Analyse: MilitĂ€rdiktatur versucht Ägypter abermals um ihre Nationalversammlung zu betrĂŒgen

Die MilitĂ€rdiktatur Ägyptens unter Generalstabs-Leiter Sedki Sobhi hat dem gestrigen Ultimatum von Großimam Ahmed al-Tayeb nachgegeben und wie gefordert Wahlen versprochen. TatsĂ€chlich aber versucht das MilitĂ€r, wie nach dem vom Volk in der Revolution von 2011 erzwungenen RĂŒcktritt des (MilitĂ€r)Diktators Husni Mubarak, genau die Nationalversammlung zu verhindern, mit der es die sinnlosen verlorenen zwei Jahre von Blutvergießen, Chaos und Not nie gegeben hĂ€tte.

Meine ErklĂ€rung zu Ägypten

Der Hintergrund fĂŒr drohenden Krieg und Blutvergießen, sowie fĂŒr den versuchten Sturz des, nun ja, rechtmĂ€ĂŸig gewĂ€hlten PrĂ€sidenten Mohammed Morsi liegt in der Entlassung des Herrschers ĂŒber Ägypten durch den PrĂ€sidenten von Ägypten. Im Januar entließ Mohammed Morsi den seit 2003 herrschenden Farouk El Okdah und ernannte Hisham Ramez zum neuen Herrscher Ägyptens. Wer ist der Herrscher Ägyptens? NatĂŒrlich der PrĂ€sident. Der PrĂ€sident der Zentralbank.

Die Diktatur des Kapitals ĂŒber Europa, bezahlt aus Deutschland, ist gescheitert

Gestern trafen sich, unzweifelhaft am Mittelpunkt europĂ€ischer Hochkultur und im Epicenter deutsch-französischer Geschichten, die PrĂ€sidien der Kapitalversammlung von Frankreich und ihr kleiner Schlafes Bundesbruder zu einer Kaffeerunde. Man unterhielt sich mal, was man so machen konnte. Schliesslich hatte man ja nicht wirklich viel zu tun und noch nie viel gemacht. Es ging nun um die Frage, ob man ĂŒberhaupt mal was machen wollte. Oder ĂŒberhaupt jemals noch etwas. Das war eine harte Entscheidung. Ganz, ganz hart. Aber die noblen Meister der parlamentarischen Demokratie saßen da und ein großer Schatten fiel ĂŒber sie. Es war ein großer Felsen, der, ĂŒber die Klippe von der anderen Seite herĂŒber gewuchtet, nun in vollem Tempo auf sie zu rollte. Es rumpelte und pumputtelte schon, daß es ihnen den Kaffee aus den Tassen hob. Und da dachten sich die hohen Herren, bevor wir jetzt zu dem Matsch werden, den wir Zeit unseres Lebens gemacht haben, ja da machen wir doch lieber einen Schritt nach vorn. Oder lieber gleich einen ganzen Satz.

Ägypten: Nun beginnt der Wahl-Kampf um eine neue Republik

Die Bevölkerung ist weiter auf der Straße. Es gibt keine Auseindersetzungen mit dem MilitĂ€r, dessen PrĂ€senz von den Demonstranten freundlich aufgenommen wird. Die Polizei ist nicht prĂ€sent und vollstĂ€ndig abgetaucht. Es sind keine neuen Todesopfer zu beklagen. Die hohe Zahl der von Nachrichten-Medien gemeldeten Todesopfer summiert sich aus den vier Tagen des landesweiten Volksaufstandes, dessen Ausmaß erst jetzt vollstĂ€ndig bekannt wird. Nach der US-Regierung von PrĂ€sident Barack Obama in Washington, mitsamt ihren Ablegern bei UNO und „EuropĂ€ischer Union“ (EU), ruft nun auch die unter dem Regime des Diktators Husni Mubarak unterdrĂŒckte Muslimbruderschaft zu einem friedlichem Machtwechsel auf.

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