Tornados, Afghanistan: Ist Deutschland eine NATO-Kolonie?

Berlin: Gegen den Willen von 77% der Deutschen (1) hat das Gremium der Gesetze ausfĂĽhrenden Exekutive, das SPD/CDU-Regierungskabinett, die Entsendung von Kampfflugzeugen und 500 Soldaten an die Front in SĂĽdafghanistan beschlossen.
Warum?
Weil es ihnen so gesagt wurde. Aber nicht von uns. Einen anderen, nachvollziehbaren Grund gibt es nicht.

In den gängigen NATO-Blättern wie dem „Spiegel“ heiĂźt es, „wer Krieg fĂĽhrt, soll Krieg sagen“(2) – das stimmt. Warum sich dann das Verteidigungsausschussmitglied Hans Peter Bartels (SPD) nicht entblödet, den Beschluss mit der Aussage zu kredenzen, „Deutschland ist nicht im Krieg“, bleibt sein Geheimnis. Lesen kann man solche Zwiedenkerei nur mit Schmerzen, das Promo-Foto-Lächeln dazu mag auch eine Elefantenhaut reizen(3).
Der Verteidigungsminister Jung sagt, das sei kein Kampfeinsatz, sein Vorgänger Struck sagt, na klar sei das ein Kampfeinsatz.

Das die Debatte ĂĽber die weitere Verstrickung der Republik in den wahnsinnigen Weltkrieg der Bushregierung und ihrer persönlichen Schutztruppe namens NATO ĂĽberhaupt gefĂĽhrt wird, haben wir nur und ausschlieĂźlich der Organisation „Internationale Ă„rzte fĂĽr die VerhĂĽtung des Atomkrieges“ (IPPNW) zu verdanken, denn sie bezahlte die Forsa-Umfrage. Niemand anderes wäre auch nur auf die Idee gekommen, den Willen der Wähler zu befragen, die Meinung eines Volkes darĂĽber einzuholen, ob es nach Jahrzehnten des Friedens gewillt ist, gegen Bergvölker am Hindukusch in den Krieg zu ziehen, weil ihnen irgendjemand erzählt, dort wĂĽrde man selbst gegen diese verteidigt.

Die Grundlage dieser LĂĽge war der Anschlag vom 11.September. Jeder innerhalb der politischen Klasse Deutschlands weiĂź ganz genau, daĂź dieses Attentat vom militärisch-industriellen Komplex der Supermacht USA und deren Elite organisiert und durchgefĂĽhrt worden ist (4). Der „Inside Job“, der Reichstagsbrand am Anfang des 21.Jahrhunderts, sollte die militärische Offensive zur Sicherung der Hegemonie des NATO-Blocks sichern, der, wie einst der Attische Seebund Athen´s, durch einen fehlenden Gegner, Korruption und Kolonialgebaren des ĂĽbermächtigen AnfĂĽhrers an sich selbst zu ersticken drohte.

Der derzeitige Yen-Verfall (5,6), die drohende Abwertung des Dollar durch eine Manipulation der Geldmenge (7), das Gebettel der Mogule, Plutokraten, Superreichen und Verschwörer in den Elfenbeintürmen um eine neue Eskalation dieses sinnlosen, mörderischen Krieges mit Fronten im Irak, in Afghanistan, im Libanon und verstärkt auch in Afrika, haben ihr Fundament in der Ökonomie.
Die derzeit unantastbare Weltwirtschaftsordnung, der wir täglich mindestens 8 Stunden und damit die Hälfte unseres „wachen“ Lebens opfern, beruht auf der Umwandlung von Arbeit in das Abstraktum Kapital, was sich, wie derzeit geschieht, durch einen simplen Trick selbst vermehrt, durch bloĂźe AusĂĽbung des eigenen Privilegs.
Derzeit nehmen die Weltmogule und Weltmonopole gigantische Kredite im extrem unterbewerteten Yen auf, um sie für höhere Zinsen in anderen Währungen anzulegen(5).

Das ist ein Witz. Eine Gelddruckmaschine. Ein bizarres Welt-Monopoly-Spiel, welches uns in den Talkshow bezahlte Quatschdrohnen und deren Claqeure hinsetzt, die uns plausibel und honorig erklären, warum im Kapitalismus das Kapital keine Arbeitsplätze schaffen kann und Arbeitslosen deswegen noch der einzige Café-Besuch im Monat geneidet werden muß.

Das erbärmliche, historisch in so manche Rolle einordbare Spiel von „Gewerkschaften“ und der sogenannten „Linkspartei“ ist, nichts zu tun, einfach nichts – nur weiter an der Weltwirtschaftsordnung zu partizipieren. Sich wie Lafontaine fĂĽr´s Interview zum drohenden Tornadoeinsatz vor ein Plakat zu stellen, auf dem der wahrhaft umgemĂĽnzte Spruch „Vernunft ist das Einzige, was zählt“ steht, zeigt, was die „Linkspartei“ schon immer war – eine Polizeistaatspartei. Dazu passen auch die Folter-WĂĽnsche Lafontaines und seine SprĂĽche von den „Fremdarbeitern“. Mit solchen reaktionären, hinterwäldlerischen Xenophobikern hält man eine Republik weder im Frieden, noch im Spielfeld des Grundgesetzes.

Der „False-Flag“-Terror der NATO hat Tradition. Dr. phil. Daniele Ganser, Historiker und spezialisiert auf Zeitgeschichte seit 1945, unterrichtet am Historischen Seminar der Universität Basel und ist Präsident von ASPO-Schweiz.
Ganser hat ein Werk namnes die “ Geheimen Armeen der NATO“ publiziert, welches detailliert beschreibt, wie die Vereinigten Staaten in Westeuropa, seines Erachtens, in 50 Jahren terroristische Anschläge organisiert haben, die dann zu Unrecht den Linken zugeschrieben wurden, um sie in den Augen der Wähler zu diskreditieren. Heute dauert diese Strategie an um Angst vor dem Islam zu bewirken und um Kriege fĂĽr die Energiereserven zu rechtfertigen(8).
Auch von der Rolle der SPD 1990 berichtet Ganser in einem Interview. Wir wissen, wer damals SPD-Kanzlerkandidat war und auf wen ein Mordanschlag verübt wurde, wie auch gegen den heutigen Innenminister Wolfgang Schäuble, damals der mögliche Erbe, Verzeihung, Thronfolger, Verzeihung, Nachfolger Helmut Kohls.
Die Berichte von Ganser zur Operation GLADIO decken sich haarklein mit den Recherchen linker Antifa-Gruppen, wie der der Rosa Antifa Wien(9).

Wer Frieden will, muĂź Frieden sagen. So einfach ist das. Das Wörtchen „NEIN!“ gehört auch dazu.
Wer dieses Wort nicht kennt, der kennt sich selbst nicht, der kennt die Welt nicht, der kennt die Demokratie nicht und auch nicht die Deutschen des 21.Jahrhunderts nach dem Handwerker.

Quellen:
(1)
http://www.businessportal24.com/de/Umfrage_Mehrheit_Tornados_Afghanistan_113185.html
(2)
http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,464917,00.html
(3)
http://www.businessnews.com/politik/art620,343787.html?fCMS=7156bd0be7985ae4b557782f06e1e2a6
(4)
http://loosechange911.com/
(5)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,464825,00.html
(6)
http://www.welt.de/data/2007/02/07/1202946.html
(7)
http://www.nowandfutures.com/key_stats.html#m3b
(8)
http://www.voltairenet.org/article144708.html
(9)
http://www.raw.at/texte/inteam/inteam6/int6_front_im_hinterland.htm