Bolton drĂ€ngt mit israelischen „Informationen“ auf Krieg gegen den Iran

Bolton ist ein alter Hase darin, angeblich schĂ€dliche Informationen ĂŒber den Iran zu nutzen, um einen Plan fĂŒr einen aggressiven US-Krieg voranzutreiben. In den Jahren 2003/2004 gab er der Presse Satellitenfotos von bestimmten Orten im iranischen MilitĂ€rkomplex Parchin weiter und behauptete, dass diese Bilder Beweise fĂŒr verdeckte iranische Experimente mit Atomwaffen darstellten – obwohl sie nichts dergleichen zeigten. Dann versuchte er, den Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde Mohamed El Baradei unter Druck zu setzen, um auf einer Inspektion der Standorte zu bestehen. Als El Baradei schließlich nachgab, ergab diese Inspektion nichts, was Boltons Behauptung unterstĂŒtzt hĂ€tte.

Gerede ĂŒber die Annexion des Golan berĂŒcksichtigt nicht die Vertriebenen

Die ĂŒberwiegende Mehrheit der Israelis weiss immer noch nicht, dass ĂŒber 130.000 Einwohner der Golanhöhen wĂ€hrend des Krieges von 1967 aus ihren Dörfern, StĂ€dten und Gemeinden vertrieben wurden. TatsĂ€chlich ist das Gebiet in den letzten Jahrzehnten fĂŒr die meisten Israelis zu einem „Konsens“-Thema geworden, so dass viele keinen Grund sehen, es zurĂŒckzugeben. WĂ€hrend also PrĂ€sident Trump letzte Woche die Welt vor den Kopf stieß, indem er die Annexion des Golan durch Israel anerkannte, feierte in Israel fast jeder diesen Schritt.

US-Kriegsverbrechen in Syrien in Echtzeit weißgewaschen

Das Leichenhaus, in das Syrien verwandelt wurde, ist eine direkte Folge der amerikanischen Regime-Change-Machenschaften. Und doch berichten die US-Medien ĂŒber einen Mikrokosmos des Schreckens in einer Weise, die darauf hindeutet, dass die amerikanischen StreitkrĂ€fte irgendwie Befreier sind. Wie grotesk.

Eine solche obszöne Verzerrung ist zum Teil der Grund, warum Washington seine kriminellen Kriege in anderen Teilen der Welt fortsetzen darf. Es liegt daran, dass die US-Medien Kriegsverbrechen in Echtzeit weißwaschen. Und CNN hat die schamlose Dreistigkeit, seine Kriegspropaganda „Journalismus“ zu nennen.

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Der PrĂ€sident beginnt einen Krieg? Der Kongress gĂ€hnt. Er droht einen zu beenden? Große Verurteilung!

Die ĂŒberparteiliche Abstimmung des Senats letzte Woche, um PrĂ€sident Trump fĂŒr seine Entscheidung, Truppen aus Syrien und Afghanistan abzuziehen, zurechtzuweisen, sagt uns leider viel darĂŒber, was in Washington, DC, falsch lĂ€uft. WĂ€hrend sich die beiden Parteien lautstark um Kleinigkeiten streiten, schließen sie sich bei Themen wie endlosen Kriegen im Ausland begeistert zusammen. Mit wenigen Ausnahmen taten sich Republikaner und Demokraten zusammen, um den PrĂ€sidenten zu warnen, weil dieser sogar gemeint hatte, dass es Zeit ist, dass die US-Soldaten aus Afghanistan und Syrien zurĂŒckkehren.