Atomprogramm: Die Saudis schleichen sich in Südkorea ein

Die Monarchie Saudi-Arabien will die liberale neue Regierung in Seoul in ihr Atomprogramm verwickeln. Ziel ist es offensichtlich, das demokratisches Aufblühen in Südkorea zu vergiften, Spannungen und Kriegsgefahr wieder hochfahren zu lassen und die weitere Proliferation und Entwicklung von Atomwaffen zu befördern bzw vorzubereiten.

Die epischen Niederlagen der Kriegslobby in der Nordkorea Situation wollen die Herrscher der Monarchie Saudi-Arabien offenbar nicht auf dieser sitzen lassen. Jetzt wird Adel bin Muhammad Fakeih, seines Zeichens Minister für Wirtschaft und Planung seiner Majestät, nach Seoul geschickt, um Südkoreas liberale und weltweit für ihre Reformen und Friedenspolitik geschätzte neue Regierung in das saudische Atomprogramm zu verwickeln, von dem so keiner im internationalen imperialen Komplex wissen will, ob es bereits ein Atomwaffenprogramm ist und woher wohl dessen Technologie stammt.

Und dies, während sich der U.S.-Präsident Donald Trump hinsichtlich einer Entwicklung von Atomwaffen in Japan, Südkorea, Saudi-Arabien und sogar Deutschland zumindest zweideutig äußert.

Und die wirklich schlechte Nachricht: Südkoreas Minister für Minister für Handel, Industrie und Energie, Paik Un-gyu, bekundet auch noch Interesse an der Kollaboration beim "Infrastrukturaufbau für den AKW-Bau in Saudi-Arabien", wie die deutschsprachige Version des Korea Broadcasting System berichtet.

Bezeichnenderweise hatte die saudische Monarchie vor ihrem noblen Angebot an die südkoreanische Regierung (und dahinter natürlich an die entsprechenden Konsortien im Land) das Projekt nicht offiziell ausgeschrieben. Dies macht den Verdacht eines gezielt platzierten und in bekannter Manier mit Abermilliarden Petrodollars gefüllten Honigtopfs ziemlich plausibel.

Die üblichen Unverdächtigen der im Juni bei der Wahl von Moon Jae-In zum Präsidenten von Südkorea förmlich gegen die Wand geworfenen konservativen und reaktionären Parteien rufen bereits nach der südkoreanischen Atombombe oder wenigstens der Stationierung taktischer U.S.-Nuklearwaffen, was sowohl sicherheitspolitisch als auch militärisch weniger als keinen Sinn macht, sondern ledliglich eine Kriegsgefahr erhöhen und die Kriegslobby befördern würde.

Die Saudis sind bekannt dafür, dass sie überall, wo sich Demokratie, Humanismus, tatsächlicher Fortschritt und eine Alternative zu Feudalismus und Ewigem Krieg zu entwickeln "drohen", einreiten und versuchen dort alles Entsprechende zu vergiften und zersetzen.

Südkorea stellt derzeit das einzige Beispiel demokratischen Aufblühens innerhalb der U.S.-Hegemonie dar. Heute jährt sich die "Kerzenlicht Revolution" zum ersten Mal, die korrupte ex-Präsidentin sitzt in Haft, gegen den damaligen Verteidigungsminister Kim Kwan-jin und den früheren Kommandeur des Cyberkommandos, Ok Do-kyung wurden Ausreiseverbote wegen Ermittlungen bezüglich des Verdachts der Wahlbeinflussung durch Einheiten der Psychologischen Kriegführung verhängt (wir berichteten in 2013). Der frühere Geheimdienstchef Won Sei-hoon, dessen früherer Stellvertreter Lee Jong-myeong und der frühere Chef des Büros für psychologische Kriegsführung, Min Byung-joo, wurden deswegen bereits in Gerichtsverfahren verurteilt

Das ruft in der Nomenklatura des "Westens", im weltweiten imperialen Komplex und der internationalen Kriegslobby insgesamt logischerweise schlichte Angst hervor, die sich meist hinter darauf folgender Offensivstrategie, extremer Boshaftigkeit und pathologischem Zerstörungswahn verbirgt.Teil von deren Mentalität und Gepflogenheiten, die diese Kräfte gerne "Taktiken" nennen um der eigenen Verkommenheit den Anstrich irgendeines ehrenwerten Ratio zu geben, ist es, regelmäßig Gegnern die eigenen Umtriebe unterzuschieben und ihnen vorzuwerfen was man selbst ist.

Es ist nun damit zu rechnen, dass diese Kräfte entsprechend auf die demokratische Entwicklung in Südkorea antworten werden.

In Südkorea sollten hinsichtlich der atomaren Avancen der Saudis alle Alarmglocken läuten.