Revanche-Piraterie im Persischen Golf: Irans Regierung spielt der internationalen Kriegslobby direkt in die HĂ€nde

Die Idee zur Kaperung des unter britischer Flagge fahrenden Tankers „Stena Impero“ durch die iranischen „Revolutionsgarden“ könnte von U.S.-Kriegslobbyist John Bolton selbst sein. Der Iran spielt mit diesem Akt der Piraterie, wieder einmal, direkt den rechtsextremen VerrĂŒckten in der internationalen Kriegslobby in die HĂ€nde, vorneweg denen in der U.S.-Regierung und in der in Israel immer noch herrschenden Gang von Benjamin Netanyahu.

Die Kaperung geschieht auch noch mit Ansage, nachdem die von der britischen konservativen Basis mĂŒhevoll aus dem Amt gekratzte britische Regierung von Theresa „May-hem“ May und Außenminister Jeremy Hunt bereits angekĂŒndigt hatte, der Iran werde aller Wahrscheinlichkeit demnĂ€chst einen britischen Tanker kapern und „prĂ€ventiv“ die Verlegung zusĂ€tzlicher MarinestreitkrĂ€fte in den Golf verkĂŒndet hatte. Zudem erfolgt die heutige Piraterie der iranischen Seite gegen die „Stena Impero“ am selben Tag, an dem wiederum die britische Kolonie Gibraltar eine weitere VerlĂ€ngerung der Festsetzung des von britischen MarinestreitkrĂ€ften gekaperten Tankers „Grace 1“ verkĂŒndet hat.

Der Iran beschĂ€digt mit dieser unter lĂ€cherlichen Ausreden erfolgten, plumpen Revanche-Piraterie u.a. auch den demnĂ€chst sein Amt antretenden Premierminister Boris Johnson und zwingt diesen förmlich an die Seite von Trump und Netanyahu. Johnsons Gegenkandidat, eben der derzeitige Außenminister Jeremy Hunt, hatte bereits verkĂŒndet, er wĂŒrde einen U.S.-gefĂŒhrten Angriffkrieg gegen den Iran unterstĂŒtzen.

Und genau um diesen seit Jahrzehnten anvisierten Angriffskrieg gegen den Iran zu fĂŒhren, stehen hier seit Monaten in Berlin die Kriegstreiber Schlange und versuchen Deutschland in eine neue „Koalition der Willigen“ zu quatschen bzw vom Bundestag Ende Oktober ein neues Mandat fĂŒr die in 2014 gegrĂŒndete internationale Kriegskoalition zu bekommen. Diese soll dann offenkundig nicht gegen den unter den Augen aller SchandmĂ€uler und LĂŒgner im geheimdienstlichen Komplex 2014 aus dem Hut gesprungenen „Islamischen Staat“, sondern gegen den islamischen Staat Iran benutzt werden. Und eine Opposition dagegen findet in der Republik nicht statt, weder außerhalb noch innerhalb des Parlaments.

Es gÀbe noch Vieles aufzuzÀhlen. Das Fazit ist immer das Gleiche:

In den Machtzentralen von Teheran, Washington, London, Moskau, Peking, Jerusalem und Berlin sitzt ein- und dasselbe Pack. Dieses spielt sich gegenseitig in die HĂ€nde um weiter oder noch mehr Krieg zu fĂŒhren und ihre imperialistischen, kapitalistischen, feudalen Machtarchitekturen stabil zu halten, gegen alle Völker und die Interessen der Menschen.

(…)

vor Tagen:

08.07.2019 Die (Internationale) Große Kriegskoalition bleibt weiter ohne Opposition
Der Bundestag steht vor der MandatsverlĂ€ngerung der Bundeswehr in der Internationalen Kriegskoalition gegen den „Islamischen Staat“, die im Irak und in Syrien Krieg fĂŒhrt. Als deren eigentliches, nĂ€chstes, langfristiges und strategisches Angriffsziel erscheint der islamische Staat Iran.