Die Aufsplitterung Jugoslawiens und Rekolonialisierung Bosniens

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In mehreren Stufen seit 1980 bewirkten die von den Kreditgebern Belgrads auferlegten Reformen eine ständige Verschärfung der wirtschaftlichen und politischen Situation bis zur Auflösung des industriellen Sektors und einem schrittweisen Abbau des jugoslawischen Wohlfahrtssystems. Trotz Belgrads blockfreier Politik und extensiven wirtschaftlichen Beziehungen mit USA und Europäischer Gemeinschaft hatte die Reagan-Regierung Jugoslawiens Wirtschaft in dem 1984 erstellten Geheimpapier "US-Politik gegenüber Jugoslawien" ins Visier genommen. Aus der 1990 freigegebenen zensurierten Version ergibt sich, dass dieses Papier inhaltlich der 1982 erlassenen nationalen Sicherheits-Richtlinie (NSDD 54) betreffend Osteuropa entspricht. Es spricht u.a. von "gesteigerten Anstrengungen in Richtung einer "stillen Revolution" zum Sturz der kommunistischen Regierungen und Parteien" ... zusätzlich zu den Bemühungen, die Länder Osteuropas in die Weltwirtschaft zurückzuführen (3).

Serbien begeht Jahrestag des NATO-Überfalls

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Belgrad – Serbien begeht heute den 12. Jahrestag der NATO-Bombardierungskampagne gegen Ziele in der damaligen Bundesrepublik Jugoslawien. Der Angriffskrieg unter dem Titel Operation Allied Force (Operation vereinte Kraft) umfasste 19 NATO-Länder und begann am 24. März 1999. Er dauerte 78 Tage lang, tötete 2.500 Zivilisten, 89 davon Kinder, sowie 1.031 Soldaten und Polizisten, berichtet Tanjug.

Die Chronik des Neoliberalen Irrsinns – Dezember 2010

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Das Jahr 2010 neigt sich seinem Ende zu und allmählich verklärt sich der Blick auf das Vergangene. Damit aber das weihnachtliche Vergeben und Vergessen nicht allzu großzügig ausfällt, hat der Politologe und Philosoph Egbert Scheunemann auch in diesem Jahr mit seiner "Chronik des neoliberalen Irrsinns" eine sowohl subjektive wie informative Jahres-Chronik erstellt, die Radio Utopie […]