Birgitta Jonsdottir plant Reise in die U.S.A.

Birgitta Jonsdottir, Mitglied des isländischen Parlaments wird im Frühjahr zur Unterstützung von Bradley Manning in die Vereinigten Staaten von Amerika reisen.

Der Termin ist so gewählt, dass die Abgeordnete am 5.April 2013, dem dritten Jahrestag der Veröffentlichung des Irak-Videos "Collateral Murder" mit den Aufnahmen von einem US-Luftangriff mit einem Apache-Helicopter in Bagdad am 12. Juli 2007, zusammenfällt. Jonsdottir sagte zu ihrem Entschluss:

"Ich will nicht im Verborgenen leben. Ich glaube nicht, dass ich etwas Illegales getan habe oder dass ich ein Feind des U.S.-Staates bin, aber wenn sie denken, dass ich ein Verbrechen begangen habe, dann möchte ich es wissen."

Jonsdottir plant, in den Städten New York und Los Angeles Fotografien aus dem Video in Ausstellungen zu zeigen. Damit möchte die Abgeordnete aus Island vor der Gerichtsverhandlung von Bradley Manning die Öffentlichkeit sensibilisieren und um Unterstützung werben.

"Es ist zutiefst beunruhigend für mich, dass er der einzige ist der unter den Folgen leiden wird - keiner der Verantwortlichen für die Kriegsverbrechen in dem Video wurden zur Rechenschaft gezogen"

erlärte Jonsdottir, Vorsitzende der isländischen Piratenpartei Píratar, die vor drei Jahren das WikiLeaks zugespielte Video veröffentlicht hatte.

Auf Jonsdottirs Blog veröffentlichte die Isländerin am 1.Januar 2013 Fotos der Hinrichtung der Zivilisten durch die Besatzung des Helikopters der U.S. Army aus dem Video.

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der Whistleblower der Pentagon Papers Daniel Ellsberg, Professor Noam Chomsky vom Massachusetts Institute of Technology, die isländische Parlamentarierin Birgitta Jonsdottir, Kai Wargalla, ein Veranstalter von OccupyLondon und Alexa O’Brien, eine der Organisatoren der New Yorker Aktivistengruppe US Day of Rage.

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Quelle: http://rt.com/news/iceland-mp-us-visit-collateral-murder-968/

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