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Ägypten Ticker: Volksaufstand Tag 14
Von Daniel Neun | 7.Februar 2011
Montag, 7. Februar, Tag 14. In Kairo haben sich die Ägyter auf dem Tahrir Platz mittlerweile häuslich eingerichtet. Eine Zeltstadt ist entstanden, um es im sich im Machtkampf mit dem Diktator wenigsten den Umständen entsprechend bequem zu machen.
Gestern war der Tag des dritten offensiven Versuchs von Omar Suleiman, dem faktischen Machthaber in Ägypten, die Demokratiebewegung in den Griff zu bekommen und den Status Quo der Machtarchitektur zu retten.
Nach dem Abtauchen der staatlichen inneren Kräfte am Tag seiner Ernennung zum Vize-Präsidenten (29.Januar) und der unmittelbar danach durch diese verdeckt organisierten Zerstörungen und Plünderungen, hatten am Mittwoch (2.Februar) regimetreue Mubarak-Anhänger unter Leitung der Staatspolizei und Agenten einen Angriff auf den Tahrir Platz unternommen. Beide Taktiken scheiterten.
Dafür waren andere Maßnahmen Suleimans und des Mubarak-Regimes erfolgreich. Zweimal wurde ein angekündigter Marsch von über einer Million versammelter Ägypter der Freiheits- und Demokratiebewegung auf den Präsidentenpalast des Diktators nicht durchgeführt, einmal am Dienstag, dem 1.Februar und abermals nur drei Tage später am Freitag.
Die Verhandlungen hinter den Kulissen mit plötzlich in Ägypten wieder aufgetauchten “Oppositionellen” – wie Mohammed El Baradei, Milliardären aus der Oberschicht, die sich zusammen mit El Baradei in einem selbsternannten “Komitee der Weisen Männer” der Diktatur als Verhandlungspartner feilboten und Strippenziehern hinter den Kulissen auf dem Tahrir-Platz – mündeten dann in dem dritten Versuch den Volksaufstand nierdezuschlagen: durch schleichende Assimilation und Einbindung.
Diktaturen bauen auf Unterwerfung. Das ist ihr Fundament. Steht jemand auf, hat er einen Willen. Ergo muss aus der Sicht der Diktatoren dieser Wille gebrochen werden. Wie macht man das? Indem man die Akteure dazu bringt, den eigenen Willen selbst aufzugeben – und mit ihm die eigenen Positionen.
Erstaunlicherweise hat diese simple Taktik des Bequatschens mit Dreck über die Jahrhunderte immer prima funktioniert. Es ist mir unbegreiflich. Ob in Stuttgart und der berühmten Schlichtung (ein im Vergleich sehr ziviles Beispiel, das sei hier mildernd gesagt), oder bei allen Parteitagen aller Parteien, oder in ungezählten Beispielen die Ihnen einfallen, aber mir gerade nicht, es ist doch immer das gleiche Prinzip: man hat schon gewonnen und dann steht man dämlich da und lässt es sich aus der Hand reden. Und nachher wird man betrogen, schämt sich noch selbst dafür und geht dann nach Hause. Sagt dann so ein Renitenter, der von Anfang Recht gehabt hat, zu einem “Na? Wo bist Du jetzt”, sagt er, “Ach lass mich in Ruh” und schleicht sich. Ganze Myraden solcher armen, manchmal amtsgeplagten Leute habe ich schon so in meinem politischen Leben an mir vorbeireden hören und niemand kann das intellektuell erfassen, wenn er selbst zu diesen Leuten gehört.
In Kairo ist gestern nun auch diese dritte Taktik, die Assimilation von Führern der Freiheitsbewegung, krachend gescheitert – einfach weil es keine Führer gab. Diese demokratische Freiheitsbewegung der Ägypter, die sich spontan und graswurzelarteig von unten aus dem Volksaufstand bildete, repräsentiert den Albtraum aller herrschenden Kreise: hat man den einen bequatscht, hat der immer noch nichts zu melden. Kommt der Nächste. Hat man den runtergeredet, steht man immmer noch vor dem gleichen Problem: niemand kann den Knopf drücken und jeder legt sich wieder hin.
In Ermangelung irgendwelcher “Führer” der Freiheitsbewegung versuchte man gestern sowohl der Welttöffentlichkeit, als auch den Ägyptern selbst, die Muslimbruderschaft als großen Steuermann der Freiheits- und Demokratiebewegung Ägyptens zu verkaufen. Dass dies ein Widerspruch in sich war, fiel leider irgendwann auch den hartnäckigsten Propagandisten des heiligen Status Quo auf. Schon gestern gab es widersprüchliche Äußerungen von den Muslimbrüdern, die sehr viel vielschichtiger, unorganisierter und politisch unerfahrener sind als im Allgemeinen dargestellt wird; wie könnte man in einer Diktatur auch so etwas üben?
Das Mubarak-Regime hat, entsprechend den üblichen Prinzipien der Machterhaltung, alle demokratischen politischen Akteure, die über einen Willen verfügen, sortiert: diejenigen mit Willen, aber ohne Moral, kaufte man ein und die anderen beseitigte man. Übrig blieben soziale oder religiöse Gruppen wie die Muslimbruderschaft, die aber nicht wirklich eine relevante politische Partei im eigentlichen Sinne sind. Auf dem Tahrir Platz spielen sie lediglich ihre eigene Rolle, wie alle anderen, innerhalb einer dezentralen Selbstorganisation vor Ort. Eine, mindestens im 21. Jahrhundert, einmalige historische Situation.
Nun ist Politik so etwas wie ein Ping-Pong-Spiel. Und nach dem gestern faktisch gescheiterten Versuch der Mubarak-Diktatur, die Freiheitsbewegung auf dem Tahrir Platz zu assimilieren und zu brechen, erfolgte das mittlerweile Übliche: eine Erklärung aus Washington.
Hemdsärmelig, im Ton undiplomatischer und inhaltlich ehrlicher als sonst, gibt US-Präsident Barack Obama vor dem Super Bowl dem bekannten neokonservativen Fernsehmoderator Bill O’Reilly im Haus- und Hofsender der “Republikaner”, “Fox News” , ein Interview. In diesem äußert der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika zwei Erkenntnisse, an die sich manche sicherlich gewöhnen werden müssen:
1. Die Muslimbruderschaft ist nur eine Gruppe in diesem sozialen, demokratischen und säkular geprägten Volksaufstand.
2. Ägypten wird nachher nicht mehr sein wie vorher. Der Status Quo ist nicht haltbar.
Immerhin. Auch das will erst einmal öffentlich ausgesprochen sein.
Hier nun die aktuellen Ereignissen des heutigen Tages. Wie immer die vorhergehenden Ticker, manche mehr eine Chronologie, sowie drei immer noch unersetzliche öffentliche Quellen zur Verfolgung des Geschehens.
Donnerstag, 25.01., Live Bilder aus Ägypten: Einem Land platzt der Kragen
Freitag, 28.01., Volksaufstand in Ägypten: Ticker
Samstag, 29.01., Übernehmen Mubarak und Suleiman die Taktik Ben Alis in Tunesien?
Sonntag, 30.01., Ägypten Ticker: Volksaufstand Tag 6
Montag, 31.01., Ägypten Ticker: Volksaufstand Tag 7
Dienstag, 01.02., Ägypten Ticker: Volksaufstand Tag 8
Mittwoch, 02.02., Ägypten Ticker: Volksaufstand Tag 9
Donnerstag, 03.02., Ägypten Ticker: Volksaufstand Tag 10
Freitag, 04.02., Ägypten Ticker: Volksaufstand Tag 11
Samstag, 05.02., Ägypten Ticker: Volksaufstand Tag 12
Sonntag, 06.02., Ägypten Ticker: Volksaufstand Tag 13
Öffentlich zugängliche Quellen:
Live TV Stream Al Jazeera: http://english.aljazeera.net/watch_now/
Twitter Al Jazeera: http://english.aljazeera.net/news/middleeast/2011/01/201112523026521335.html
Ticker Al Jazeera: http://blogs.aljazeera.net/middle-east/2011/02/06/live-blog-feb-7-egypt-protests
12.00 Uhr
Die Nacht auf Tahrir Platz ist ruhig verlaufen. Tausende sind auf dem Platz. Die symbolische Beerdigung eines vom Regime ermordeten Journalisten wird abgehalten. Ahmed Mohammed Mahmoud war am 29. Januar auf den Balkon seines Büros am LazoghlyPlatz – in unmittelbarer Nähe des Innenministeriums – getreten und hatte gefilmt, wie die Staatspolizei brutal auf Demonstranten einschlug. Laut Zeugen rief daraufhin ein Polizei-Offizier Mahmoud zu, er solle sofort aufhören zu filmen. Bevor dieser überhaupt eine Chance hatte zu reagieren, wurde er durch einen Scharfschützen erschossen.
Die ägyptische Zeitung Al-Masry al-Youm hat einen ausführlichen Bericht über das angehäufte Vermögen von durch das Mubarak-Regime mittlerweile festgesetzte ehemalige Funktionäre der Staatspartei NDP, Geschäftsleuten, hochrangigen ex-Beamten des Innenministeriums und ehemaligen Ministern veröffentlicht.
Dagegen hält ein anderes führendes Mitglied der NDP, Maged Reda Boutro, in einem Interview an der Darstellung von Demonstranten als “Mob von Plünderern” fest. Auch das Zeichen eines andauernden Machtkampfes nicht nur mit dem Regime, sondern auch im Regime selbst.
Dazu ein gestern Abend aufgenommenes Interview von Al Jazeera mit dem Aktivisten Ramy auf dem Tahrir-Platz.
14.00 Uhr
Einen “Guten Morgen” vom Tahrir Platz. Reporter Adam Makary: “Das sieht mit jedem Tag mehr wie ein Woodstock aus”.
14.10 Uhr
Eine Sprecherin der Kampagne zur Unterstützung von Mohammed El Baradei betont im Interview mit dem Al Jazeera Fernsehstudio, dass sie nicht in Sorge sei, dass irgendeine Gruppe, auch nicht die Muslimbruderschaft, die ägyptische Freiheitsbewegung kapern könnte. Es seien alle möglichen Gruppen auf dem Platz vertreten, Liberale, Kommunisten, etc, sie selbst sei Christin. Dies sei die Zeit der Einheit, so das Mitglied der El Baradei-Kampagne.
Inzwischen zieht der Gedenkmarsch für den vom Regime ermordeten Journalisten Ahmed Mohammed Mahmoud über den Platz. Tausende singen die Nationalhymne und schwenken die ägyptische Flagge.
15.00 Uhr
Der 90-jährige Nawal Saadawi zu Ägyptens Lage: das Land befinde sich nicht in einer “Krise”, sondern in einer Revolution des Volkes für das Volk.
Derweil zeigt sich der 82-jährige Diktator wieder im Staatsfernsehen. Er hält eine Sitzung mit seinem neu ernannten Regierungskabinett ab.
Auf der Ebene der internationalen Machtpolitik wird es nun richtig interessant: nachdem die USA Marinesoldaten vor der Küste Ägyptens zusammen ziehen und die Flugzeugträger-Gruppe der USS Enterprise in Bereitschaft halten, schaltet sich aus Washington nun auch der “Internationale Währungsfonds” (IWF) ein – Ägypten brauche Hilfe, heißt es. Selbstverständlich nur zu “Erholung” der ägyptischen “Ökonomie”. Derweil beschweren sich kontinuierlich “Ökonomen” in der Diktatur über die Freiheitsbewegung: diese würden der Ökonomie schaden, so die “Ökonomen”.
15.20 Uhr
Journalisten müssen sich nun beim Informationsministerium der Mubarak-Diktatur registrieren lassen, wenn sie auf den Tahrir Platz gehen wollen.
Kommentar: Daran wird sich natürlich niemand halten, zumindest nicht wenn er aktuelle Berichte schreiben will, was jeder Reporter muss.
Ein weiterer Vorwand des Regimes um ausgesuchte Journalisten gezielt festzunehmen.
16.15 Uhr
Der gestern Abend vom ägyptischen Militär am Tahrir Platz festgenommen Al Jazeera Reporter Ayman Mohyeldin berichtet aus seiner Haft:
Zuerst wurde er von Soldaten an einem Checkpoint der Armee in der Nähe des Platzes befragt, wer er sei und was er hier wolle. Mahyeldin antwortete: ich bin Journalist und will berichten. Daraufhin nahmen ihn die Soldaten fest und brachten ihn zu zu ihrer Operationszentrale (merken!) in der Nähe des Nationalmuseums – dort, wo gestern die Armee-Panzer versucht hatten die Schutzbarrikaden der Freiheitsbewegung einzureißen. Bei der Operationszentrale der ägyptischen Armee in der Nähe des Nationalmuseums (merken!) angekommen, wurde Al Jazeera Reporter Ayman Mohyeldin der Militärpolizei übergeben. Wie Mohyeldin berichtete, sei eigentlich geplant gewesen, ihn an den Militärgeheimdienst durchzureichen. Dies sei dann aber aufgrund des öffentlichen Drucks wieder fallen gelassen worden. (Danke an alle, die gestern ihre Finger ein paar Sekunden lang bewegt haben. Das ist heuzutage schon viel.)
Die Armee-Militärpolizei misshandelte die Gefangenen, schlug sie, demütigte sie, brach sie und verhörte sie tagelang, bis jeder eine Erklärung unterschrieb, nie wieder ohne ausdrückliche Genehmigung in die Nähe des Tahrir-Platzes zu gehen. Und das war – wie beschrieben – noch nicht der Militärgeheimdienst, das war die Militärpolizei.
So erging es aber nur Ägyptern oder Personen arabischen Aussehens, wie dem US-Staatsbürger Ayman Mohyeldin. Weiße, Entschuldigung, Bleichgesichter durften nach kurzer Befragung wieder gehen.
Mohyeldin selbst berichtete, dass er nicht misshandelt wurde, sich die Befragung aber nach allgemeinen Sachverhalten schnell der Richtung “Wer wo wann wie, was hast Du gesehen” näherte.
Anmerkung: Wer jetzt nur ein paar Sekunden nachdenkt – auch das ist heutzutage schon viel – kann sich denken was mit all den Menschen in Ägypten passieren wird, wenn die standhaften Verteidiger der Freiheit auf dem “Platz der Befreiung” nach Hause gehen.
Der Diktator Husni Mubarak ist im Amt und wird von unserer Kanzlerin Angela Merkel aus der Partei der “Christlich-Demokratischen Union” gestützt, genauso wie von Mu-Barack Obama im Weißen Haus.
Das sind die Fakten. Alles andere ist irrelevant.
18.30 Uhr
Ein Filmbericht von Al Jazeera zu dem gescheiterten Einbindungsversuch der Freiheits- und Demokratiebewegung durch die Mubarak-Diktatur. Hier ein Artikel dazu.
18.45 Uhr
Das Mubarak-Regime hat die Gehälter und Pensionen pauschal um 15 % angehoben. Mubaraks Premier bezeichnete den Zustand der ägyptischen Ökonomie als gut.
Anmerkung: Das heisst ungefähr so viel wie “Nein, danke, keine Hilfe” Richtung IWF.
Ebenso verkündete der Premier Mubaraks die Gründung eines Komitees, was sich die Zustände der Ökonomie Ägyptens etwas näher anschauen soll.
Es wäre interessant zu erfahren, wer da drin sitzt – nur gestandene Diktator-Höflinge, oder vielleicht auch welche die es werden wollen.
Der Premier wich auf der Pressekonferenz zudem der Frage aus, wann denn die Kommerzialisierung (“Privatisierung”) Ägyptens endlich weiter gehe.
Na da schau her.
19.35 Uhr
Feuilleton: Evan Hill hat offensichtlich einen guten Tag. Der Genießer unter den Al Jazeera Reportern fängt die einzigartige Atmosphäre auf dem zur Zeit freiesten Platz der Welt immer wieder ein. Durchaus eine Kunst. Zuerst berichtete er von der neuen Touristenattraktion Kairos, dem niedergebrannten Hauptquartier der Staatspartei NDP, dann saß er “auf dem letzten Stück Gras” des Tahrir Platzes zum Gespräch mit dem Verhandlungspartner des Regimes aus einer Jugendgruppe, dann schwärmte er vom revolutionärem Popcorn, dann über einen Musiker, der bewies, daß sich auf arabisch “Gummigeschosse” auf “demokratisch” reimt (die Zuhörer mochten es) und berichtete von einer Woodstock-Atmosphäre, wobei er ehrlicherweise hinzufügte dort nicht gewesen zu sein. Macht nichts, Hauptsache er ist auf dem Tahrir Platz und berichtet weiter entspannt und charmant vom Ort des Geschehens.
20.20 Uhr
Wie nahe Diktatur und Polizeistaat neben Freiheit und Selbstbestimmung liegen können, beweist folgendes Statement eines Aktivisten vom Tahrir-Platz:
“Wir werden unseren Protest auf dem Tahrir-Platz fortsetzen, bis er (Mubarak) zurückgetreten ist. Es ist für uns sicherer hier im Freien, einige unserer Freunde, die den Platz verlassen haben, wurden gekidnappt und von der Staatssicherheit im (National)Museum gefoltert.”
Analyse: Merken (!) Sie was?
“Wir halten immer noch durch und wir werden weitermachen, echte Demokratie kann nur erreicht werden, indem wir alle in Gespräche miteinbezogen werden, aber irgendwelche Gespräche werden erst passieren wenn Mubarak verschwindet.
Unsere Stimmen sind nicht repräsentiert worden und wir fordern, dass das Staatsfernsehen Ägyptens angeklagt wird, für die entscheidende Rolle die es gespielt im Hass gegen uns aufzustacheln und die `Baltageya`-Schläger darin zu unterstützen uns anzugreifen.”
20.45 Uhr
In Ägypten fallen langsam die Masken. Al Jazeera hat einen hochbrisanten Artikel veröffentlicht: “Suleiman – Der Mann der CIA in Kairo”.
Die Story beschreibt die Rolle des am Samstag, dem 29.Januar von Diktator Husni Mubarak zum Vize-Präsidenten ernannten Chef des “Allgemeinen Nachrichtendienstes” (Egyptian General Intelligence Service, EGIS) in den Entführungs-Programmen der CIA bereits zu Zeiten Clinton-Administration in den 90ern. Nach dem 11.September 2001 wurde das Programm massiv ausgeweitet.
Der Australier Mamdouh Habib, ägyptischer Herkunft, wurde im Oktober 2001 von pakistanischen “Sicherheitskräften” aus einem Bus geholt und an US-Kräfte übergeben. Dort wurde er schwer gefoltert. Anschließend wurde er nach Ägypten deportiert. Einmal wurde er dort durch seinen Folterer so schwer mißhandelt, dass ihm die Binde vor Augen verrutschte und er dessen Gesicht sah. Es war das Gesicht des Mannes, den die heutige US-Regierung unter Barack Obama, die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, sowie viele weiter ehrenwerten Persönlichkeiten heute als neue Führungsfigur für einen Wechsel in Ägypten preisen: Omar Suleiman.
Suleiman, ärgerlich dass Habib – dem nie jemals wegen irgendeiner Straftat verurteilt oder auch nur angeklagt wurde – keine “nützlichen Informationen von sich geben konnte, befahl er einem Untergebenen einen angeketten Gefangenen vor Habibs Augen zu ermorden. Der tat dies mit einem einzelnen Karate Tritt.
Noch drei weitere Jahre wurde der Australier Mamdouh Habib in Bagram und Guantanamo gefoltert und inhaftiert. Dann rettete ihn am 11.Januar 2005 die “Washington Post”-Reporterin Dana Priest mit einem einzigen Artikel. Sofort nach dessen Veröffentlichung ließ ihn das US-Militär frei und nach Australien zurück kehren.
Hierzu auch die Film Dokumentation “The Dark Side” von Frontline.
Erinnerung: Na? Merken Sie noch was?
22.50 Uhr
Im Laufe des Tages kam der von der Staatssicherheit verschleppte Google Experte Wael Ghonim frei. Seine erste Nachricht per Twitter:
“Freiheit ist ein Segen, für den es sich zu kämpfen lohnt.”
23.00 Uhr
Ein Bericht über die einzigartige Selbstorganisation der vereinten Aktiven aller verschiedenen politischen, sozialen und religiösen Richtungen der Freiheitsbewegung auf dem Tahrir Platz, die sogar das Sicherheits-Komitee umfasst (hier “Sicherheitskräfte” genannt). Ein Aktivist auf dem Tahrir Platz:
“Das ist der einzige Ort in Ägypten wo Du keine Angst haben musst gefoltert zu werden, wenn Du Deine Meinung sagst.”
Mitternacht
Tahrir Platz, Kairo. Tag 14 ist vorüber, auf dem freiesten Platz der Welt.
Ägypten Ticker: Volksaufstand Tag 15
Topics: Aktuelle Nachrichten, Dokumentationen, Politik | 38 Kommentare »
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7.Februar 2011 at 14:09
Zu der fragwürdigen Vergangenheit Frank.G.Wisners,
taucht jetzt auch noch ein weiteres pikantes
Detail auf:
Jetzt stellt sich heraus, dass er schon seit einiger Zeit Mitarbeiter der Anwaltskanzlei Patton Boggs ist, die damit prahlt, ” to advise the Egyptian military, the Egyptian Economic Development Agency, and has handled arbitrations and litigation on the [Mubarak] government’s behalf in Europe and the US”.
http://www.independent.co.uk/news/world/americas/revealed-us-envoys-business-link-to-egypt-2206329.html
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7.Februar 2011 at 14:10
“nicht überstürzt handeln” so merkel. genau, dann geht den demonstranten nämlich die luft aus. ich betrachte das als verrat merkels an der idee der demokratie. diese frau DARF niemals wieder ein politisches amt bekleiden!
ach, und trittin (ja, opposition) meldet sich JETZT schon:
http://news.de.msn.com/politik/bilder.aspx?cp-documentid=156063297&page=2
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7.Februar 2011 at 14:32
Trittin ist also nach 14 Tagen GRÜN vor Scham endlich aufgewacht, so so…
Und?
Wo bleiben die linkenden Linken und deren Talkshowbewohner jetzt ROT vor Scham?
Wo bleiben die GELBEN Freiheitskämpfer für die unbeschränkte Freiheit des Kapitals?
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7.Februar 2011 at 14:37
Wie hoch ist der PREIS für einen europäischen REGIERUNGSCHEF, der das Parlamentariershopping perfektioniert hat, und sich als Greis seine BLUTJUNGEN Mädels kauft?
Und der öffentlich dem BLUTDIKTATOR MU BARACK die Stange hält.
mehr in der TAZ =>
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=au&dig=2011%2F02%2F05%2Fa0149&cHash=6a534d76e8
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7.Februar 2011 at 14:59
Journalisten haben sich ab sofort beim Informationsministerium zu akkreditieren, wenn sie den Tahrir-Platz betreten wollen.
http://twitter.com/justimage
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7.Februar 2011 at 15:38
Die Ökonomen beschweren sich wegen der Proteste?
.
Hier ein Detail zur Wirtschaft in Ägypten:
Das Erdgas wird vom Mubarak-Regime nach Israel zu einem Spottpreis verkauft. Jordanien zahlt den regulären Preis der weit mehr als Doppelt so hoch ist wie bei Israel.
Bei Aljazeera wurde dann gesagt, wen Ägypten von Israel auch den regulären Preis verlangen würde, hätte Ägypten mehr Einnahmen als Sie finanzielle Unterstützung pro Jahr aus dem Ausland kriegen!
Es tauchen immer mehr Gründe auf warum USreal Mubarak nicht loslassen will, aber es ist doch immer das Gleiche. Es geht ums Geld
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7.Februar 2011 at 15:41
es liegt was unheimliches in der luft…ich fühle es kann es allerdings noch nicht konkret beschreiben, aber es ist bestimmt nichts gutes. clinton hat eine ausserordentliche großsitzung der amerikanischen botschafter einberufen. die obersten gesandten aus fasst allen der 260 amerikanischen botschaften und konsulaten aus mehr als 180 ländern werden erwartet.
http://www.infokriegernews.de/wordpress/2011/02/07/clinton-beruft-ausserordentliche-grosssitzung-der-botschaften/
http://www.google.com/hostednews/ap/article/ALeqM5jy_YaBEZhgyfaj9iBGzH_zqct7Tg?docId=299bd50d25dc4b8e8172542ca00a00db
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7.Februar 2011 at 16:22
die komplette europäische politikerkaste ist ein erbärmlicher haufen von feiglingen!! sie fürchten den mut und den freiheitsdrang der menschen in ägypten, weil sie selbst nie diesen mut hatten und nie haben werden. zudem lieben sie es, sich selbst zu sklaven der hochfinanz zu machen und schielen mit einem auge an die börsen, obs da nicht doch bald kracht. ist wirklich ne böse mischung aus autoaggression und masochismus.
die ökonomen blasen ins horn der besorgten. die ökonomie, die ökonomie, sie könnte leiden.
hey ihr blindfische!!! da sind millionen von menschen, die haben gelitten! fragt mal warum!? wegen eurer ökonomie!! und jetzt ist schluss damit!! schluss mit eurer menschenverachtenden, gewalttätigen, zerstörerischen ökonomie! die welle der freiheit wird sich über die meere und wüsten dieser erde ausbreiten. zur zeit da, wo ihr es bewundern könnt und weiter wirds gehen über asien, wird noch mal nen schwenk zurück über osteuropa nehmen, wobei so witzfiguren wie lukaschenko bald geschichte sein werden. dann kommt demokratie 2.0 über russland, ukraine usw. zurück ins herz europas!! da werden merkel, berlusconi, sarkozy usw. dummbräsig stehen und immer noch rufen: halt, halt, nicht so schnell!! mit bedacht!! bummmmmmmmmm!
hat sich schon mal jemand mit bedacht von einem LKW überrollen lassen? ich mein, tut das weniger weh?? man hat nur mehr zeit zu überlegen, obs gut ist oder nicht. also der paniklevel wird dabei erhöht. somit sollte sich merkel wünschen, dass das alles gaaaaaaaaaaaaaaanz schnell geht!!!
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7.Februar 2011 at 16:34
@diwan
Israel bezahlt einen spottpreis für das Gas , jordanien das doppelte.
Eine interessante Information , schön wäre es wenn Sie auch eine quelle dazu nennen könnten.
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7.Februar 2011 at 16:40
@ralf
“es liegt was unheimliches in der luft…ich fühle es kann es allerdings noch nicht konkret beschreiben”
nachdem ich dieses Bild gesehen habe,
http://www.spiegel.de/images/image-177607-panoV9free-vtsj.jpg
ging’s mir irgendwie genauso
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7.Februar 2011 at 16:43
Auf
http://www.tv14.net/de/press-tv-english/
wurden gestern und heute Berichte von Solidaritätskundgebungen gesendet:
Amsterdam, Schweden, USA Washington/New York/San Fransisco, Australien, Japan, Frankreich, Palestina, Iran, Pakistan, Kanada, Libanon
Auch wird vom Tahrir-Platz live berichtet, wo das erste Mal die Rufe: Down with America ertönten.
Die weltweite solidarität mit der ägyptischen Revolution wird immer wichtiger, angesichts des militärischen Aufmarsches der USA vor der Küste Ägyptens.
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7.Februar 2011 at 17:03
@DerDiwan
“…wenn Ägypten von Israel auch den regulären Preis für sein Erdgas verlangen würde, hätte es mehr Einnahmen als sie finanzielle Unterstützung aus dem Ausland erhalten!”
FAKT!
So sind sie eben die Theologen der Ökono Misten-Sekte, versuchen auch, den Menschen jeden Blödsinn an die Backe zu quatschen. Danke für den Hinweis.
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7.Februar 2011 at 17:10
Unter der Überschrift “Warum Mubarak am ende ist”
analysiert
Paul Amar ist Professor für Internationale Beziehungen an der University of California. Sein Artikel erschien zuerst bei http://www.jadaliyya.com und wird seitdem im Internet heftig diskutiert. Wir danken Paul Amar für die Erlaubnis, seinen Beitrag hier erstmals in deutscher Sprache zu publizieren.
“In den letzten Jahren hat das ägyptische Militär kollektiv ein wachsendes nationales Pflichtgefühl entwickelt und zugleich ein Gefühl tiefster Scham angesichts seiner, wie es dies empfindet, „kastrierten Männlichkeit“, weil es nicht für das eigene Volk eintritt. Die nationalistischen Streitkräfte möchten ihre Ehre wiederherstellen und sind angewidert von der Korruption der Polizei und der Brutalität der baltagiya. Und wie es scheint, verstehen die „Nationalkapitalisten“ des Militärs sich als Erzrivalen der neoliberalen „Spezikapitalisten“ im Umkreis des Mubarak-Sohns Gamal, die alles privatisieren, was sie in die Hände bekommen können, und die Besitztümer des Landes an Investoren aus China, Amerika und den Golfstaaten verkaufen.
So wird verständlich, warum wir in der ersten Phase dieser Revolution am Freitag, dem 28. Januar, einen sehr raschen Staatsstreich des Militärs gegen Polizei und Sicherheitsdienst erlebt haben, der zum Verschwinden Gamal Mubaraks (des Sohns) und des verhassten Innenministers Habib el Adly führte. Doch das Militär ist seinerseits aufgrund einiger innerer Widersprüche gespalten. Innerhalb der Streitkräfte gibt es zwei Elitezweige, die Präsidentengarde und die Luftwaffe. Sie blieben Mubarak enger verbunden, während die übrigen Teile des Militärs sich gegen ihn wendeten.
So ist auch zu erklären, weshalb der Generalstabschef der Streitkräfte, Muhammad Tantawi, am 30. Januar zu den Demonstranten ging und ihnen seine Unterstützung signalisierte, während zugleich der Luftwaffenchef zu Mubaraks neuem Ministerpräsidenten ernannt wurde und Flugzeuge losschickte, um die Demonstranten einzuschüchtern. Es erklärt außerdem, weshalb die Präsidentengarde das Gebäude des staatlichen Fernsehens beschützte und am 28. Januar gegen die Demonstranten vorging, statt sich an deren Seite zu stellen.”
http://www.faz.net/s/Rub87AD10DD0AE246EF840F23C9CBCBED2C/Doc~E4EBC87CAFE2C4CBD8059A65ED290C168~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Dieses würde einiges erklären, insbesondere den militärischen Aufmarsch der USA vor der Küste Ägyptens
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7.Februar 2011 at 17:11
Dieser MU-BARACK im Weissen Haus ist eine MÖRDERISCHE Mogelpackung, genau wie der Greis im ägyptischen Präsidentenpalast.
USrael will mit GEWALT, Blut und Mord die “alte” Ordnung mit neuen Marionetten wieder herstellen.
The Rape must go on………
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7.Februar 2011 at 17:31
Tja, und in Deutschland köchelt die schon letzte Woche angedachte “Lösung” wieder auf, Mubarak hier bei einem Klinikaufenthalt genesen zu lassen. Offizielle Sprachregelung: “blah blah blah würdevoller Abgang blah blah blah humanitäre Gründe blah blah blah”, und natürlich: “blah blah den Weg freimachen blah blah”.
Nein, nein, und nochmals nein: Mubarak soll auf keinen Fall nach Deutschland einreisen, um hier in einer teuren Wellnessoase über sein drangsaliertes Volk höhnisch lachen zu können! Idealerweise gibt es einen freundlichen Empfang mit dem Staatsanwalt nach der Landung und anschließender Überfühung in die Untersuchungshaft. In deutschen Gefängnissen gibt es dem Vernehmen nach auch gute Ärzte. Ach ja, gleichzeitig sollten alle Konten eingefroren werden. DAMIT würde man dem Willen des ägyptischen Volkes Rechnung tragen.
Nein, Mubarak gehört nach Ägypten. Das Volk, das er 30 Jahre unterdrückt hat, soll über ihn richten. Wenn er viel Glück hat, reicht es ihnen, wenn er abtritt.
Die Herrscher der Welt sollen sehen, dass sie für ihre Taten geradestehen müssen. Sich aus dem Staub zu machen, das gilt nicht.
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7.Februar 2011 at 17:48
@1
Zu Frank G,Wisner:
http://www.muckety.com/Frank-G-Wisner/15252.muckety
(btw,das ist ne feine Suchmaschine!)
Der Spiegel schriebt zu Wisner folgendes:
“Aufstand in Ägypten
US-Diplomat torpediert Amerikas Kairo-Kurs”
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,743890,00.html”
Also,was tut Wisner wirklich da?
Pfründe sichern?Alte strukturen erhalten?
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7.Februar 2011 at 17:55
Der Klinikaufenthalt ist glaub ich schon abgemacht.
Zwei Badenwürtembergische Spitzenpolitiker, deren Namen mir gerade entfallen sind, sollen sich sehr stark dafür eingesetzt haben.
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7.Februar 2011 at 18:35
Habe jetzt eine Quelle bezügl Vorzugspreise bei den ägyptischen Gaslieferungen gefunden.
Nach dieser Quelle wurden die Verträge zu einem Preis vo 1,25 Dollar per Verrechnungseinheit geschlossen, nach massiven Protesten auch im Parlament hat Mubarak die Verträge dann ändern lassen und auf 1,75 Dollar erhöht.
Der Weltmarktpreis liegt allerdings bei 15 Dollar
Die Angaben sind mit Vorsicht zu genießen, da die Verträge geheim sind, beruhen aber auf den Schätzungen eines Energie Experten der in der Kampagne gegen Gas-Exporte engagiert ist.
http://www.downstreamtoday.com/%28X%281%29S%28sc03wx45m3h2to45lmrht055%29%29/news/article.aspx?a_id=17650&AspxAutoDetectCookieSupport=1
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Das ägyptische Entwicklungshilfeministerium streitet derweil jede Teilhabe an der Vertragsgestaltung ab, und sagt sie wäre für Verträge mit Hochtechnologieländern nicht zuständig.
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7.Februar 2011 at 18:41
Zusatz:
Frank G.Wisner ist natürlich der Vater von Frank Wisner,dem CIA-Mann.
Wobei ich gar nicht genau weiß,welcher von beiden sich in Ägypten aufhält.
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7.Februar 2011 at 18:50
@Evolux
Also,was tut Wisner wirklich da?
Pfründe sichern?Alte strukturen erhalten?
Es ist im 1. Beitrag schon darauf hingewiesen worden, dass er nebenbei auch noch in einer Kanzlei arbeitet die die Interessen ägyptischer Regierungsstellen und wohl auch privater Interessen des Mubarak Clans auf dem internationalen Parkett vertritt.
Ich glaube bei den weitverzweigten und beträchtlichen Vermögenswerten kommt es darauf an das Portfolio optimal mit den Rechtsbestimmungen der möglichen Exil-Länder abzustimmen.
Keine leichte Aufgabe, deswegen hat Wisner ja auch erstmal um einen Zeitaufschub gebeten.

Ich vermute mal dass Mubarak mitnichten noch irgendwelche Staatsgeschäfte führt, dafür hat er ja jetzt Suleimann(MubarakII) eingesetzt – der ist am Kofferpacken.
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7.Februar 2011 at 19:15
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Recht herzlichen Dank.
7.Februar 2011 at 20:15
guter Kommentaar in der Tagesschau:
http://www.tagesschau.de/kommentar/aegyptenundderwesten100.html
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7.Februar 2011 at 20:31
————-
WICHTIG :
Dieser ägyptische Vizepräsident(Suleiman) war nicht nur für das Folter-Outsourcing der Amis zuständig, der hat auch 2005 den Israelis versprochen, dass es im Gaza-Streifen keine demokratischen Wahlen geben würde. Damals ging es darum, dass da keinesfalls Hamas gewinnen sollte. Gut, haben sie am Ende doch. Die Geschichte jetzt kommt aus einer Wikileaks-Depesche.
http://blog.fefe.de/?ts=b3aeda13
klickt den link für quellen und weitere infos!
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7.Februar 2011 at 20:40
Tja, und es ist auch bemerkenswert, wie schnell die Berichterstattung aus Kairo wieder von den deutschen “Massenverblödungswaffen” (Gerhard Wisnewski) heruntergefahren wird. Das Thema wird nicht mehr an eins oder zwei gebracht, sondern eher an drei oder vier. Auch die Aussagen haben sich geändert: Banken haben wieder auf, Shops, Verkehr braust durch Kairo.
Das alles soll Normalität suggerieren, wo sicher keine Normalität herrscht. Weitergehen, Leute, weitergehen – es gibt hier nichts zu sehen.
Außerdem wird weiterhin mit Hochdruck daran gearbeitet, dem Volk als “Ausweg” aus der Krise den langfristigen Klinikaufenthalt Mubaraks in Deutschland zu verkaufen.
Daniel, weiterhin vielen Dank für die Berichterstattung und Analysen.
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7.Februar 2011 at 20:41
ich danke auch im namen meiner kinder für diese ausfürliche berichterstattung
wir lernen für den tag an dem es bei uns so weit ist
klasse arbeit
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7.Februar 2011 at 21:15
soll mubarak nur kommen!!!
ich kann ihm nen 5 tägigen aufenthalt bei meinen ex-kollegen im landeskrankenhaus lüneburg organisieren.
die gutachten werden volle zurechnungsfähigkeit-schuldfähigkeit attestieren und zurück gehts nach ägypten. dort kann er sich vor seinem volk seiner ganzen schuld verantworten!!!
was soll dieses dumme gefasel, ihn zu nem klinikaufenthalt nach deutschland zu holen?
welche hirnis glauben wirklich daran, mit solch einer aktion könne man diesen ehrenwerten 82 jährigen massenfolterer gesichtswahrend aus der affäre ziehen? die nummer ist gelaufen!!!! das ist die einmalige chance, der welt zu zeigen, was es heisst, verantwortung für sein handeln zu übernehmen!! was ist mit ben ali und seiner tusse??? nichts, nichts hört man mehr!! paar auslandskonten wurden eingefroren, buahhhhh böse!!
die schlabbern jetzt ihren von bediensteten zubereiteten und gereichten frühstückstee unter saudischer sonne, glauben nie in tunesien gewesen zu sein und spüren nichts. keine konsequenz, null!! die haben nie ein gefühl für heimat gehabt, weil ihre heimat die korruption und das grosse geld ist. somit sind sie nie aus ihrer heimat vertrieben worden. war nur ein kleiner tapetenwechsel für diese korrupten aasgeier!!
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7.Februar 2011 at 21:36
nun laut meiner mädels sollte wenn denn demos vor der hochsicherheitsvilla irgendwo in deutschland stattfinden die reichtümer die er mit hat (Gold silber wertpapiere) beschlagnamt werden und dem Bildungssystem zugeführt werden
aber das ist halt nur ein wunsch traum
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7.Februar 2011 at 23:22
…bin ja nun wirklich kein freund von ARD und den anderen Verdummungsmedien, aber wenn es was zu loben gibt, springe selbst ich über meinen Schatten. “bad guy” hatte den Link ja schon geschickt, wer jedoch nicht reingeklickt hat, dem ziehe ich die wirklich guten Zeilen, mal hier rein…
Der Westen fällt Ägyptens Oppositionellen in den Rücken
Von Martin Durm, ARD-Hörfunkstudio Kairo
Diese Tage in Ägypten haben Momente gebracht, die man nicht mehr vergisst: Eine Millionen Menschen auf dem Midan al Tahrir, die vollkommen friedlich ein demokratisches Land verlangen. Der brennende junge Mann auf dem Midan al Tahrir, der vor unseren Augen als menschliche Fackel über den Platz lief, getroffen von einem Brandsatz des Mubarak-hörigen Mobs. Und der Gottesdienst auf dem Midan al Tahrir – Christen und Muslime halten Kreuze und Korane in ihren Händen und beten für das baldige Ende einer 30-jährigen Diktatur.
Was in diesem Februar im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt geschieht, ist so unglaublich in dieser fast schon verloren gegeben arabischen Welt, dass es einem beschämt. Es ist, als widerlege diese ägyptische Demokratiebewegung so ziemlich alle Vorurteile und Theorien des Westens zum Nahen Osten: Dass große Gefahr von den Islamisten ausgeht, dass Mubaraks Ägypten die Region stabilisiert, dass die Araber zu fatalistisch, zu träge, und irgendwie auch zu unbegabt sind, um sich von ihren Machthabern zu befreien.
Ägyptens Revolution, die alle Schichten der Gesellschaft erfasst hat – Säkulare und Religiöse, Intelektuelle und Tagelöhner, Muslime und Christen – beweist gerade, wie sehr wir uns täuschten. Seit 14 Tagen sind Tag und Nacht Tausende auf dem Midan al Tahrir und stehen ein für das Recht, sagen zu können, was sie denken – und wählen zu dürfen, wen sie wollen. Nicht mehr, nicht weniger.
Weiterlesen unter http://www.tagesschau.de/kommentar/aegyptenundderwesten100.html
(Anm. d. Redaktion: bitte keine kompletten Artikel anderer Autoren mit Urheberrechten hier posten. Wir haben den Beitrag gekürzt und den Link dazu eingefügt.)
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7.Februar 2011 at 23:23
Neuer Bericht in der ZEIT über Folter in Ägypten
http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-02/aegypten-folter-berichte
und Muttis salbungsvolles Gewäsch auf der Sicherheitskonferenz;
…Ich will deshalb deutlich sagen: Wir sind auf der einen Seite verpflichtet, wertegebundene Außenpolitik zu betreiben, und auf der anderen Seite sind wir natürlich auch verpflichtet, für Sicherheit und für Stabilität zu sorgen. Beides steht in vielen Fällen in einem gewissen Spannungsverhältnis zueinander. Ich glaube nur, man darf nie Kompromisse schließen, die das eine, nämlich die Achtung der Menschenrechte, völlig außer Betracht lassen.
http://www.bundeskanzlerin.de/Content/DE/Rede/2011/02/2011-02-05-bkin-m_C3_BC-si-ko.html
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7.Februar 2011 at 23:47
Dokumentation “The Dark Side” von Frontline.
Klasse Hinweis, Daniel.
Großartige Arbeit.
Danke dafür.
@bad guy 29:
Das GEMERKEL ist eine menschliche Schande für Deutschland.
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7.Februar 2011 at 23:50
samuela, ist ne nette idee mit mubaraks gestohlenen gütern die deutsche bildung zu pushen. allerdings glaube ich nicht, dass geld bei uns allein noch ausreicht…und die wertgüter gehören den ägyptern (nicht muhmuhmuhbarak), also gibt man sie ihnen wieder zurück.
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7.Februar 2011 at 23:54
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@Mark (Nr. 24)
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Kann Dir nur zustimmen ! Von einigen Ausnahmen abgesehen, wird die REVOLUTION des ägyptischen VOLKES zur Allerweltsrevolte heruntergeredet. Und die, die “in der ersten Reihe” sitzen (du weißt schon wo!), bekommen eine “fast heile Ägypten-Urlaubswelt” serviert.
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Gestern machte die “Tagesschau” mit “Ägypten” auf, heute rangierte das Thema (um 20.00 Uhr) erst an vierter Stelle.
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Der Berichtsschwerpunkt lag tatsächlich auf “Normalität”. Es fehlten eigentlich nur ein paar KAMEL-TOURISTEN (!!!) vor der Cheops-Pyramide.
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HESSE
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8.Februar 2011 at 00:32
gehe jetz bald schlafen
und wenn ich morgen aufstehe
ich habe keinen Bock auf so eine
abgekartete Sauerei,
die unter der Hand durchgeht,
wie das letzte mal, als ich die ganze Nacht am
Bildschirm saß
remember Gaza freedom flotilla ?
————————- and the end of it ?
(the are killing hope on purpose)
You know what I mean !!
eine GUTE Nacht
uns Allen und ,
Ägypten, Tahrirplatz
– wir sind dabei !!!
http://www.harpers.org/media/image/blogs/misc/walklikeegyptian.jpg
Aber Hallo !
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8.Februar 2011 at 00:40
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SKANDALÖSE, “schiefe” Ägypten-Berichte bei der “TAGESSCHAU”!
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Werden die Bundesbürger wahrheitsgemäß über die Ereignisse in Ägypten informiert?
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Die “TAGESSCHAU”, die mir bereits gestern Abend (20.00 Uhr, v. 06.02.2011) durch Ihre EINSEITIGE und die Situation VERFÄLSCHENDE Berichterstattung aufgefallen ist, berichtet auch heute (07.02.) wieder von einer NORMALISIERUNG der politischen Lage und einer angeblichen Umsetzung von “Reformen”.
…Ägypten? “Alles in Butter”, suggeriert die “Tagesschau”.
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Die 20.00 Uhr Ausgabe meldet:
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Ägyptens Presse berichte nun viel offener und freier als früher (1), die Banken hätten wieder geöffnet (2), und das normale Leben auf der Straße “setze sich allmählich wieder durch” (3).
“Sogar Teile der Opposition…” seien von ihrer ursprünglichen Forderung nach einem vorzeitigen Rücktritt Mubaraks abgerückt (4).
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ANMERKUNGEN:
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1. Der 3-Minuten-Beitrag enthält KEINE harten FAKTEN; dafür glänzt der Bericht mit Vermutungen. Auch durch das Weglassen wichtiger Informationen kann man die Realität in manipulativer Absicht verfälschen.
2. Ein Beispiel:
Ein “bärtiger Passant” darf sich gegen einen Rücktritt Mubaraks aussprechen! Die Zuschauer dürfen messerscharf überlegen…. “War das jetzt ein “Bruder”? Na wenn die auch einverstanden sind. Dann ist doch alles in Ordnung…” – Letzte Zweifel der Zuschauer beseitigt der erläuternde, gesprochene Kommentar:
“Sogar Teile der Opposition….” (vgl. oben unter -”4″-) seien gegen einen Rücktritt Mubaraks!
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3. Der “BERICHTERSTATTER” kommentiert lediglich den Straßenverkehr und Bilder von “zufällig Herumstehenden” und LEITET aus zufälligen Momentaufnahmen einen politischen Lagebericht AB!
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4. Das unspektakuläre, Normalität vorgaukelnde VIDEOMATERIAL (Straßenverkehrsansichten, Leute vor einer Bank) dient als SCHEINBARER BELEG für die Richtigkeit der gemachten Aussagen (des Sprecherkommentars). Der Korrespondent hat aber KEINE NEWS, nur eine subjektive MEINUNG.
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FAZIT:
Wer SCHNEIDET bei der Tagesschau diese unsäglichen, VOLKSVERDUMMENDEN BERICHTE zusammen?
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HESSE
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8.Februar 2011 at 01:07
[...] und Dank an: Daniel Neun – Radio Utopie Sorgen Sie für die Verbreitung dieses Artikels und speichern Sie diesen unter folgenden [...]
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8.Februar 2011 at 01:15
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Schiefe Berichterstattung? – ES GEHT AUCH ANDERS!
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Am 06.02.2011 wurde Guido Westerwelle im ZDF bei “Berlin direkt” zur Situation in Ägypten interviewt. Der -relativ junge- Journalist hat sich von dem üblichen, inhaltsleeren Diplomatengewäsch NICHT BEEINDRUCKEN lassen! Ganz im Gegenteil.
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Westerwelle versuchte vergeblich, die beschämende deutsche Ägypten-Politk und die Unterstützung der Mubarak-Diktatur als “langfristige Strategie des Wandels” zu verkaufen. Man solle lieber die Globalisierung -”Handel durch Wandel”- forcieren!
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EISIGER KOMMENTAR des jungen Journalisten: “Die Zuschauer können sich IHRE EIGENE MEINUNG BILDEN!” – Ja, das wollen wir doch stark hoffen.
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HESSE
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9.Februar 2011 at 13:09
Vielen Dank nochmals Daniel Neun für die sicherlich auch zeitraubende Arbeit über 14 Tage lang.
Leider wurde die tolle Arbeit nicht weiter geführt. Aber andererseits repräsentiert die Zahl von gefällt mir unter Facebook sicherlich nicht die Anzahl der interessierten Leser.
Als weiterführende und ergänzende Lektüre möchte ich deshalb auf eine Artikelserie bei Kopp-verlag.de verweisen:
“Erleben wir den Beginn einer weltweiten Revolution? Nordafrika und das globale politische Erwachen, Teil 1 – von Andrew Gavin Marshall”
Herzliche Grüße und vielen Dank nochmals an Daniel Neun
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9.Februar 2011 at 13:49
Steffen, die Arbeit wurde weiter geführt. Allerdings war der entsprechende Link nicht drunter gesetzt, wurde korrigiert.
http://www.radio-utopie.de/2011/02/08/agypten-ticker-volksaufstand-tag-15/
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