„clearing operation“ der ISAF zerstörte Schule in Afghanistan

Militär, Krieg

In der nordafghanischen Provinz Baghlan haben US-Jagdbomber auf der Jagd aus der Luft nach Aufständigen ohne Rücksicht auf Verluste zivile bewohnte Gebiete ohne Skrupel mit Raketen beschossen.

Dabei wurde am 13.Dezember 2010 eine Schule vollständig zerstört. Zum Glück für die Anwohner gab es keine Opfer unter den Schülern und Lehrern. Ria Novosti berichtete am heutigen späten Vormittag unter Berufung auf die afghanische Nachrichtenagentur Pajhwok, dass nach Angaben von Augenzeugen im Lyzeum alle Lehrräume, die Bibliothek und ein Labor völlig zerstört worden sind und zitierte den Direktor des Lyzeums: "Der NATO-Fehlschlag hat 1900 Schülern den Zugang zu Kenntnissen genommen." (1)

Um den "versehentlichen" Angriff zu entschuldigen, behauptete der Gouverneur der Provinz, Munshi Abdul Majeed gegenüber der Presse, dass bei diesem Angriff angeblich dreissig "Taliban" getötet worden sind, was jedoch bisher nicht bewiesen worden ist. (2) Laut Ria Novosti haben die NATO-Raketen die drei nahe liegenden Wohnhäuser zerstört. Eine Frau und ein Kind wurden verletzt.

Afghanische Soldaten und Polizisten hätten nach dieser Säuberungsaktion in dem Dorf Ahmadzai bei Danah-e-Ghori Kämpfe mit Militanten ausgefochten, um die Gegend zu "reinigen". Unter den afghanischen oder NATO-Truppen wurden keine Opfer gemeldet, hiess es bei RTT News. (1)

Die Provinz Baghlan ist Operationsgebiet der Bundeswehr und seit Monaten werden dort Sondereinsatzkommandos unter ISAF-Oberbefehl zur "Befriedung der Region" eingesetzt, die jede Rückendeckung nach den neuesten Umfragen unter der einheimischen Bevölkerung für die NATO-Besatzer in diesem Krieg ablehnt.

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Einer der am 15.April bei dem Angriff bei Baghlan auf die Bundeswehr schwer verletzten Soldaten stammt aus dem kleinen Dorf Peuschen im Saale-Orla-Kreis in Thüringen. Er befindet sich nach Angaben eines Heeressprechers des Verteidigungsministers zufolge in kritischem Zustand im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz, schrieb am 23.April die Ostthüringer Zeitung in ihrer Druckausgabe.

Die Zeitung berichtete fast entschuldigend, dass das Geschehen in Afghanistan im Dorf vor allem hinter “vorgehaltener Hand kommentiert” würde.

Quellen:
(1) http://de.rian.ru/politics/20101215/257894448.html
(2) http://www.rttnews.com/Content/GeneralNews.aspx?Id=1506099&SM=1

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