Ein Lob auf die Emotion

Am letzten Sonntag, am Vorabend von Israels Gedenktag fĂŒr die Gefallenen unserer Kriege, war ich zu einer Veranstaltung eingeladen, die von der Aktivistengruppe „KĂ€mpfer fĂŒr den Frieden“ und dem „Forum israelischer und palĂ€stinensischer trauernder Eltern“ organisiert wurde.
Die erste Überraschung war, dass sie ĂŒberhaupt stattfand. In der allgemeinen AtmosphĂ€re der Entmutigung des israelischen Friedenslagers nach den letzten Wahlen, als fast niemand wagte, das Wort „Frieden“ in den Mund zu nehmen, ist solch eine Veranstaltung ermutigend.

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Yair Lapid brachte uns eine extrem rechte von Siedlern dominierte Regierung

Die Hauptverantwortung fĂŒr Israel, die einer so bösartigen und gefĂ€hrlichen Regierung aufgebĂŒrdet wurde, bleibt nicht allein beim PM Netanjahu und nicht einmal bei Naftali Bennett der JĂŒdisches Haus-Partei. Die Hauptverantwortung liegt direkt auf Yair Lapid, dem Mann, der bei den Wahlen einen großen Sieg errang und diesen vergeudete, der der israelischen Politik des rechten FlĂŒgels einen vernichtenden Schlag versetzte und dann ganz allein diesen selben Block zu großer Macht verhalf.

Die Dritte Intifada

Überall in der Westbank warfen palĂ€stinensische Jugendliche Steine auf israelische Soldaten. Alle 3500 PalĂ€stinenser in israelischen GefĂ€ngnissen nahmen teil an einem dreitĂ€gigen Hungerstreik.
Der unmittelbare Grund war der Tod eines 30jĂ€hrigen PalĂ€stinensers wĂ€hrend des Verhörs durch den Shin Bet. Es war kein Herzinfarkt, wie zunĂ€chst (und automatisch) von israelischen Verantwortlichen und ihren Handlangern, den sog. „militĂ€rischen Korrespondenten“, behauptet wurde. War es also Folter, wie praktisch alle PalĂ€stinenser glauben?

Frieden und Wassermelonen

Als ich Mitte der 50er-Jahre nach einer Persönlichkeit Ausschau hielt, die vielleicht David Ben Gurion im Amt des MinisterprĂ€sidenten ablösen könnte, dachte ich an Goldmann. Er hatte das notwendige Format und war bei moderaten Zionisten beliebt. Was nicht weniger bedeutsam war: er hatte eine klare Meinung. Vom ersten Tag des Staates Israel an hatte er vorgeschlagen, dass Israel eine „nahöstliche Schweiz“ werden möge, neutral zwischen den USA und der Sowjetunion. FĂŒr ihn war Frieden mit den Arabern fĂŒr die Zukunft Israels absolut notwendig.

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