Bundeswehr raus aus Somalia: Saudi-Arabiens erneuten Bestechungsgelder

Fünfzig Millionen Dollar für die Beendigung der Beziehungen zwischen Iran und Somalia

Deutschlands Parlament hat im April 2014 die Vorgaben der Regierung willig abgenickt und somit den "offiziellen" jedoch nicht verfassungsmässigen Weg zur Truppenstationierung in Somalia gebahnt um mehr politischen und militärischen Einfluss in dem Land auszuüben. In einem Land, das sich weiterhin blutige Clan-Kämpfe um die Macht liefert.

Zudem operiert die Regierung in Mogadischu mit jeder ausländischen Partei, die sie mit üppigen Geldern versorgt und gehorcht dem spendabelsten Zahlmeister.

So hat die somalische Regierung genau an dem Tag, als sie vor einer Woche ihre Beziehungen zum Iran löste, eine Tranche in Höhe von fünfzig Millionen Dollar als Guthaben von der saudischen Regierung am 7.Januar 2016 erhalten. Entwicklungsgeld für das arme afrikanische Land, so die offizielle Lesart aus Riad, das im Oktober 2015 bei einem Besuch des somalischen Präsidenten Hassan Sheikh Mohamud in Riad ausgehandelt wurde.

Diese Belohnung erhielt Mogadischu nach Ausführung des angeordneten Befehls auch unmittelbar, so wie man Tiere bei einer Dressur mit einem "Zückerle" beglückt, die ihre Aufgabe zufriedenstellend erfüllt haben.

In diesem diplomatischen Zirkus ist der Einsatz von deutschem Steuergeld fehl am Platz, zumal die Finanzierungen aus dem Königshaus unter Salman bin Abdul Aziz al-Saud das Gegenteil einer friedlichen Zusammenarbeit der Staaten darstellt und darauf ausgelegt ist, noch mehr internationale Spannungen zu erzeugen.

Aus diesem und vielen weiteren Gründen hat die Bundeswehr nichts in Afrika zu suchen, nur um die Interessen der deutschen Grosskonzerne zu verteidigen und die Egos im Kanzleramt zu befriedigen.

Der Iran regierte gelassen: "Not at all, none of the countries [Somalia, Sudan, Djibouti, and Comoros] are major regional or international economic players and we shouldn’t be worried about the current situation. The countries, instead, should be worried as they need our helps and exports and Iran would face no economic challenge without them."

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Quellen:
http://www.reuters.com/article/us-somalia-saudi-iran-idUSKCN0UV0BH
http://www.tehrantimes.com/Index_view.asp?code=252257

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