George W. Bush wieder salonfähig durch Präsident Barack Obama

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Der US-Präsident holt seinen Vorgänger an das Licht der Öffentlichkeit mit Benefiz-Aktion und nutzt dazu das Unglück in Haiti - Obama braucht weitere zusätzliche 33 Milliarden Dollar für Militär

Der ehemalige US-Präsident George W. Bush erhält seinen ersten öffentlichen Auftritt seit dem Präsidentenwechsel vor einem Jahr.

Makabererweise tritt er ins Licht der Öffentlichkeit zurück, indem er nach dem furchtbaren Erdbeben in Haiti die Leitung der Hilfsmassnahmen der Vereinigten Staaten übernehmen soll, sozusagen als Ehrenpräsident. Einhundert Millionen Dollar sollen dem Land durch die US-Regierung zur Verfügung gestellt werden.

Ein Mann, der Millionen Menschen mit seinen Entscheidungen zu Krieg und Interventionen in anderen Ländern den Tod brachte - sein "Ansehen" in der Weltöffentlichkeit ist noch zu gut in Erinnerung.

Obama beweist mit seiner Wahl kein Einfühlungsvermögen und Weitsicht zu den Problemen dieser Welt. Darüber kann auch nicht hinweggetäuscht werden, dass das eine gute alte US-Tradition sein sollte, denn die Medien erwähnen gleichzeitig, dass Bill Clinton und Bush's Vater, der frühere Präsident George H.W. Bush, die internationalen Hilfsmassnahmen für den Wiederaufbau nach dem Tsunami 2004 in Südasien zu koordinieren halfen.

Nach einer informierten Quelle hiess es, Obama hätte am Mittwoch Abend per Telefon mit Bush telefoniert und ihn gebeten, zu helfen, teilte Reuters heute mit. (1)

Die Persönlichkeit George W. Bush gibt der Hilfsmassnahme der USA für Haiti sofort einen bitteren Beigeschmack.

In den USA laufen Bemühungen, den ehemaligen US-Präsidenten wegen Kriegsverbrechen zu verklagen. George W. Bush liess im Jahr 2003 das US-Militär unter falschen Vorwänden, dass der Irak Massenvernichtungswaffen hätte, in das Land einmarschieren. 2001 erfolgte der Einsatz der US-Truppen in Afghanistan, der in diesem Jahr mehr denn je zu eskalieren scheint.

Als Mann der "Hilfe" kann er sich nicht mit der jetzt erfolgten Berufung von diesen Taten reinwaschen und die Erinnerung daran verblassen lassen.

Das hätte der neue Präsident mit Blick auf seine eigene Person wohl gern, dass Bush als netter Kerl dargestellt wird und all das überlagern und vergessen lassen soll, was in seiner Amtszeit geschehen war.

Denn Obama wird mittlerweile mit ihm verglichen und hat ihn schon überholt, wenn man die Ausgaben für Militäreinsätze und die Anzahl der eingesetzten Soldaten in Kriegseinsätzen, wie Afghanistan, im Ausland betrachtet.

Und es geht immer noch mehr:

Am Mittwoch teilte die Washington Post mit, dass Obama 33 Milliarden Dollar zusätzlich als Notfallmittel für die US-Truppen für ihren "Aufbau" in Afghanistan in diesem Jahr beim US-Kongress beantragen will, hiess es nach Angaben von Verteidigungsbehörden. (2) Das Budget für den Verteidigungshaushalt beträgt in diesem Jahr 660 Milliarden Dollar.

Frieder Wagners Dokumentation über die Kriegsverbrechen der USA über die Folgen der eingesetzten Uranmunition

Deadly Dust Todesstaub Teil 1 von 8

Quellen:

(1) http://www.alertnet.org/thenews/newsdesk/N14153529.htm
(2) http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2010/01/13/AR2010011301431.html

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