U.N.O.-Kommission: konkrete Hinweise auf Giftgas-Einsatz in Syrien durch Rebellen

Das grosse Schweigen oder treffender bezeichnet, Dilemma Ban Ki-moon's, Generalsekretär der Organisation der Vereinten Nationen mit Sitz in New York. Es gibt da ein Problem mit der gewaltsamen Zerstörung eines Staates durch die altbekannten Lügner und Drahtzieher vor den Augen der gelähmten Weltbevölkerung des gesamten Planeten, das schleunigst zu lösen ist.

Der am Sonntag, den 5.Mai 2013 veröffentlichte Zwischenbericht der Sonderkommission zur Untersuchung der Menschenrechtslage in Syrien dürfte gewissen Regierungen einschliesslich dem Kabinett in Berlin nicht ins verbreitete Geschichtsbild passen.

Washington, was nun? Die vielbeschworene "Rote Linie" ist überschritten worden, die Präsident Barack Obama als Grund für eine militärische Intervention und Unterstützung einer offenen Bewaffnung der paramilitärischen Milizenrebellen genannt hat, die mit Milliarden von Dollar, Waffen und technologischer Ausrüstung einen Stellvertreterkrieg durchführen.

Carla del Ponte, ehemalige Bundesanwältin in der Schweiz und Chefanklägerin der U.N.O.-Kriegsverbrechertribunale für Jugoslawien gab gestern im Tessiner Fernsehen RSI eine Erklärung zu den vorläufigen Ergebnissen ab, die nach dem Bombardement der israelischen Luftwaffe auf Ziele in Damaskus und im Libanon höchste Zeit ist um den ausser Rand und Band geratenen Kriegsapparat Knüppel zwischen die Räder zu werfen.

Die Mitarbeiter der Untersuchungskommission haben Ärzte, Krankenhauspersonal und Flüchtlinge nach der Art der Verletzungen und medizinischen Behandlung befragt. Die Zeugenaussagen ergaben, dass der dringende Verdacht besteht, dass der verbotene Kampfstoff Sarin, ein Nervengas, eingesetzt wurde. Im vergangenen Dezember wurde in Holms und im März diesen Jahres in Aleppo und Damaskus Nervengas versprüht.

"Nicht von der Regierung, aber von der Opposition", so del Ponte.

Es wurden keine Indizien geschweige denn Beweise gefunden, dass die syrische Armee gegen ihre eigene Bevölkerung oder die Invasoren mit chemischen Mitteln vorgeht.

Der U.N.O.-Menschenrechtsrat hat seine Tätigkeit nicht beendet sondern wird weitere Zeugen und Opfer dieses Krieges gegen die Bevölkerung Syriens suchen.

Es gibt noch eine zweite Überprüfung durch Experten, die vom U.N.O.-Generalsekretär Ban Ki-moon veranlasst wurde aber auf unerklärliche Weise ins Stocken geraten ist.

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Womit wir zum Bundesnachrichtendienst kommen.

Genau der Denkpanzer (“think tank”) der Bundesregierung namens “Stiftung Wissenschaft und Politik”, dessen Leiter der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik Markus Kaim es für “denkbar, aber nicht bewiesen” hält dass die U.S.-Regierung Informationen über die Standorte von Chemiewaffen in Syrien an die “Rebellen” weiter gibt, organisierte nach öffentlich vorliegenden Informationen zusammen mit dem “United States Institute of Peace” und Geldern der Außenministerien in Washington und Berlin seit Januar Geheimtreffen von vermeintlichen syrischen “Oppositionellen” in Berlin, darunter Mitglieder der Invasionsstreitkräfte unter dem Label “Freie Syrische Armee”, Muslimbrüder und “säkulare Nationalisten”.

Quellen:
http://rt.com/news/un-syria-rebels-chemic-alweapons-854/
http://www.swissinfo.ch/ger/news/newsticker/international/Del_Ponte:_UNO_hat_Hinweise_auf_Giftgas-Einsatz_durch_Rebellen.html