DIE KORRUPTEN: Weinstein, Silberstein und „Black Cube“
Das in Israel basierte Spionage-Konsortium „Black Cube“ ist nicht nur in die Affäre um Hollywood-Mogul Harvey Weinstein und dessen jahrzentelangen sexuellen Machtmissbrauch gegenĂĽber KĂĽnstlerinnen, sondern auch in die Affäre um Tal Silberstein und die Manipulation der österreichischen Parlamentswahl involviert.
Wie seltsam, dass dies den ehrenwerten KollegInnen vom Journalismus bei Hofe bislang kein Ă–ffentliches Interesse wert war.
Die kommerzielle bzw kontrollierte Presse tut derzeit weltweit wieder einmal das, wofür sie bezahlt wird. Im Falle der offenkundigen Zusammenänge zwischen der Manipulation der österreichischen Parlamentswahl im Zuge der Affäre um Tal Silberstein und der Verfolgung von Opfern von Hollywood-Mogul Harvey Weinstein, scheint das verkniffenes Schweigen zu sein. Wohl auch deshalb, weil Journalisten in europäischen Demokratien offensichtlich mehr Angst vor dem Mossad und dessen assoziierten Kräften haben als selbst die israelischen Ermittlungsbehörden.
Am 14. August verhaftete in Israel die Polizei Tal Silberstein. Neben Silberstein wurde u.a. der Milliardär Benny Steinmetz festgenommen, gegen den bereits im Dezember 2016 in einem „globalen Korruptionsfall“ Hausarrest verhängt worden war. Die VorwĂĽrfe gegen Silberstein und Steinmetz reichten von Geldwäsche, Betrug, Bestechung ĂĽber Urkundenfälschung bis zu Behinderung der Justiz.
Silberstein, der im Zuge seiner internationaler Aktivitäten 2014 in Botswana in örtlichen Medien als Agent des Mossad benannt wurde, hatte bereits 1999 den Wahlkampf von Ehud Barak und der sogenannten „Arbeitspartei“ in Israel geleitet und war seit 2001 in Ă–sterreich mehr als nur Berater der Wahlkämpfe der sogenannten „Sozialdemokratischen Partei Ă–sterreichs“. Er gilt dort als der Mann, der mit seinen Methoden den „S.P.Ă–.“-Kandidaten Alfred Gusenbauer 2007 ins Kanzleramt brachte.
Wie die in Ă–sterreich von der dortigen ehrenwerten Gesellschaft geflissentlich ĂĽberlesene Online-Zeitung Ceiberweiber in mehreren Recherchen darlegte, verbinden ex-Kanzler Gusenbauer, Milliardär Steinmetz und Silberstein enge Geschäftsinteressen. U.A. war Steinmetz demnach einer der wichtigsten Geldgeber fĂĽr den österreichischen Immobilien-„Investor“ Rene Benko, welcher wiederum seit Jahren von Gusenbauer beraten wurde. Die geschäftlichen Beziehungen und Verflechtungen von Gusenbauer (immerhin Vize der sogenannten „Sozialistischen Internationale“) mit Steinmetz und Silberstein, zu denen die „S.P.Ă–.“ wohlweisslich schwieg, erstrecken sich ĂĽber mehrere Kontinente.
Als Silberstein am 17. August in Israel wegen der internationalen Korruptionsaffäre verhaftet wurde, stornierte in Ă–sterreich die „S.P.Ă–.“ von Kanzler Christian Kern blitzartig die Zusammenarbeit. Kanzler Kern leugnete anschlieĂźend, dass laufenden Wahlkampf zu den Nationalratswahlen der „S.P.Ă–.“ Slogan „Hol‘ Dir, was Dir zusteht“ federfĂĽhrend von Tal Silberstein erarbeitet worden war. „Entschuldigen Sie, aber der Mann kann kein Wort Deutsch“, so Kanzler Kern. AuĂźerdem sei Silberstein fĂĽr eine SchlĂĽsselrolle „viel zu wenig anwesend“ gewesen.
Es langte immerhin fĂĽr die Zahlung von offiziell 536.000 Euro an Silbersteins Firma „GCS International“ ab Oktober 2016 – ohne schriftlichen Vertrag. Und immerhin 106.000 Euro ĂĽber den zugesagten Betrag hinaus, fĂĽr einen offiziell unbekannten Zweck. Sogar der kreuzritterbrave „Standard“ kam ins GrĂĽbeln, wofĂĽr das ganze Geld wohl ausgegeben worden war.
Nach Silbersteins Verhaftung redete sich „S.P.Ă–.“-BundesgeschäftsfĂĽhrer und Wahlkampfleiter Georg NiedermĂĽhlbichler bezĂĽglich des ehrenwerten Beraters wie folgt heraus: Silberstein habe die Wahlkampagne beraten und
„sozialwissenschaftliche Forschung im Bereich der Meinungsumfragen betrieben.“
Wie später „Profil.at“ recherchierte, betrieb eine in Wien basierte „kleine Spezialeinheit“ aus Ă–sterreichern und Israelis „äuĂźerst klandestin“ auf Facebook sowohl eine Pro-, als auch eine Anti-Seite ĂĽber den späteren Wahlsieger der sogenannten „Ă–.V.P.“, Sebastian Kurz. Auf der Anti-Seite hieĂź es u.a. ĂĽber Kurz, dieser sei ein „Islam-Versteher“, stehe fĂĽr „ungezĂĽgelten Zuzug von Migranten und Bevorzugung von Ausländern„, etc. In einem Beitrag wurde Kurz vorgeworfen, Teil eines „dubiosen politischen Netzwerks“ des „Milliardärs George Soros“ zu sein, der als „EinflĂĽsterer“ „die Politik nach seinen Interessen“ steuere.
Hinter beiden Seiten des „Dirty Campaigning“: Tal Silberstein. Wohlgemerkt: Berater der „S.P.Ă–.“. (s. dazu: Taktik des Terrorkrieges: Wahrnehmungs-Management, Verwirrung, gelenkte Querfront)
Damit war die Silberstein-Affäre keineswegs vorbei. Im Gegenteil, sie fing erst richtig an.
Am Donnerstag, den 12. Oktober sitzt eine Journalistin von diepresse.com („Presse“), die in der Causa Tal Silberstein recherchiert hatte, in Wien im Innenministerium beim österreichischen Inlandsgeheimdienst Verfassungsschutz. In Abstimmung mit ihrer Chefredaktion erstattet sie Anzeige gegen Unbekannt, weil sie eine Observierung ihrer Person vermutet.
Die Journalistin hat nach ihrer vierstĂĽndigen Vernehmung das Protokoll noch nicht unterschrieben, da ruft schon der Chefredakteur der Kronenzeitung (krone.at), Richard Schmitt, bei „Presse“-Herausgeber Rainer Nowak an und konfrontiert diesen mit Einzelheiten aus der Vernehmung.
Noch am gleichen Tag veröffentlicht die Kronenzeitung einen Artikel, in welchem sie den Namen der „Sicherheitsfirma“ benennt, welche die Journalistin demnach beschattet hat:
„Black Cube“.
In Zeitlupe: aus dem BĂĽro des Inlandsgeheimdienstes von Ă–sterreich heraus wird am 12. Oktober in Windeseile nicht nur bei der Kronen-Zeitung kontaktiert und berichtet, was eine beschattete Journalistin beim Inlandsgeheimdienst zur Anzeige gegen Unbekannt bringt, sondern es ist dort offensichtlich bereits bekannt, wer Unbekannt ist.
Das israelische Spionage-Konsortium „Black Cube“ ist, das legen öffentlich zugängliche Informationen nahe, Ableger des weltweit größten kommerziellen bzw nichtstaatlichen Spionage-Konsortiums „Kroll Inc“.
Daraufhin passiert Folgendes: „Presse“-Chefredakteur Rainer Nowak kĂĽndigt an, mit Innenminister Wolfgang Sobotka („Ă–.V.P.“) ein ernstes Wörtchen zu reden. Man habe die Beschattung der eigenen Journalistin (durch ein einflussreiches und mit dem Mossad eng verbundenes Spionage-Konsortium) doch nicht öffentlich machen wollen! Ja Herrschaftszeiten!
Herr Novak ist nicht der Einzige, der sich ĂĽber die Veröffentlichung der Kronenzeitung mit dem Namen des Konsortiums „Black Cube“ so empört zeigt. Florian Falter vom österreichischen „Falter“ beschwert sich auf Facebook ĂĽber die Veröffentlichung der „Kronenzeitung“. Der Innenminister habe wohl seinen Laden nicht im Griff.
„Keiner von uns hat ein Interesse, dass sensible Anzeigen sofort öffentlich gemacht werden.“
Sicherlich wird im Zuge der allgemeinen Empörung, wohlweisslich ĂĽber die Veröffentlichung der Bespitzelung von Journalisten (und dann noch durch ausländische „private“ Dienste, die nehmen uns doch die Arbeitsplätze weg!), nicht nur beim Wiener Innenministerium angerufen worden sein.
Die Kronen-Zeitung jedenfalls lässt den Namen „Black Cube“ aus ihrem am 12. Oktober auf krone.at veröffentlichten Artikel unauffällig verschwinden und ändert unter gleicher URL sowohl Datum (nun der 13. Oktober), also auch Ăśberschrift und Inhaltstext.
Veni, vidi, schauen Sie selbst:
Vorher (Google Cache Eintrag):

Nachher:

Nicht nur die Frage, ob das „Black Cube“ Konsortium auch in die von „S.P.Ă–.“-Berater Tal Silberstein initiierte „äuĂźerst klandestin“ vorgehende „kleine Spezialeinheit“ involviert war, welche durch Desinformationen unter falscher Flagge immerhin die Parlamentswahl einer Demokratie beeinflusste (wenn auch eine notorisch vom Selbstmord bedrohte europäische), stellen bislang keine der lieben KollegInnen von links-rechts-oben-neben-sich.
Alle Zeitungen, alle Journalisten, egal aus welchem Bereich, scheint ebenso irgendwie entgangen zu sein, dass „Black Cube“ wie auch „Kroll Inc“ insgesamt zu der „Armee von Spionen“ von gehörte, die im Zuge einer „internationalen Kampagne“ von Hollywood Mogul Harvey Weinstein und seinem Anwalt David Boies denjenigen Journalist/innen und KĂĽnstler/innen auf den Hals gehetzt wurden, die ĂĽber Weinsteins jahrzehntelange sexuelle Ausbeutung bis hin zu Vergewaltigung der in der „Nahrungskette“ von Kapitalismus und Filmindustrie unter ihm stehenden Frauen nicht länger schweigen wollten.
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