Erfolgreiches Cheonan-Schiffe-Versenken-Spielen für die USA

Militär, Krieg

Grosse Erleichterung in der US-Regierung: Japan verlängert Vertrag für den Militärstützpunkt Futenma - der Untergang der Cheonan, der sich einen Monat vor den Massenprotesten von hunderttausend Menschen gegen die US-Militärs auf Okinawa ereignete, erweisst sich als sehr nützlich - Pressekonferenz des nationalen Verteidigungsausschusses der Volksrepublik Nordkorea zum Untergang der Cheonan

In einer gemeinsamen Erklärung der Aussen- und Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten von Amerika und Japan wurde am 28.Mai bekanntgegeben, dass der US-amerikanische Militärstützpunkt Futenma innerhalb der Präfektur Okinawa weiterhin betrieben werden darf. (Grafik: Die eigene Flotte ist bereits beschädigt, Actam/ Wikipedia)

Die japanische Regierung hat ihr gegebenes Wahlversprechen gebrochen, einer Verlängerung des Vertrages nicht zuzustimmen. Der Luftwaffenstützpunkt soll auf der Insel in den Raum von Nago in ein Naturschutzgebiet umziehen. Die Bevölkerung und Behörden von Okinawa wurden dazu nicht gefragt. Der Gouverneur von Okinawa, Hirokadsu Nakaima, bezeichnete die Realisierung dieses Plans als äusserst kompliziert, weil das Projekt „den Willen der dortigen Einwohner ignoriert". Der Oberbürgermeister von Nago, Sushimu Inamine, erklärte seinerseits, dass er sich weigert mit der Regierung Japans zu diesem Thema zu verhandeln. (1)

Nordkorea beschuldigte die Vereinigten Staaten von Amerika, die Cheonan unter anderem zu diesem Zweck selbst heimlich versenkt zu haben, um der Regierung in Japan die Entscheidung zur Verlängerung des Mietvertrages zu erleichtern und kritische Stimmen der Bürger zu beschwichtigen, da es bei diesem "kreuzgefährlichen Schurkenstaat" Nordkorea vor der Haustür sehr beruhigend ist, die amerikanischen Freunde bei sich zu haben, falls man in Pnöngjang auf die Idee kommen würde, das Land anzugreifen. (2)

Der nationale Verteidigungsausschuss Nordkoreas hat die Verantwortung für den Torpedoangriff auf ein südkoreanisches Kriegsschiff auf einer Pressekonferenz zurückgewiesen, die im staatlichen Fernsehen am 28.Mai ausgestrahlt wurde.
Der Chef der Politischen Abteilung des Verteidigungsausschusses, General Pak Rim Su sagte, dass Nordkorea gar kein Mini-U-Boot der Klasse "Salmon", das den Torpedo laut einer internationalen Ermittlungskommission auf die "Cheonan" abgefeuert haben soll, besitzen würde.

"Wir haben nichts, was einem 130-Tonnen-U-Boot vom Typ Salmon ähnelt."

Senior Colonel des KPA, Ri Son Gwon, hat die Seriennummer des angeblich nordkoreanischen Torpedos als "Fälschung" bezeichnete. Zum einen trügen nordkoreanische Torpedos keine handschriftliche, sondern eine maschinelle Seriennummer. Zum anderen werde die Bezeichnung "Nummer 1" nur im Sport verwendet, hiess es nach Angaben des Kölner Stadtanzeigers am 29.Mai. (3)

Inhalt der gesamten Erklärung der Pressekonferenz des nationalen Verteidigungsausschusses der Volksrepublik Nordkorea zu den Vorgängen im gelben Meer und die anschliessende Bergung und unabhängige Untersuchung

Nordkorea betonte auch, dass China sich verdammt schlecht fühlen soll, Beziehungen mit ihnen zu unterhalten und wenn es um Sanktionen im UN-Sicherheitsrat geht, mit seiner dortigen Stimme beeinflusst werden soll.

Die nordkoreanische Regierung hat nicht so sehr unrecht mit ihrer Vermutung, denn der Untergang des südkoreanischen Kriegsschiffes wurde Anfang der Woche von der US-Aussenministerin Hillary Clinton während ihrer strategischen und wirtschaftlichen Mission in Peking als "überwältigend klar, dass Nordkorea schuld war"-Druckmittel eingesetzt und sie ritt immer wieder auf diesem Thema herum (4):

"Actually the provocation of North Korea has strengthened strategic presence of the United States in the Korean peninsula."

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23.04.2010 US-Verteidigungsministerium sperrt am Sonntag Militärs in ihre Lager auf Okiwana ein

Die bei der Bevölkerung unbeliebten US-Marines sollen sich möglichst unsichtbar machen.

Das US-Verteidigungsministerium hat an das Personal und dessen Familien des US-Militärstützpunktes Kadena Air Base auf Okinawa die Empfehlung herausgegeben, sich am kommenden Sonntag, den 25.April, den Blicken der Bewohner und Besucher der japanischen Insel zu entziehen, um diese nicht durch ihren unzumutbaren Anblick zu reizen und dadurch Zwischenfälle zu vermeiden.

Am Sonntag werden einhunderttausend Menschen zu einer von der Präfektur unterstützten Protestkundgebung gegen das US-Militär auf der Insel in dem Dorf Yomitan von den Veranstaltern erwartet. Die Kundgebung beginnt um 15.00 Uhr in einem Sportkomplex. Unter den Referenten werden sich auch Beamte und Regierungsmitglieder befinden,

Quellen:
(1) http://german.ruvr.ru/2010/05/28/8642115.html
(2) http://alertnet.org/thenews/newsdesk/TOE64S006.htm
(3) http://www.ksta.de/html/artikel/1275047864049.shtml
(4) http://nation.ittefaq.com/issues/2010/05/30/news0920.htm