Wann kaufen Russland, China, Frankreich, Deutschland, GroĂźbritannien dem Iran endlich das angereicherte Uran ab?

Anstatt nun auf die in Washington erklärten Sanktionen der Trump Administration zu pfeifen und dem Iran das angereicherte Uran einfach abzukaufen bzw gegen gebrauchsfähiges Uran fĂĽr dessen Atomkraftwerke einzutauschen – wie es das Atomabkommen vorsieht – tun nun die Regierungen in Moskau, Peking, Paris, Berlin und London wie ĂĽblich wieder einmal nichts, sitzen rum und erzählen Dreck daher.

Urenco vervierfacht Urananreicherungsgrad

Mit der AnkĂĽndigung von Urenco setzen sich die deutschen MiteigentĂĽmer RWE und EON sowie die Aufsicht fĂĽhrende Bundesregierung klar fĂĽr einen gefährlichen Ausbau des Atomsektors ein. Das neue Produkt „HALEU“ (high assay low-enriched uranium) kommt extrem nahe an die 20%-Grenze bei der Urananreicherung. DarĂĽber gilt Uran als hochangereichert und waffenfähig.

RWE lehnt bei Gesprächen den Ausstieg aus Urananreicherung strikt ab

Obwohl die mögliche Verknüpfung mit dem US-Atomwaffenprogramm weiter auf der Tagesordnung steht, reagierten die Vertreter von RWE und Urenco Gronau mit angeblichem Nichtwissen auf unsere Frage nach den öffentlich zugänglichen Vertragsvereinbarungen zwischen dem Urenco-Konzern und der TVA (Tennessee-Valley-Behörde), das seine Tritium-Erzeugung jetzt auf zwei amerikanische Atomkraftwerke, ausweiten wird.

Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbände fordern Ende der Urananreicherung

Nach jahrelangen Protesten von Atomkraftgegnern und Umweltverbänden gegen die Beteiligung von RWE und EON an Urenco hat RWE für heute Nachmittag erstmals zu Gesprächen über die Urananreicherung im westfälischen Gronau in den RWE-Tower nach Essen eingeladen. An dem Treffen werden Anti-Atomkraft-Initiativen, die Ärzteorganisation IPPNW und ICAN Deutschland teilnehmen.