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“Tanzen gegen Acta” in Berlin: Vision einer Rede von Markus Beckedahl

Übermorgen am Samstag (25.) heisst es ab 13 Uhr "Tanzen gegen Acta" am Berliner Neptunbrunnen. Veranstalter der Protestkundgebung am internationalen Aktionstag gegen das jahrelang im Geheimen von Monopolen und Regierungen entwickelte Handels- und Internetkontroll-Abkommen Acta sind junge Bürgerrechtler um Christoph Barth. Gewisse Organisationen hatten im Vorfeld auf Anfragen abgewunken. Nach Tausenden von Zusagen auf Facebook änderte sich das und man wollte natürlich auch dabei sein.

Von Daniel Neun | 23.Februar 2012

Übermorgen am Samstag (25.) heisst es ab 13 Uhr “Tanzen gegen Acta” am Berliner Neptunbrunnen. Veranstalter der Protestkundgebung am internationalen Aktionstag gegen das jahrelang im Geheimen von Monopolen und Regierungen entwickelte Handels- und Internetkontroll-Abkommen Acta sind junge Bürgerrechtler um Christoph Barth. Gewisse Organisationen hatten im Vorfeld auf Anfragen abgewunken. Nach Tausenden von Zusagen auf Facebook änderte sich das und man wollte natürlich auch dabei sein.

So werden Tausende, nein, Abertausende von Aktivisten für Netzfreiheit und Grundrechte mit sicherlich tosendem Applaus wieder einmal Markus Beckedahl (Digitale Gesellschaft e.V.) begrüßen dürfen. Diesmal nicht in der Netiquette-Kommission des schlechtesten Parlamentes der Welt, nicht in der Tagesschau, nicht in der Talkshow, nein, nein, live und in Farbe. Und reden wird er, ach, es wird grandios.

Doch halt – wer hat´s erfunden?

“Die Kundgebung wird eine Mischung aus Information, Redebeiträgen, Tanz, Musik und Konzert. Denn Protest soll ja auch Spaß machen”.

Sagt Christoph Barth, einer der Veranstalter.

Hmmm. Ich habe eine Vision.

Ich sehe Markus Beckedahl vor mir, wie er auf einmal einen Hals kriegt der aufhört sich zu drehen. Er läuft grün an. Seine Augen treten hervor. Er schwillt an. Die Menge kauert sich ängstlich zusammen. Und dann springt er aus dem Hemd und es erschallt über den Platz vorm Roten Rathaus, daß sie noch in Brüssel erschrocken zusammen fahren….

“SPASS?!? WIR MACHEN DET HIER DOCH NICH´ ZUM SPAAAASS?!! WIR MACHEN HIER GROßE NETZPOLITIK!! MONUMENTALE NETZPOLITIK, JA EPOCHALE NETZPOLITIK, WÜRD´ ICH FAST SAGEN! HIER GEHT ES UM VERNÜNFTIG SEIN, ALTERNATIVLOSIGKEIT UND GANZ WENIG EIER…”

Und dann schmeißt er alle Veranstalter raus, weil die alle nicht parteifähig sind und nicht mähdienfähig und nicht mährheitsfähig und macht mal selbst einen Handschlag.

Manchmal hatte man schon irre Gedanken in dieser Republik.

Tanzen gegen Acta
Samstag, 25. Februar
13.00 Uhr
Neptunbrunnen, Nähe Alexanderplatz

Redner:
Markus “The Hulk” Beckedahl, Digitale Gesellschaft e.V.
Philipp Frisch, Ärzte ohne Grenzen
Dr. Sandy Harnisch, AIDS-Kampagne.de
Uwe Stache, eco
Oskar, Lustvolle Linke (hab ich noch nie von gehört)

(…)

Artikel zum Thema:
16.02.2012 Anti-ACTA-Veranstaltung in Berlin: Internationaler Aktionstag am 25. Februar
Wir dokumentieren untenstehend den Aufruf junger Bürgerrechtler zu einer Veranstaltung am Berliner Neptunbrunnen Nähe Alexanderplatz gegen die immer noch geplante Unterzeichnung vom internationalen Internet-Kontrollabkommen ACTA durch die von den Parteien CDU, CSU und FDP getragene Regierung Deutschlands.

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Topics: Aktuelle Nachrichten, Bevölkerungskontrolle, Internet, Medien, Informationswelt, Verfassung, Republik, Demokratie | 3 Kommentare »

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3 Kommentare to ““Tanzen gegen Acta” in Berlin: Vision einer Rede von Markus Beckedahl”

  1. Freigeist meint:
    25.Februar 2012 at 20:56

    Absolut enttäuschend!!!
    Ich war selbst vor Ort.
    700 Mann bei viereinhalb Millionen Einwohnern…
    Die Menschen scheinen einfach nicht zu begreifen welches abgekartetes Spiel da direkt vor ihrer Nase gespielt wird. Im Grunde nichts anderes als eine Loveparade für Denkende, von denen es hier scheinbar zu wenige gibt.
    Die Redner waren nicht der Bringer. Es gab mehr dumme Technomusik, als Menschen die wirklich etwas zu sagen hatten, alles in allem eine eine sinnlose Veranstaltung. Wenn die Proteste in diesem Maße fortgeführt werden werden, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn das Internet in seiner heutigen Form nicht mehr länger existieren wird. Es hat für mich den Anschein, dass sich die Berliner darum einen Dreck scheren.
    Armes Deutschland, armes Berlin. Ein echtes Armutszeugnis für die Demokratie!

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  2. Schnuppi meint:
    25.Februar 2012 at 21:42

    Zu der Seite AIDS-Kampagne.de muss ich unbedingt ein paar Gegeninformationen liefern:

    Eine deutsche Doku von 1992:
    AIDS-Rebellen” (1/10; jew. 10 Minuten)
    http://www.youtube.com/watch?v=dSJ9lZ_wxHI

    Eine Erklärung der AIDS-Definition in Afrika, d.h. für die dortigen hohen AIDS-Zahlen:

    Die Bangui-Definition
    von Guido Höner

    http://www.rethinkingaids.de/afrika/bangui.htm

    Zwei Rethinkingaids.de-Artikel des deutschen Internisten Claus Köhnlein, der selber “AIDS”-Patienten in seiner Praxis behandelt hat:

    Die chemischen Grundlagen der verschiedenen AIDS-Epidemien: Drogen, antivirale Chemotherapie und Unterernährung
    Peter Duesberg*, Claus Köhnlein**, David Rasnick”

    http://www.rethinkingaids.de/duesberg/chemische_grundlagen.htm

    Die große Illusion
    Das Dilemma der antiretroviralen Therapie / HAART* aus einem kritischen Blickwinkel
    Sieben Jahre Erfahrungen mit HIV-positiven Patienten ohne antiretrovirale Therapie aus einer internistischen Praxis. (Unkorr. Text – Stand: 4.7.2001)
    (* HAART = Hochaktive antiretrovirale Therapie)

    http://www.rethinkingaids.de/allg/koenl-2.htm

    Und das Buch “Virus-Wahn” des Journalisten Torsten Engelbrecht und von Claus Köhnlein.

    AIDS ist ein Sammelsurium für Krankheitssymptome aller Art. Ganz am Anfang wurde erklärt, dass AIDS vor allem bei Schwulen und Drogenabhängigen auftritt. Das ist völliger Schwachsinn, weil sich ein Virus oder Bakterium sicher nicht an sexuellen Präferenzen orientieren würde.
    Wer noch mehr nachforschen will, kann z.B. versuchen herauszufinden wie eigentlich der damalige Peer-Review-Prozess bei der “Entdeckung” des HI-Virus aussah (im April 1984 auf einer Pressekonferenz durch Gallo und Heckler verkündet), der bei allen wissenschaftlichen Entdeckungen notwendig ist.

    Die Sache mit dem AIDS-Virus ist genauso ein Schwindel wie die Sache mit dem Klimawandel aufgrund des menschlichen oder auch tierischen CO2-Ausstosses.

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  3. Daniel Neun meint:
    26.Februar 2012 at 10:22

    Kommentator Freigeist,
    ich war ebenfalls dort. Zuerst einmal waren es über Tausend Teilnehmer (in einer mehrstündigen Veranstaltung), zweitens hat Berlin dreieinhalb Millionen Einwohner und nicht viereinhalb, drittens haben die Veranstaltung ein paar Privatpersonen aus dem Nichts heraus organisiert, viertens war der Redebeitrag von Beckedahl schlecht, dafür aber z.B. der der Ärzte ohne Grenzen ausgesprochen gut, fünftens war die Stimmung ausgesprochen gut.
    In jedem Falle war die Veranstaltung besser als nichts zu tun.