Irak nach zehn Jahren
19. MĂ€rz 2013. Heute vor zehn Jahren marschierte das Bush-Regime in den Irak ein. Es ist bekannt, dass die Rechtfertigung fĂŒr diese Invasion ein Paket von LĂŒgen war, fabriziert vom neokonservativen Bush-Regime, um die Vereinten Nationen und das amerikanische Volk zu tĂ€uschen.
Der AuĂenminister der Vereinigten Staaten von Amerika, General Colin Powell, hat sein Bedauern darĂŒber ausgedrĂŒckt, dass er vom Bush-Regime benĂŒtzt wurde, um die UNO mit gefĂ€lschtem Geheimdienstmaterial zu tĂ€uschen, von dem Bush und Blair wussten, dass es gefĂ€lscht war. Die jĂ€mmerlichen Medienhuren haben sich beim amerikanischen Volk jedenfalls nicht dafĂŒr entschuldigt, dass sie dem korrupten Bush-Regime als Propaganda- und LĂŒgenministerium gedient haben.
Es ist schwer zu unterscheiden, wer am meisten zu verachten ist, das korrupte Bush-Regime, die Medienhuren, die es ermöglicht haben, oder das korrupte Obama-Regime, das sich weigert, das Bush-Regime wegen dessen eindeutiger Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika, Verbrechen gegen kodifiziertes Recht der Vereinigten Staaten von Amerika und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu verfolgen.
In seinem Buch Cultures of War (Kriegskulturen) beobachtet der geachtete Historiker John W. Dower, dass die konkreten Kriegshandlungen, die die Japaner im 20. Jahrhundert und die imperiale PrĂ€sidentschaft Bushs im 21. Jahrhundert entfesselt haben, âzu vergleichender Analyse offener Kriegsverbrechen wie Folter und anderer Ăbertretungen einladen. Die schwarzen Taten des kaiserlichen Japan haben einen unauslöschlichen Schmutzfleck auf der Ehre und dem guten Namen des Landes hinterlassen, und man wird sehen, wie anhaltend der Schaden fĂŒr die Reputation Amerikas sein wird. In dieser Beziehung können sich die Kriegsplaner der Bush-Administration glĂŒcklich schĂ€tzen, dass sie einer formalen und ernsthaften Untersuchung entgangen sind, die nur entfernt vergleichbar wĂ€re mit dem, was die Alliierten MĂ€chte gegenĂŒber Japan und Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg betrieben haben.â
Dower zitiert Arthur Schlesinger Jr.: âDer PrĂ€sident [Bush] betreibt eine Politik der âvorauseilenden Selbstverteidigungâ, die beunruhigend Ă€hnlich ist der Politik, die das kaiserliche Japan in Pearl Harbour zu einem Zeitpunkt betrieb, der, wie ein ehemaliger amerikanischer PrĂ€sident sagte, in Schande lebt. Franklin D. Roosevelt hatte recht, aber heute sind es wir Amerikaner, die in Schande leben.â
Die Amerikaner bezahlten eine enorme Summe Geld fĂŒr die Schande, in Ehrlosigkeit zu leben. Joseph Stiglitz und Linda Bilmes berechneten, dass der Krieg gegen den Irak die Steuerzahler der Vereinigten Staaten von Amerika $3.000 Milliarden kostete. Diese SchĂ€tzung könnte sich als optimistisch erweisen. Die jĂŒngste Studie kommt zum Schluss, dass der Krieg die Steuerzahler der Vereinigten Staaten von Amerika letzten Endes doppelt so viel kosten könnte.
Um fĂŒr die Profite zu bezahlen, die in die Taschen des MilitĂ€r/Sicherheits-Komplexes der Vereinigten Staaten von Amerika geflossen sind und von dort in die politischen Spendenkassen, laufen die Amerikaner Gefahr, das Sozialversicherungssystem, Medicare und die soziale KohĂ€sion zu verlieren, die das System der sozialen Wohlfahrt gewĂ€hrleistet.
Die menschlichen Kosten von Amerikas Infamie sind auĂerordentlich: 4,5 Millionen vertriebene Iraker, ca. eine Million tote Zivilisten, die Witwen und Waisen hinterlassen, eine Klasse der höheren BerufsstĂ€nde, die das Land verlassen hat, eine Infrastruktur in TrĂŒmmern und eine soziale KohĂ€sion, die durch den Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten zerstört wurde, der entzĂŒndet wurde durch Washingtons Vernichtung der Regierung Saddam Husseins.
Es ist ein kranker Scherz, dass die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika dem Irak Freiheit und Demokratie gebracht hat. Was die Washingtoner Kriegsverbrecher brachten, war Tod und die Zerstörung eines Landes.
Die Bevölkerung der Vereinigten Staaten von Amerika scheint gröĂtenteils sehr angetan zu sein von der unbegrĂŒndeten Zerstörung des Irak und all dem, was diese mit einschlieĂt: Kinder ohne Eltern, Frauen ohne EhemĂ€nner, Geburtsdefekte durch âabgereichertesâ Uran, unsicheres Wasser, ein Land ohne Hoffnung, verstrickt in gewalttĂ€tige SektenkĂ€mpfe.
Washingtons Handlangerstaaten im Vereinigten Königreich, in Europa, im Mittleren Osten und Japan scheinen gleichermaĂen erfreut zu sein ĂŒber den Sieg â ĂŒber was? Welche Drohung hat der Sieg ausgeschaltet? Es gab keine Bedrohung. Waffen der Massenvernichtung war ein Propagandaschwindel. Wolkenpilze ĂŒber amerikanischen StĂ€dten war Fantasiepropaganda. Wie ignorant mĂŒssen Bevölkerungen sein, um einer dermaĂen durchsichtigen Propaganda auf den Leim zu gehen? Gibt es keine Intelligenz in der westlichen Welt und ihren Handlangerstaaten?
Auf einer Konferenz vor kurzem waren die Neokonservativen, die verantwortlich sind fĂŒr die Tode und ruinierten Leben von Millionen Menschen und die Billionen Dollars, die ihre Kriege auf die Schulden der Vereinigten Staaten von Amerika hĂ€uften, reuelos und voller Selbstrechtfertigung. WĂ€hrend Washington im Ausland nach Bösem Ausschau hĂ€lt, das beseitigt werden muss, befindet sich der Hauptsitz des Bösen in Washington selbst.
Die amerikanischen Kriegsverbrecher kommen unbehelligt davon. Sie bekommen groĂe Geldsummen fĂŒr Reden darĂŒber, wie die Amerikaner der Welt Freiheit und Demokratie bringen, indem sie einmarschieren, bombardieren und Menschen umbringen. Das Kriegsverbrechertribunal hat keine Haftbefehle ausgestellt. Das AuĂenministerium der Vereinigten Staaten von Amerika, das noch immer Nazis jagt, hat die amerikanischen nicht entfĂŒhrt und nach Den Haag geschickt, damit sie dort verurteilt werden.
Die Amerikaner, die zum Handkuss gekommen sind, sind die 4.801 Soldaten, die ihr Leben verloren haben, die Tausenden Soldaten, die GliedmaĂen verloren haben und unter anderen chronischen Defekten leiden, die Zehntausenden, die unter posttraumatischem Stress leiden und unter den Gewissensbissen, unschuldige Menschen getötet zu haben, die Familien und Freunde von amerikanischen Soldaten und die zerbrochenen Ehen und durch den Kriegsstress begrĂŒndeten Kinder mit nur einem Elternteil.
Andere Amerikaner haben an der Heimatfront gelitten. Diejenigen, deren moralisches Gewissen sie dazu trieb, gegen den Krieg zu protestieren, wurden von der Polizei geschlagen und misshandelt, schikaniert und gegen sie vom FBI ermittelt, und sie wurden auf Flugverbotslisten gesetzt. Gegen einige könnte wirklich Anklage erhoben werden. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben den Punkt erreicht, wo jeder BĂŒrger, der ein moralisches Gewissen hat, ein Staatsfeind ist. Die Verfolgung von Bradley Manning beweist diese Wahrheit.
Man könnte argumentieren, dass der Vergleich des Historikers zwischen dem Bush-Regime und japanischen Kriegsverbrechern nicht weit genug geht. Mit kommendem 7. Oktober wird Washington in Afghanistan 12 Jahre lang Menschen, hauptsĂ€chlich Frauen, Kinder und alte Menschen in Afghanistan getötet haben. Niemand weiĂ, warum Amerika eine derartige Zerstörung ĂŒber das afghanische Volk gebracht hat. Zuerst die Sowjets, dann die Amerikaner. Was ist der Unterschied? Als Obama PrĂ€sident wurde, gab er zu, dass niemand wisse, welches Ziel die Vereinigten Staaten von Amerika in Afghanistan verfolgen. Wir wissen es immer noch nicht. Die beste Annahme ist Profite fĂŒr die RĂŒstungsindustrie der Vereinigten Staaten von Amerika, Macht fĂŒr die Heimatlandsicherheits-Industrie und ein Polizeistaat fĂŒr die unbekĂŒmmerte Bevölkerung der Vereinigten Staaten von Amerika.
Washington hat Libyen in Ruinen und inneren Konflikt gestĂŒrzt. Es gibt dort keine Regierung, aber es ist kein libertĂ€res Nirwana.
Die unablĂ€ssigen verbrecherischen Drohnenattacken gegen pakistanische Zivilisten radikalisieren Menschen in Pakistan und provozieren BĂŒrgerkrieg gegen die pakistanische Regierung, die in der Tasche Washingtons steckt und die Ermordung ihrer BĂŒrger durch Washington zulĂ€sst im Austausch gegen Washingtons GeldĂŒberweisungen an die politischen Eliten, die ihr Land an Washington verkauft haben.
Washington hat Syrien destabilisiert und den Frieden zerstört, den die Familie Assad den islamischen Sekten auferlegt hat. Es sieht so aus, als wenn Syrien bevorsteht, in TrĂŒmmer gelegt und permanenter Gewalt ausgeliefert zu werden wie Libyen und der Irak.
Washington ist damit beschÀftigt, Menschen in Jemen zu töten.
Wie das Video, das Bradley Manning an WikiLeaks weitergeleitet hat, zeigt, kĂŒmmern sich einige Soldaten der Vereinigten Staaten von Amerika nicht darum, wen sie töten â Journalisten und Zivilisten, die friedlich auf einer StraĂe gehen, einen Vater und seine Kinder, die stehen bleiben, um den Verletzten zu helfen. So lange nur irgendwer getötet wird, spielt keine Rolle wer.
Töten ist siegen.
Die Vereinigten Staaten von Amerika sind in Somalia einmarschiert, haben ihre französischen HiWis militĂ€risch in Mali im Einsatz, und vielleicht schon den Sudan im Fadenkreuz fĂŒr den Einsatz von Drohnen und Raketen.
Iran und Libanon sind vorgesehen als nÀchste Opfer der Aggression Washingtons.
Washington schĂŒtzt die israelische Aggression gegen die West Bank, Gaza und Libanon vor Kritik der UNO und vor Sanktionen. Washington hat Menschen verhaftet und eingesperrt, die Hilfe fĂŒr die palĂ€stinensischen Kinder geschickt haben. Gaza, so erklĂ€rt Washington, das sich selbst als einzige Quelle der Wahrheit betrachtet, wird beherrscht von Hamas, einer terroristischen Organisation laut Washington. Damit wird jede Hilfe fĂŒr Gaza zur UnterstĂŒtzung des Terrorismus. Hilfe fĂŒr hungernde und kranke palĂ€stinensische Kinder ist UnterstĂŒtzung des Terrorismus. Das ist die Logik eines unmenschlichen Kriegsverbrecherstaates.
Was hat es mit dieser Aggression gegen Moslems auf sich?
Die Sowjetunion brach zusammen und Washington brauchte einen neuen Feind, um dem MilitĂ€r/Sicherheitskomplex der Vereinigten Staaten von Amerika Macht und Profite zu erhalten. Die Neokonservativen, die das Bush-Regime völlig in der Hand hatten und wohl auch das Obama-Regime dominieren, erklĂ€rten die Moslems im Mittleren Osten zum Feind. Gegen diesen âFeindâ entfesselten die Vereinigten Staaten von Amerika Angriffskriege, die Kriegsverbrechen darstellen gemÀà dem von den Vereinigten Staaten von Amerika eingefĂŒhrten NĂŒrnberger Standard, der gegen die im Zweiten Weltkrieg besiegten Deutschen zur Anwendung kam.
Durch seine unbegrĂŒndete Ermordung von Moslems in sieben oder acht LĂ€ndern hat Washington eine Reaktion bei den Moslems hervorgerufen: bitteren Hass auf die Vereinigten Staaten von Amerika. Diese Reaktion wird von Washington als âTerrorismusâ bezeichnet, und der Krieg gegen den Terrorismus dient als Quelle endloser Profite fĂŒr den MilitĂ€rkomplex und fĂŒr einen Polizeistaat, der die Amerikaner vor Terrorismus âbeschĂŒtzt,â aber nicht vor dem Terrorismus ihrer eigenen Regierung.
Der GroĂteil der amerikanischen Bevölkerung ist zu desinformiert, um das zu begreifen, und die wenigen, die verstehen und versuchen, andere zu warnen, werden ruhiggestellt werden. Das 21. Jahrhundert wird eines der schlimmsten Jahrhunderte in der Geschichte der Menschheit werden. Ăberall in der westlichen Welt stirbt die Freiheit.
Das Erbe des âKriegs gegen den Terrorâ ist der Tod der Freiheit.
Orginalartikel Iraq After Ten Years vom 18. MĂ€rz 2013
