Gewehre zu Spaten: chinesisches Heer pflanzt Wälder

Natürliche Sauerstoffspender, Luftfilter und Klimaregulator: dem grauen Smog zu Leibe rücken mit grünen Bäumen

Der grösste inländiche Feind in China ist die Verseuchung der Umwelt durch industrielle Produktionsstätten. Durch Luft-, Wasser-, und Bodenverschmutzung erkranken jährlich Millionen Menschen oder sterben an den Folgen.

Eine der sinnvollsten Entscheidungen der Regierung war es, ein grosses Regiment von Soldaten aus dem regulären Armeedienst herauszulösen und unter försterliches Kommando zu stellen. Nun sind es keine pazifistischen Beweggründe im Sinne der "Schwerter zu Pflugscharen" sondern der Raubbau an der Natur, der den dadurch in "Bedrängnis" geratenen Staat die Armee mit einer neuen Mission beauftragt: "Plant trees!" ("Pflanzt Bäume!")

Sechzigtausend Soldaten der People's Liberation Army (P.L.A.) werden zusätzlich zu der bewaffneten Polizeitruppe der Nation allein in diesem Jahr Bäume auf einer Fläche so gross wie Irland in der Provinz Hebei pflanzen, die die Hauptstadt Peking umgibt.

China will in diesem Jahr mindestens 6,66 Millionen Hektar neuen Wald anbauen. Damit bekäme der Name Volksbefreiungsarmee doch gleich einen ganz anderen Klang wenn das Wettrüsten nicht wäre.

Leider wird mit dieser Aktion nicht das Übel an der Wurzel gepackt. Im internationalen Maßstab gesehen gehört China zu den führenden Ländern, die durch Bergbau und Verkehrsprojekte gemeinsam mit global vernetzten Konsortien noch bestehende Naturlandschaften auf allen Kontinenten zerstören ohne Rücksicht auf die Proteste der lokalen Bevölkerungen.

Quelle: http://www.atimes.com/article/china-re-assigning-60000-troops-plant-trees//

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