Merkel: Es gibt keine Euro-Krise

Am 13.Mai erschien der neue Artikel des Politologen und Philosophen Egbert Scheunemann „Es gibt keine Euro-Krise“ auf Radio Utopie. Am 25.Mai legte Scheunemann mit „Die MĂ€r von der Euro-Krise“ nach. Ihn erreichte ein gewaltiges Echo. Die Zugriffe auf seine Seite vervielfachten sich. Ein Bundestagsabgeordneter verlinkte die Analyse auf seiner Netzseite.

Heute morgen nun, mitten in den Staatskrisen der LĂ€nder unter dem Euro-System und wĂ€hrend eines seit Jahren vollzogenen Aderlasses sĂ€mtlicher Gesellschaften innerhalb der Euro-Zone zugunsten der globalisierten Banken, vollzieht die deutsche Kanzlerin Angela Merkel in Singapur (1) auf dem „31. Singapore Lecture“ des „Instituts fĂŒr SĂŒdostasiatische Studien“ („Institute for Southeast Asian Studies“) in ihrer Darstellung der Ereignisse seit Inkraftreten des Lissabon-Vertrags Ende 2009 einen sowohl Ă€ußerst bizarren, als auch dramatischen 180 Grad-Schwenk Orwellschen Ausmaßes.

„Wir haben kein Problem mit dem Euro als solchem. Der Euro ist eine stabile WĂ€hrung, er ist im Vergleich zum US-Dollar stark. Aber wir haben ein Schuldenproblem.“ (2)

Kanzlerin Merkel – die dem Vorstandsvorsitzenden der „Deutschen Bank“, Josef Ackermann, unter bislang immer noch unklaren UmstĂ€nden anlĂ€sslich dessen 60.Geburtstages am 7.Februar 2008 mit 30 „Freunden“ eine vor dem Parlament verschwiegene Feier im deutschen Kanzleramt ausrichtete – stellt mit ihrer Aussage alle ihre bisherigen Behauptungen, die auch die deutschen StaatsbĂŒrger seit letztem FrĂŒhjahr bisher Hunderte von Milliarden Euro Steuergelder an „Garantien“ fĂŒr Banken-Forderungen kostete, vollstĂ€ndig auf den Kopf.

In der tĂ€glichen Propaganda-Maschinerie der im PlĂŒnderungsfeldzug gegen die BĂŒrger aller europĂ€ischer Staaten begriffenen Banken, Staatsparteien und Informationsindustrie werden nun die „Euro-Rettungsfonds“ betitelte luxemburgische Aktiengesellschaft „European Financial Stability Facility“ (EFSF) und die „Euro-Rettungsschirm“ genannte geplante EU-Superbehörde „EuropĂ€ischer Stabilisierungsmechanismus“ (ESM) umbenannt werden mĂŒssen. Unter dem Propaganda-Begriff „Euro-Rettungsschirm“ plant Bundesfinanzminister Wolfgang SchĂ€uble u.a. einen ESM-„Gouverneursrat“ nach Vorbild des „Internationalen WĂ€hrungsfonds“ (IWF). Dieser Rat aus Bankern und Finanzministern soll ganze Staaten Europas als faktische Finanzprotektorate verwalten dĂŒrfen. Explizit von der „Deutschen Bank“ wird genau das seit Jahren gefordert. (9.Mai 2010, DIE GRIECHENLAND-KRISE (VI): Der Plan der Banken von einer europĂ€ischen Soffin)

Jeder und jede kann sich nun in Ruhe ĂŒberlegen, warum die Kanzlerin nun diesen radikalen Propaganda-Schwenk vollzogen hat. Jeder und jede kann sich nun in Ruhe ĂŒberlegen, ob 621 Abgeordnete des deutschen Bundestages nun ein Haufen LĂŒgner, HochverrĂ€ter, oder einfach dumme Tölpel sind, die selbst zum Lesen zu dumm sind.

Nur eins, liebe Leserinnen und Leser, das können Sie nicht mehr: Noch ein einziges verdammtes Mal aus Ihrem Leben, Ihrer Welt und Ihrer RealitĂ€t daher schwĂ€tzen, daß man ja nichts machen kann.

Quellen:
(1) http://web1.iseas.edu.sg/?p=3653
(2) http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/4/0,3672,8242916,00.html