Aktiv gegen Stuttgart 21Aktiv gegen Stuttgart 21

« | Home | »

FDP fordert "Rückzugsplan" aus Afghanistan-Krieg, Sozens in Panik

Von Daniel Neun | 19.August 2009

Jürgen Koppelin (FDP) verlangt nach fast 8 Jahren sinnloser deutscher Besatzung in Zentralasien einen “Rückzugsplan”. SPD-Fraktionsführer Peter Struck ruft daraufhin nach der CDU-Kanzlerin Merkel.

The times, they are changing. Der FDP-Militärexperte Jürgen Koppelin fordert nach 8 Jahren sinn- und erfolglosem Besatzungskrieg im zentralasiatischen Afghanistan das einzig Logische: einen Plan, wie das Ganze einmal mehr oder weniger schmerzfrei zuende gehen könnte. Und was macht daraufhin der Führer der SPD-Abgeordneten im Bundestag? Er rennt zur CDU-Kanzlerin Angela Merkel und bettelt nach einem “Bekenntnis” zum Afghanistankrieg.

Koppelin gab heute der “Bild” (1) ein Interview, in welchem er zum ersten Mal für die FDP so etwas wie Verantwortung gegenüber dem mehrfach zum Ausdruck gebrachten Willen der überwältigenden Mehrheit des Deutschen Volkes und seiner Soldaten zum Ausdruck brachte:

“Die nächste Bundesregierung muss einen genauen Plan aufstellen, wie ein Rückzug der Bundeswehr in den nächsten Jahren aussehen kann.”

Der Krieg, so FDP-Militärexperte Koppelin, fordere

zu viele Opfer und hat keine klare Strategie“.

Der Krieg in Zentralasien sei “so nicht zu gewinnen”, es gebe keine klare Perspektive für das deutsche Militär im Einsatz. Koppelin:

“Unsere sich in Afghanistan befindenden Soldaten und ihre Angehörigen brauchen eine Perspektive für das Ende des Einsatzes

Die Kriegspartei SPD, die im Augenblick in den Umfragen immer noch über 20 Prozent liegt, geriet darüber in helle Panik. Fraktionsführer Peter Struck (“Deutschland wird am Hindukusch verteidigt”) gab ebenfalls schnell ein Interview in der Märkischen Allgemeinen (2). In diesem rief er nach der CDU-Kanzlerin Angela Merkel und verlangte von ihr ein “Bekenntnis” zum Krieg in Afghanistan:

“Frage: Stehen Sie weiter zu Ihrem Satz, die Sicherheit Deutschlands werde auch am Hindukusch verteidigt?

Struck: Ja. Ich bin überzeugt, dass der Satz auch heute noch gilt. Und ich bedauere sehr, dass die Kanzlerin den Menschen zu wenig klar macht, dass es dabei um keinen Feuerwehreinsatz in Uniform geht, sondern um einen Kampfeinsatz, bei dem Menschen auch sterben können. Mir fehlt ihr klares Bekenntnis zu diesem gefährlichen, aber auch notwendigen Einsatz.”

Gefährlich, aber auch notwendig scheint für Struck auch der von der SPD direkt gestützte und unterstützte afghanische Präsident Hamid Karzai (Karsai) zu sein. Welche Verbrecher dieser Mann in seinem “Schreckenskabinett” versammelt hat, umschrieb heute das “Hamburger Abendblatt” am Beispiel von Karzais “Marshall auf Lebenszeit”, Abdul Dostum(3):

“Der Usbeke gilt als einer der brutalsten Kriegsherren in einem Land, dem extreme Gewalt seit Jahrhunderten nicht fremd ist. Nach unbestätigten Medienberichten pflegt er manche Gegner wochenlang zu foltern, bevor er sie ermorden lässt. Einen seiner eigenen Soldaten ließ er angeblich auf eine Panzerkette binden und plattfahren.
Diesen Mann hat Afghanistans Präsident Hamid Karsai gerade aus dem türkischen Exil zurückgeholt, in das ihn Karsai 2008 wegen eines brutalen Angriffs auf einen Rivalen gezwungen hatte. Der Mann wurde halb totgeprügelt und vergewaltigt.
Alles vergeben und vergessen: Karsai benötigt dringend die Unterstützung des mächtigen Usbeken, der sein Volk zu einer Stimmabgabe für den amtierenden Präsidenten, einen Paschtunen, aufrufen kann..Der 55 Jahre alte Dostum, der zeitweise eine brutale Privatarmee von bis zu 45 000 Mann befehligte, der man zahllose Morde und Menschenrechtsverletzungen vorwarf, ist von Karsai zum militärischen Stabschef Afghanistans und zum Marschall auf Lebenszeit ernannt worden.”

Da weiss man doch, wofür deutsche Soldaten in den letzten 7 1/2 Jahren gefallen sind.

Wer am 27.September jetzt noch SPD wählt, muss wissen was er macht. Rausreden kann sich jetzt niemand mehr. Selbst wenn er nur ein armer, armer Sozen ist…

update:

Auch die CSU fordert zumindest eine “schnelle Exit-Strategie für Afghanistan”. (4)

(…)

Belohnen Sie doch mal unsere mühselige Arbeit und stimmen Sie für diese erfreuliche Botschaft auf yigg

Wir haben immer gesagt, erst heute wurde bekannt…
07.08.2009 Der Krieg ist aus!
06.08.2009 Afghanistan-Krieg vor dem Ende?
22.05.2009 DAS IMPERIUM WILL ZURÜCK: Duell um die Herzen und Köpfe dieser Welt

Quellen:
(1) http://www.bild.de/BILD/politik/2009/08/19/afghanistan-koppelin-fdp/will-fuer-bundeswehr-rueckzugsplan.html
(2) http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11585889/492531/SPD-Fraktionschef-Peter-Struck-ueber-Irrtuemer-Erfolge-und.html
(3) http://www.abendblatt.de/politik/ausland/article1145218/Das-Schreckenskabinett-des-Hamid-Karsai.html
(4) http://www.neue-oz.de/information/noz_print/interviews/20090819-Ramsauer-Wir-brauchen-schnelle-Exit-Strategie-fuer-Afghanistan.html

Diesen Artikel empfehlen und weiterverbreiten:
  • Twitter
  • Google Bookmarks
  • Google Buzz
  • del.icio.us
  • Digg
  • Yigg
  • MisterWong.DE
  • LinkArena
  • Blogosphere
  • Add to favorites
  • LinkedIn
  • FriendFeed
  • MySpace
  • RSS
  • PDF
  • Print

Topics: Politik | Kommentare deaktiviert

* * */

Kein Kommentar to “FDP fordert "Rückzugsplan" aus Afghanistan-Krieg, Sozens in Panik”

  1. lupo meint:
    19.August 2009 at 19:55

    Es wird ja mal Zeit, das die FDP hier Stellung nimmt. Die FDP hat ja eine ganz gute Frau auch im Parlament die schon öfters in Afghanistan war.

    Es ist Frau Elke Hoff

    Wie bewerten Sie den Kommentar? Daumen hoch 0 Daumen runter 0

  2. Gast meint:
    19.August 2009 at 20:12

    fast schon ein richtig Guter Vorschlag von der FDP! ist man gar nicht gewohnt, die plappern normale weise alles nach.
    Naja, die haben erst jetzt wohl Mitbekommen, dass Cem Özdemir von den Grünen bei der Bilderberger Konferenz (meiner Meinung nach: Terrorlistenvereinigung) war, und er sich vorher so die Erlaubnis für die Beteiligung an der Bundesregierung geholt hat.
    Da müssen die Zinszins-alles-Tuher (Schlampen, wollte ich nicht schreiben) von der FDP, natürlich alles tun um noch vor den grünen zu bleiben, damit die noch eine Chance für die Regierungsbeteiligung, haben.
    ich bin gespannt wie viel Opfer (Wähler) Sie mit dieser Tour noch Finden!

    Wie bewerten Sie den Kommentar? Daumen hoch 0 Daumen runter 0

  3. Leo Trotzki meint:
    19.August 2009 at 20:35

    Schon wieder Schleichwerbung für die FDP, ich sage mal weiter nichts dazu…
    Offenbar hat man die Umfragen genau studiert und passt sich jetzt der öffendlichen Meinung an. Das ist so ähnlich wie die Forderung der SPD nach Mindestlöhnen. Es ist immer eine gute Idee, Dinge zu fordern, die man bei seinem Koalitionspartner dann nicht durchsetzen kann. So kommt man nie in Versuchung seinen Wahlversprechen Taten folgen zu lassen. Die FDP gibt´s nur im Paket mit den Christdemokraten und deren Bündnistreue zum American Empire ist absolut, man denke nur an Angies Entschuldigungstour nach Washington, als der damalige Kanzler Schröder keine deutschen Truppen in den Irak schicken wollte… Die FDP fischt mit allen Mitteln nach Wählerstimmen. Na ja, was ist von Leuten zu halten die als Gaststar ins Big-Brother-Haus einziehen? (Ja genau, das war Guido Westerwelle). Was kommt da noch, etwa Fallschirmpringen? (Reißleine nicht vergessen!) Ich bin gespannt, welch wundersamen Gesinnungswechsel der Wahlkampf als nächstes bringt, wird sich jetzt vielleicht die NPD für die Integration von Ausländern stark machen? Die CDU einen Mindestlohn von 10 Euro und ein bedingungsloses Grundeinkommen fordern? So langsam wundere ich mich über gar nichts mehr!!!

    Daß man bei der SPD die Zeichen verkennt ist allerdings irgendwie symptomatisch, was ist da los, unter 500000 Mitgliedern müssten doch mindestens ein paar Leute zu finden sein, die einen besseren Job machen als diese Klappspaten.

    Nach mit die Sintflut, trinkt aus Piraten, joho!!!

    Wie bewerten Sie den Kommentar? Daumen hoch 0 Daumen runter 0

  4. freethinker meint:
    19.August 2009 at 21:43

    Schleichwerbung für die FDP, aber dennoch ist diese Forderung richtig. Was soll der Vernichtungskrieg in diesem zentralasiatischen Land?

    Warum müssen die deutschen Militärs Terror, Mord und Totschlag in diesen arme und geschundene Land bringen. Das unendliche Leid, was hier deutsche Militärs in dieser langen Zeit hineingetragen haben ist unfassbar.

    Welcher Mensch kann anderen Menschen beim morden und stehlen schon Erfolg wünschen?

    Nein, dass Gegenteil ist der Fall!

    Die Bundesregierung schafft so viel Leid mit diesem Krieg, dass jeder Mensch erkennen muss, so etwas ist nicht wählbar! Phui!

    Wie bewerten Sie den Kommentar? Daumen hoch 0 Daumen runter 0

  5. Drücker meint:
    19.August 2009 at 21:58

    Na, wenn das mal keine Wahlkampflüge ist.
    Trotzdem aber ein guter, erster Anfang…

    “dass es dabei um keinen Feuerwehreinsatz in Uniform geht,”
    Ach so, ich dachte immer die Feuerwehr trägt Uniformen. Sorry, hab mich wohl geirrt. Danke, Strucki.

    Wie bewerten Sie den Kommentar? Daumen hoch 0 Daumen runter 0

  6. Pit meint:
    19.August 2009 at 22:14

    Der Krieg in Zentralasien sei “so nicht zu gewinnen”, es gebe keine klare Perspektive für das deutsche Militär im Einsatz. Koppelin:

    Das ist doch mal ein klares Bekenntnis,wenn der Krieg halt “so” nicht zu gewinnen ist hören wir da auf und schaun mal wo wir statt dessen ein bisschen einmarschieren.Deutschland wird hoffentlich nie irgend einen Krieg gewinnen,auch wenn es diese Militaristen sich in ihren feuchten Träumen schon wieder mal herbeisehnen.

    Wie bewerten Sie den Kommentar? Daumen hoch 0 Daumen runter 0

  7. Benjamin Freitag meint:
    20.August 2009 at 02:25

    Ich bin nach wie vor der Meinung, das wie oben angesprochen, einfach ein zwei PR-Berater die Realität erkannt haben und jetzt wieder auf diese ekelhafte Verblendungsschiene abrutschen.
    Also los Freunde->lasst uns vernetzen, die Verbrecher fetzen, üngultig oder piraten, nehmt den Verbrechern jeden cent.

    Vielleicht haben Köppelin und seine Freunde die doch bei Krieg sonst so fleissig die Händchen hoch halten einfach mal mitbekommen was am Wochenende in Leipzig los war und was für Kongresse jetzt noch kommen, nachdem aber die FDP immer wieder den Eindruck macht sich als größten Bürgerfreund hinzustellen kann man dem leider keinen Glauben mehr schenken.

    Wie bewerten Sie den Kommentar? Daumen hoch 0 Daumen runter 0

  8. peter meint:
    20.August 2009 at 14:29

    Hier wird Werbung für die FDP gemacht,die wird sich von dieser Äußerung nach der Wahl distanzieren.

    Wie bewerten Sie den Kommentar? Daumen hoch 0 Daumen runter 0

  9. falseistrue meint:
    20.August 2009 at 18:14

    @gast

    “Naja, die haben erst jetzt wohl Mitbekommen, dass Cem Özdemir von den Grünen bei der Bilderberger Konferenz (meiner Meinung nach: Terrorlistenvereinigung) war, und er sich vorher so die Erlaubnis für die Beteiligung an der Bundesregierung geholt hat.”

    @gast
    Du weißt aber schon dass Guido auch schon mal bei
    den Bilderbergern war ?

    Wie bewerten Sie den Kommentar? Daumen hoch 0 Daumen runter 0

  10. bekannt meint:
    21.August 2009 at 20:04

    Ne Zeitlang hab ich doch geglaubt,das die Unterstellung einer Schleichwerbung für die FDP
    nur auf irgendwelchen Phantasien basiert.
    Nachdem man meinen vorhergegangen Beitrag über Westerwelle und Bonusmeilen-Gregor hier nicht veröffentlicht hat,kann ich nur zu dem Schluss kommen,das diese Seite weder unabhänig noch investigativ ist und dementsprechend Meinungen unterdrückt…..

    Danke das war´s…….

    Wie bewerten Sie den Kommentar? Daumen hoch 0 Daumen runter 0