Iran und Indien verhandeln zu Ölgeschäft

Während die USA den Iran mit Sanktionen zu schwächen versuchen und die EU gehorsam freundlich mit dem Schwanz wedelnd mit heraushängender Zunge hinterher japst wie ein gut abgerichteter Köter, schert sich der gute US-Verbündete Indien nicht darum - das grün-weiss-rot gestreifte Hemd ist eben näher als die schmierige, blutbefleckte Teerjacke namens Union Jack.

Der indische Premierminister Manmohan Singh drängte am 1.November angesichts des dramatischen Anstiegs bei der Nachfrage nach Öl die indischen Ölgesellschaften, Lieferungen aus Übersee sicherzustellen, dafür gibt es sogar Fördergelder.

"In Indien wird sich die Nachfrage in den nächsten 10 Jahren um rund 40 Prozent erhöhen, während die Zunahme des Angebots aus der erwarteten Förderung der Ölfelder nur rund 12 Prozent sein wird.

Die indische Regierung fördert nationale Ölgesellschaften, die Öl- und Gasgeschäfte in Übersee verfolgen ... Aus diesen Gründen wollen wir starke wirtschaftliche Partnerschaften mit anderen Ländern und ihrer Öl- und Gasindustrie zum gegenseitigen Nutzen miteinander aufbauen." sagte Singh.

Im September hatte die indische Regierung ihre Bereitschaft ausgedrückt, endgültig die Verhandlungen über eine Seepipeline für den Import von Erdgas mit dem Iran wieder aufzunehmen.

Eine Gruppe der National Iranian Oil Company sagte laut PressTV, dass die Unterzeichnung eines Abkommens mit indischen Firmen für die Entwicklung der 12. Phase des iranischen South Pars Feldes erwartet wird.

Der Geschäftsführer der Firma Petropars, Gholam-Reza Manouchehri, sagte: "er hoffe, dass die indische Seite eine endgültige Entscheidung über die Angelegenheit bald treffen werde."

"Wir haben den Vorschlag der indischen Seite. Wir hoffen, dass sie den Deal in zwei Monaten abschliessen", sagte Manouchehri am Rande der Petrotechnischen Energiekonferenz.

Währenddessen verpassen die Vereinigten Staaten durch ihr Stolpern beim Hinterherjagen ihrer Fantompakete den Anschluss an den Zug der Zeit, der längst für sie abgefahren ist und ihnen von weitem nur noch die roten Schlusslichter des letzten Waggons zeigt.

Niemand in der amerikanischen Regierung war gewillt, die letzte Aufforderung des Pfiffs des Schaffners zum Einsteigen zu hören, da im Weissen Haus lauter numbskulls (deutsch: taube Nüsse) das Sagen haben. Aber nicht nur dort war die Nussernte so schlecht...

Nun, vielleicht schaffen sie den Anschluss auf diese Weise doch noch:

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Quelle: http://www.presstv.ir/detail/149249.html

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