500.000 Tote in US-Kriegen im Irak, in Afghanistan und Pakistan
Ăber 60.000 US-Soldaten wurden in Konflikten getötet oder verwundet
Die Brown University hat eine neue Studie ĂŒber die Anzahl der Todesopfer in den amerikanischen Post-9/11-Kriegen im Irak, Afghanistan und Pakistan veröffentlicht. Die Studie schĂ€tzt, dass im Laufe der drei Konflikte zwischen 480.000 und 507.000 Menschen getötet wurden.
Dazu gehören TodesfĂ€lle von Kombattanten und zivile TodesfĂ€lle im Rahmen von KĂ€mpfen und Kriegsgewalt. Zivilisten machen ĂŒber die HĂ€lfte der rund 500.000 Toten aus, wobei sowohl oppositionelle KĂ€mpfer als auch von den USA unterstĂŒtzte auslĂ€ndische StreitkrĂ€fte jeweils mehr als 100.000 Todesopfer zu beklagen haben.
Dieser Bericht gibt zugegebenermaĂen dramatisch untertriebene Zahlen ĂŒber die in den Kriegen getöteten Menschen wieder, da er nur versucht, die direkt in Kriegshandlungen Getöteten zu berechnen, und nicht die massive Zahl von weiteren Zivilisten, die in der Folge von SchĂ€den an der Infrastruktur oder anderen indirekten Folgen der Kriege starben. Die Liste schlieĂt auch den US-Krieg in Syrien aus, in dem von weiteren 500.000 Toten seit 2011 die Rede ist.
Der Bericht stellt auch fest, dass ĂŒber 60.000 US-Soldaten im Laufe der Kriege entweder getötet oder verwundet wurden. Dazu gehören 6.951 US-MilitĂ€rangehörige, die seit dem 11. September im Irak und in Afghanistan getötet wurden.
Die Brown-Studie bemĂ€ngelt auch, dass die USA in den letzten 17 Jahren sehr wenig getan haben, um dem Land Transparenz ĂŒber das AusmaĂ der Konflikte zu verschaffen, und kommt zu dem Schluss, dass sie „von Regierungen behindert werden, die entschlossen sind, ein rosiges Bild von perfekter AusfĂŒhrung und Fortschritt zu zeichnen“.
Wer die vollstÀndige Studie der Brown University lesen möchte, findet hier eine PDF-Version (englisch).
Orginalartikel US Wars in Iraq, Afghanistan, and Pakistan Killed 500,000 People
Quelle: antikrieg.com
