g/m3."

60 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Nun, der Grenzwert für Autoabgase in Graz liegt bei 50 µg/m3 und wurde 2006 immerhin in 120 Tagen um bis das Dreifache überschritten. Von einem Vulkanausbruch darf ausgegangen werden.

"Nach dem Flug wurde die Falcon untersucht. Bisher wurden keine Schäden festgestellt, einschließlich der Maschinen (nach einer Boroskopie) und den Fenstern. Weitere Machineninspektionen laufen. Silberfolien, die an unter den Flügeln angebrachten Stationen angebracht waren, zeigten keine sichtbaren Auswirkungen von Vulkanasche"

Reicht´s? Na dann hier noch einen Abschnitt über die Messergebnisse über Leipzig.

"Für diese vorläufige Analyse, wurde für den groben Partikelbereich ein Lichtbrechungs-Indexwert entsprechend veröffentlichter Daten benutzt (ohne jedoch zu wissen, ob die untersuchten Partikel des gleichen Typs sind.) Deshalb müssen die Daten mit Vorsicht benutzt werden, wegen der Möglichkeit systematischer Fehler."

Ich sag jetzt lieber nix mehr. Nur eins noch: wie wollen wir das alles bloß wieder unseren Enkeln erklären..?

(...)

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Quellen:
(1) http://www.br-online.de/aktuell/vulkanausbruch-DID1271774092967/dlr-forschungsflugzeug-aschewolke-ID1271668235092.xml
(2) http://www.bmvbs.de/Anlage/original_1134440/Report-of-Falcon-Flight-19-April-2010.pdf

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