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Tote Söldner in Afghanistan: nützliche, vom Pentagon verschwiegene Hausgeister
Von petrapez | 16.Juli 2010
Ein einsamer ungedankter Tod: In einer neuen Studie, die dem US-Kongress mit dem CRS Report on PSCs in Iraq and Afghanistan 06222010 vorliegt, wurden bisher von der Regierung nie veröffentlichte Zahlen über getötete Auftragnehmer und Sicherheitsdienstleister in Afghanistan im Dienst des US-Verteidigungsministeriums untersucht. (Caspar David Friedrich: Kreuz an der Ostsee, Wikipedia)
Zu ihrem vielseitigen Aufgabenbereich gehören Personenschutz, die Sicherung von NATO-Einrichtungen und Transportbegleitungen militärischer Konvois sowie verdeckte Operationen, über die nicht gesprochen wird.
Eine genaue Beschreibung des tatsächlichen Zustandsberichtes über die getöteten Auftragnehmer ist nicht möglich und die Studie konnte nur die Zahlen erfassen, die für sie ermittelbar waren.
Mit dem Eskalieren des Afghanistan-Krieges mit dem Entsenden von noch mehr Truppen und dem Anstieg von Einsätzen verdeckter Sonderkommandos, um endlich die Entscheidung dieses nicht zu gewinnenden Krieges zu erzwingen, steigt die Gewalt. In der Bevölkerung schwindet mit dem Tod eines jeden weiteren Zivilisten jeglicher Rückhalt für die NATO-Truppen und in der afghanischen Armee und Polizei macht sowieso jeder was er will und verhökert zudem die Waffen des ISAF-Bündnisses.
Immer mehr private Dienstleister und geheime Operateure werden von den USA benötigt, um einigermassen die Maskerade der “die Situation im Griff haben” zu erhalten und vom Pentagon rekrutiert.
In dem CRS Report für den US-Kongress
“The Department of Defense’s Use of Private Security Contractors in Iraq and Afghanistan: Background, Analysis, and Options for Congress”
werden die getöteten Zahlen der Sicherheitsdienstleister für die US-Armee im Irak und in Afghanistan benannt. In Afghanistan wurde in den letzten Monaten ein vierfache Anstieg der, so wörtlich “ultimativen Opfer” bei den privaten Subunternehmer festgestellt. Die Dunkelziffer abzuschätzen bleibt der Fantasie eines jeden hierzu selbst überlassen.
Diese tauchen in keiner US-Statik der US-Regierung auf, da es sich in der Mehrzahl um afghanische Bürger handeln würde, die aber als bewaffnete Angestellte in dem Krieg der Vereinigten Staaten von Amerika gefallen sind. Sie würden die Propaganda und Statistik versauen und sind daher keiner Erwähnung wert, Fliegenschiss, der einfach unberichtet weggewischt wird.
Söldner zu sein ist eine Beschäftigung, die zu den am meisten zu verurteilendsten Berufen dieser Welt gehört – sein Leben für Geld zu riskieren und nicht selten auch dafür zu morden, wenn die “Gelegenheit” das so erfordert. Entsprechend werden sie auch von der Politik behandelt: als dumme, nützliche Idioten, die nichts hinterfragen und ihre Aufträge für sie erledigen. Sterben sie dabei, ist das peinlich und unpatriotisch und darf bloss nicht thematisiert werden. Private Sicherheitsdienstleister sind Roboter ohne Herz und Seele und so ganz nebenbei doch noch Menschen.
Viereinhalb mal mehr Dienstleister für die US-Regierung starben in Afghanistan gegenüber dem uniformierten Personal. Berichte über getötete US-Soldaten erscheinen in der Presse und in den Pentagon-Aufzeichnungen, das andere sind nicht erwähnenswerte Unpersonen, vor allem wenn es sich um Afghanen handelt.
Hier können Interessierte die vierundzwanzigseitige Analyse für den US-Kongress studieren.
Artikel zum Thema
28.06.2010 Panettas Erklärung zur CIA-Datenbank “Al-Qaida”
26.06.2010 Neuer 100 Millionen Dollar CIA-Vertrag an Blackwater alias Xe Services
22.06.2010 Vereinigte Staaten von Amerika verfallen mit ihrem USA Patriot Act ins Barbarentum
Quelle: http://www.salon.com/news/politics/war_room/2010/07/15/afghan_war_contractors_dying
Topics: Militär und Krieg | 12 Kommentare »
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16.Juli 2010 at 19:26
Sowas kann nicht verwundern
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16.Juli 2010 at 19:43
Wen interssierts auch, wenn jemand seine Seele für Geld verkauft!
Sollen sie in der Hölle schmoren!
Haben sie verdient!
Niemand hat sie gezwungen!
Kein Mitleid!
(…)
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16.Juli 2010 at 23:40
Dummes Gelaber,
eines verkackten Einzelkindes.
Die meisten Menschen dieser Erde können sich nicht aussuchen wie sie überleben.
Söldner ist ein gutbezahlter ehrenwerter Beruf, jedenfalls für die “Armen”. Träum weiter Du Spinner:)!
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17.Juli 2010 at 08:55
Das Söldnertum ist das zweitälteste Gewerbe der Welt.
“Vive la morte, vive la guerre, vive le sacre mercenaire.”
Arbeitsplätze über alles!
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17.Juli 2010 at 08:56
Söldner ist nun wirklich kein Ehrenwerter Beruf.
Aber das man es sich nicht aussuchen kann stimmt. Niemand kann das.
Der Mensch kann tun was er will, aber nicht bestimmen was er will.
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17.Juli 2010 at 12:22
vergeßt nicht, daß viele diese Leute nicht freiwillig Söldner sind, sondern aus wirtschaftlicher Not dazu werden, weil man ihnen jeden ehrlichen Lebenserwerb verweigert.
In der Bananenrepublik ist das heute nciht anders – auch die BW-Söldner in afghanistan sind größtenteils wirtschaftlioch erpreßt worden, für die Politeska in Afghanistan Rauschgiftfelder zu bewachen – und was immer sie sonst noch machen.
Überlegt einmal, was ihr machen würdet in einer solchen situation – keine Familie – kein Geld – keine Zukunft. Einzige Option : Mörder für die Finanz-Mafia.
mfg zdago
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17.Juli 2010 at 13:06
In Deutschland muss niemand Söldner werden!
Es gibt soziale Institutionen die einen auffangen.
Auch wenn ich der Meinung bin das die Hilfe vom Staat im Vergleich zum Lebensstandart und des Reichtums in Deutschland zu gering ist, muss sich niemand hier in Deutschland entscheiden Söldner zu werden.
Viele von der Bundeswehr mit denen ich gesprochen habe und die in Afghanistan waren, sind rüber weil sie auf einen Schlag viel Geld bekommen haben! Und wenn Menschen ihr Leben aufs Spiel setzen für eine Menge Geld!
Warum in aller Welt sollte ich bei ihrem Tod Mitleid haben?
Aber keiner kann mir sagen das Söldner aus den westlichen Industriestaaten gezwungen sind Söldner zu werden!
Ach ja und das Söldner darsein ist nicht ehrenswert! Es ist wie Hurerei in meinen Augen! Nur auf einer anderen Ebene. Und sogar Hurerei ist ehrenswerter, als Söldnertum!
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17.Juli 2010 at 13:08
@ Rudi
Es erschließt sich mir nicht was am Geschäft mit dem Sterben ehrhaft sein soll.
Perfide finde ich, dass es in den USA selbst mit Verlust der Staatsbürgerschaft bewehrt ist, sich in einer anderen Armee zu verdingen. Aber es zeigt deren Scheinheiligkeit auf. Außerdem wird durch diese Art und Weise der Darstellung die wahre Dimension des Sterbens verschleiert. Widerlich!
„In vielen Ländern, wie zum Beispiel Österreich und in der Schweiz, ist es für Staatsangehörige nach dem Gesetz verboten, für ein anderes Land Kriegsdienst zu leisten. Selbst der Dienst in der Fremdenlegion stellt für Österreicher und Schweizer nach dem Gesetz eine Straftat dar. Viele Österreicher, die nach ihrem Söldnerdienst auf dem Balkan wieder in die Heimat kamen, fanden sich vor dem Strafgericht wieder und wurden teilweise zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Zusätzlich kann einem Österreicher, der für ein anderes Land Kriegsdienst leistet, die österreichische Staatsbürgerschaft unwiderruflich entzogen werden. Ein Schweizer, der für ein anderes Land kämpft, kann wegen Landesverrat angeklagt werden und muss mit mindestens 20 Jahren Haft rechnen.
In Deutschland ist es strafbar, deutsche Staatsangehörige „zugunsten einer ausländischen Macht“ „zum Wehrdienst in einer militärischen oder militärähnlichen Einrichtung“ anzuwerben.[3]. Ferner riskiert ein Deutscher den Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit, wenn er in einen bewaffneten Verband eines Staates eintritt, dessen Staatsangehörigkeit er ebenfalls besitzt.[4]“ WIKIPEDIA
“Aus gutem Stahl macht man keine Nägel, und aus guten Männern keine Soldaten.”
(Konfuzius)
Gruss Klara
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17.Juli 2010 at 14:45
PS: Lesenswerter Artikel zur Privatisierung der Heere http://www.zeit.de/2008/12/Soeldnerheere
Gruss Klara
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18.Juli 2010 at 09:26
Profikiller, die für die Mafia arbeiten, halte ich für ehrlicher als all diese Rambos, die in Afghanistan udn Irak schwerbewaffnet durch die Gegend ballern und sich selber belügen wenn sie sagen, sie würden für eine gute Sache kämpfen.
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18.Juli 2010 at 11:29
@Mob
Söldner wird man wegen a) dem Geld und b) teilweise natürlich auch aus Abenteuerlust. Die von Ihnen zitierte “gute Sache” ist hingegen sicher kein Motiv. Aus diesen Gründen erwartet auch niemand “Mitleid”, wie assasin weiter oben vermutet.
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18.Juli 2010 at 13:25
jedenfalls ist es auch Tatsache, und das gilt für die BW ebenso wie für die US-Army und andere Armeen, daß das Fußvolk der Armee überwiegend aus Gebieten kommt, in denen die Wahl nur arbeitslos oder Armee lautet.
Und @7 assassin :
Hartz IV ist Sklaverei – wer da erst einmal reingezwungen ist, hat nach einiger Zeit keinen Sinn mehr für den feinen Unterschied.
Tatsache ist, daß die BW ihren Mannschaftsbestand mehrheitlich dort herholt, wo man den Menschen jede ehrliche Arbeit verweigert.
mfg zdago
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