U.S.-Außenminister Kerry versuchte gefälschten Drohbrief an „die Juden in Donezk“ gegen Russland zu benutzen

Propaganda-Brief an ´die Juden in Donezk´

Angeblich von ukrainischen Föderalisten verfasster Drohbrief an "die Juden in Donezk"

Der angeblich von Föderalisten in der Ukraine geschriebene Drohbrief an "die Juden in Donezk", den U.S.-Außenminister John Kerry auf der Genfer Konferenz versuchte gegen Russland zu benutzen, ist eine infame Fälschung.

Nicht zum ersten Mal verwendet der derzeitige Aussenminister der Vereinigten Staaten von Amerika gefälschtes Material um einen Krieg zu führen oder ihm die Bahn zu ebnen.  Am 31. August 2013 berichteten wir über die vergeblichen Versuche John Kerrys den U.S.-Kongress zur Zustimmung für einen Angriffskrieg gegen Syrien zu bewegen. Kerry benutzte dazu u.a. ein Foto, das einen Chemiewaffen-Angriff durch die Regierungsarmee Syriens belegen sollte. Doch es stellte sich heraus: das Foto war 2003 im von U.S.-Truppen gerade eroberten Irak entstanden.

Unbelehrbar zündelt Brandstifter Kerry nun auch in der Ukraine-Krise, abermals mit Fälschungen und Propaganda.

Diesmal diente Kerry für seine Kriegstreiberei in der Ukraine ein im von Föderalisten kontrollierten Donezk aufgetauchter Propaganda-Brief an "die Juden in Donezk", mit der Aufforderung sich registrieren zu lassen und die Besitztümer aufzulisten. Verfasst hatte den Brief dem äußeren Anschein zufolge die von "pro-Russen" ausgerufene "Volksrepublik von Donezk" und ihr Sprecher Denis Pushilin - also ausgerechnet die ukrainischen Föderalisten, die sich gegen das rechtsradikale Kiewer Putsch-Regime stellen.

Der Brief, der am 14. April, "zufällig" zwei Tage vor dem Treffen in Genf in Donezk verteilt wurde, ist eine infame Fälschung. Das hat nach den Betroffenen unter den Föderalisten auch der leitende Rabbi in Donezk, Pinchas Vishedski, bestätigt. Rabbi Vishedski, hier mit einem der verteilten Propaganda-Briefe zu sehen, dazu wörtlich:

"Ich denke, es versucht jemand in diesem Konflikt die jüdische Gemeinde als Instrument zu benutzen"

U.S.-Außenminister Kerry, der in regelmäßigen Abständen seinem rechtsradikalen Busenfreund Benjamin Netanjahu auf den Schoß springt, hatte bei den Verhandlungen zur Ukraine in Genf am Gründonnerstag versucht, den gefälschten Donezk-Brief gegen die ukrainischen Föderalisten und die Russische Föderation zu benutzen. Kerry hatt in Genf den angeblich von "pro-Russen" in der Ukraine geschriebenen Brief als "grotesk" und "mehr als inakzeptabel" bezeichnet.

Wie ist nun Kerrys Verhalten zu bewerten, immerhin Außenminister eines sowieso schon bis auf die Knochen blamierten kriegführenden Imperiums, dessen Moral weit unter allen seinen Kanonen zu finden ist?

Der Sender RT veröffentlichte heute die Erklärung von Denis Pushilin, dessen Unterschrift als Sprecher der Föderalisten in der Stadt Donezk auf dem angeblichen Flugblatt der "Volksrepublik von Donezk" abgebildet ist. Pushilin dementiert die Urheberschaft und weist darauf hin, dass sein Schriftzug durch Bildbearbeitung in das Propaganda-Werk eingefügt wurde. Zudem wurde der Stempel des ehemaligen Bürgermeisters verwendet. Auch verwendet Pushilin nicht den im Brief benutzten Begriff "Volks-Gouverneur" ("People’s Governor").

"Alles photoshopped", so Pushilin und berichtete, dass es ähnliche Drohbriefe an Geschäftsleute, ausländische Studenten und Menschen in anderen Berufen gäbe. "Die ausgerufene Volksrepublik Donezk ist multinational. Wir verstehen uns sehr gut hier mit jedem. Und es gibt keine Konflikte aus nationalen Gründen, das ist sicher", so Pushilin.

Es ist ungeheuerlich, wie John Kerry versucht das der jüdischen Bevölkerung im Zweiten Weltkrieg durch Faschisten zugefügte unermessliche Leid zu benutzen um die seit Beginn des Terrorkrieges 2001 begonnene kriegerische Expansion des U.S.-Imperiums, auch zugunsten von Faschisten in der Ukraine, weiter am Laufen zu halten.

Ergänzung 10.35 Uhr

Als sich die Fälscher gestern "rechtzeitig" zur Ukraine-Konferenz in Genf ein "Bild" machten, zeigte sich dieses sehr informativ. Drei maskierte Männer in Tarnuniformen hätten, so die rechte Kampfpresse in Deutschland, die Propaganda-Schrift in der Nähe einer Synagoge verteilt - mit "Flaggen der russischen Föderation".

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