Pentagon-Chef: U.S.-Kriegseinsätze lösen keine Probleme, nur Diplomatie

In einem Interview am Rande der Tagung mit dem Redakteur der militärischen Zeitung Defence One beruft sich Hagel auf die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika. In dieser ist verankert, dass das Verteidigungsministerium in der offiziellen Regierungshierarchie hinter dem Aussenministerium und dem Handelsministerium eingestuft ist. Der Verteidigungsminister meinte somit, dass das Militär nicht die U.S.-Politik dominieren soll, wie einige Experten während des Zeitraumes des vergangenen Jahrzehnts getan haben.

Iran: Es geht nicht um Atomwaffen

Dem Präsidenten muss bekannt sein, dass es keinen Beweis dafür gibt, dass der Iran jemals ein Atomwaffenprogramm betrieben hat bzw. betreibt. Jeder relevante Geheimdienst der Welt hat diese Tatsache über ein Jahrzehnt lang bestätigt. Zwei Einschätzungen der Geheimdienste der Vereinigten Staaten von Amerika, die 2007 und 2011 veröffentlicht worden sind, unterstreichen das. Auch die Internationale Atomenergieagentur hat immer wieder bestätigt, dass der Iran kein nukleares Material für irgendwelche militärische Zwecke abgezweigt hat.

Pentagon bleibt seit zwei Jahrzehnten Nachweis ĂĽber 8,5 Billionen U.S.-Dollar schuldig

Mindestens seit 1996 kämpft die hauseigenen Finanzabteilung Defense Finance and Accounting Services (DFAS) bei der Jahresabrechnung mit diesem Fass ohne Boden um eine korrekte Bearbeitung. Ein aussichtsloses Sisyphos-Unterfangen. 8,5 Billionen U.S.-Dollar an vom U.S.-Kongress bewilligten Steuergeldern für das Verteidigungsministerium konnten nicht zugeordnet und ordnungsgemäss verbucht werden.

Die Armee der Vereinigten Staaten von Amerika entdeckt Afrika

Somit haben wir also U.S. Army Africa, oder USARAF (Afrika-Armee der Vereinigten Staaten von Amerika), das jüngste militärische Hauptquartier in der ständigen wachsenden Dienstliste des Pentagon. Die Mission dieses Kommandos, das sich selbst beschreibt als „Amerikas erstes Armeeteam, das auf positive Änderung in Afrika hinarbeitet,“ schafft es, gleichzeitig auf beruhigende Weise farblos und beunruhigend ambitioniert zu sein, Einerseits „stärkt USARAF die Möglichkeiten von afrikanischen Staaten und regionalen Organisationen auf dem Boden.“ Andererseits „führt es entschiedene Aktionen durch, um ein sicheres Umfeld zu schaffen und die nationalen Sicherheitsinteressen der Vereinigten Staaten von Amerika zu schützen.“

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Von wem bekommt Saudi-Arabien wirklich Atomwaffen-Technologie?

„Eine Vielzahl von Quellen“ berichten Mark Urban und der BBC, dass das saudische Königshaus in der Atommacht Pakistan in „Nuklear-Waffen-Projekte“ investiert habe. Ein „leitender Entscheider“ des Nordatlantikpakts N.A.T.O., so Urban, habe ihm berichtet, „dass im Namen von Saudi-Arabien in Pakistan hergestellte Nuklearwaffen jetzt bereit seien zur Auslieferung“. Und auch der in Deutschland unverdienterweise so unberĂĽhmte Amos Yadlin, seines Zeichens groĂźer FĂĽhrer der „Intelligenz-Abteilung“ (Aman) des israelischen Militärs, habe letzten Monat „auf einer Konferenz in Schweden“ folgendes gesagt: „Die Saudis werden nicht einen Monat warten. Sie haben bereits bezahlt fĂĽr die Bombe, sie werden nach Pakistan gehen und mitbringen was sie mitbringen mĂĽssen.“ Ohne die Integrität von BBC-Reporter Mark Urban in Zweifel ziehen zu wollen: meiner Einschätzung nach handelt es sich bei diesen (auch ihm gegenĂĽber) gezielt gestreuten entsprechenden Informationen ĂĽber Pakistan als Quelle der saudischen Atombombe um „operative Informationen“, wie man im Apparat zu Deutschland zu sagen pflegt, um solche Begriffe wie „psychologische KriegfĂĽhrung“ oder schlicht „LĂĽge“ zu vermeiden bzw aufzuhĂĽbschen. Meiner Einschätzung nach bieten sich statt Pakistan zwei weitere expansive, kriegfĂĽhrende, imperialistische und skrupellose Atom- und Kolonialmächte fĂĽr die Proliferation von Atomwaffen bzw der dafĂĽr notwendigen Technologie nach Saudi-Arabien an: Israel und Frankreich.