Angeblicher "Selbstmordanschlag" in Kabul vor Berliner Bundestagsdebatte

Explosion direkt vor dem Militärflughafen, rechtzeitig zur Debatte ĂĽber den Afghanistan-Krieg in Deutschland. Und wieder einmal Taliban am Telefon. Schon wieder hat sich ein Afghane selber umgebracht – sagt „ein Isaf-Offizier“ (1) und „eine Polizei-Quelle“ (2). Die schnellsten Forensiker der Welt leben bekanntlich in Kriegszonen und die unvorsichtigsten Militärs natĂĽrlich auch. Wie wäre es sonst möglich, dass sich heute morgen ausgerechnet direkt vor dem Militärflughafen Kabuls ein afghanischer „Selbstmordbomber“ („suicide bomber“) in seinem Auto voll Sprengstoff in die Luft jagen könnte?

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Taliban am Telefon

Afghanistan und der Luftangriff: Andauernd werden irgendwelche Erklärungen der „Taliban“ durch die bĂĽrgerliche Presse veröffentlicht. Woher stammen diese eigentlich? Die neueste Blödelei, die man heute lesen musste: ein „Sprecher“ der „Taliban“ namens „Sabiullah Mudschahid“ habe die Aufklärung des am frĂĽhen Freitag vom deutschen Militär nahe Kunduz verĂĽbten „Massenmordes“ in einer „unabhängigen Untersuchungskommisssion“ gefordert. Das hätte jetzt auch von Radio Utopie stammen können. Nur haben wir nicht bei der „Zeit“ (1) angerufen. Aber wer war es dann?

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Friedensbewegung mit 8 Jahre altem Splitter im Auge

„Friedensratschlag“ fordert nach Luftangriff in Afghanistan RĂĽcktritt von Verteidigungsminister Jung / Aufruf fĂĽr bundesweite Proteste am Mittwoch / Linksfraktion beantragt Aktuelle Stunde im Bundestag. Nach den Attentaten vom 11.September 2001 änderte sich die Welt. Unter anderem änderten sich die Werte fast aller ehemals linken, pazifistischen, emanzipatorischen oder/und sozialistischen Gruppen und Organisationen. Krieg wurde notwendig, Invasion Notwehr, LĂĽgen ein notwendiges Versehen aus Notwehr, Mord an Zivilisten „Kollateralschäden“, innere KriegfĂĽhrung und Freiheitsberaubung durch den Staat „Gefahrenabwehr“. Da konnte man halt nix machen, so als Linker, gell. Ausser natĂĽrlich dummquatschen und dem Imperialismus durch Kollaboration („Friedenseinsätze, UN blabla, Bin Laden will uns alle töten“) den RĂĽcken freihalten. Jetzt wacht das ganze feige Pack auf, was eine Million Tote allein im Irak geduldet und jede Dummquatscherei der Geheimdienste willig geschluckt hat, und fängt an rumzujammern. Toll.

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ARD manipuliert Bericht ĂĽber deutsches Massaker und zieht Vergleich zwischen Isaf-Spitze und "militantem Islamismus"

Luftangriff in Afghanistan: Wie die ARD eine Zustimmung von Afghanen an einem Massaker an Afghanen zurecht log und einen Vergleich zwischen Isaf und Taliban zieht. Am frühen Freitag morgen wurden durch einen vom deutschen Militärkommando in Kunduz befohlenen Luftangriff auf zwei Tanklaster inmitten einer Menschenmenge der Nato zufolge 125 Menschen umgebracht. Dieses Kriegsverbrechen, dieser gezielte Massenmord des deutschen Militärs, der mit Lügen und Nebelkerzen des Militäroberkommandos und seiner Regierung einher ging, setzte eine weitere hässliche Seiten des Krieges frei: Manipulation der Bevölkerung durch staatlich kontrollierte Informationsmedien.

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Ein Kriegsverbrechen, schon warnt Gysi wieder vor Bin Laden

Nach Lafontaine nun Gysi: Kriegsalibis und PropagandalĂĽgen der „Linken“-Chefs mit System. Nach dem Massenmord an 120 Menschen durch einen in der Nacht zu Freitag vom deutschen Militärkommando in Kunduz befohlenen Luftangriff auf zwei Tanklaster inmitten einer Menschenmenge, reagierte der Vorsitzende der Partei „Die Linke“, Oskar Lafontaine, in bester pazifistischer, linker, emanzipatorischer und sozialistischer Tradition: er warnte vor „Terror“ von Afghanen in Deutschland (1).

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