Greenpeace-Aktivisten halten Castortransport nach Gorleben auf

UmweltschĂĽtzer fordern, den AtommĂĽll zum AKW nach Phillipsburg zu bringen Zwei Greenpeace-Aktivisten haben sich heute vormittag am deutsch-französischen GrenzĂĽbergang bei Lauterbourg an den Gleisen verankert, auf denen der Castor-Transport nach Gorleben rollt. Weitere Aktivisten der Umweltschutzorganisation zeigten ein Banner mit der Aufschrift „AtommĂĽll zurĂĽck ins AKW Phillipsburg“. Greenpeace fordert, die Castorbehälter statt nach Gorleben gemäß dem Verursacherprinzip ins grenznahe Zwischenlager am AKW Philippsburg zu bringen.

Strahlender AtommĂĽll in Bild und Ton

Mit Thermografie und Geigerzähler dokumentiert Greenpeace die Castor-Abfahrt Greenpeace-Aktivisten begleiten die aktuelle Abfahrt des Atommüll-Transportes von Frankreich nach Deutschland mit Thermografiebildern und akkustischen Strahlen-Messungen. Wärmeempflindliche Infrarotkameras stellen die Temperaturverteilung an den elf heißen Castoren dar. Die von den Spezialbehältern ausgehende radioaktive Strahlung machen Aktivisten zudem mit Geigerzählern über Lautsprecher hörbar. Der Atommüll-Transport hat den Verladebahnhof Valognes heute um 14.20 Uhr  in Richtung Gorleben verlassen.

Greenpeace: AtommĂĽll-Transporte kĂĽnftig nach Bayern, Baden-WĂĽrttemberg und Hessen

Bundesländer sollen StrahlenmĂĽll zurĂĽcknehmen – Keine Vorfestlegung auf Gorleben Deutscher AtommĂĽll aus den Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague (Frankreich) und Sellafield (Grossbritannien) soll nach einem neuen Konzept von Greenpeace kĂĽnftig an AKW-Standorte in Bayern, Baden-WĂĽrttemberg und Hessen gehen. Im niedersächsischen Gorleben darf kein weiterer AtommĂĽll deponiert werden. Jeder neue Transport in das Zwischenlager Gorleben erzeugt weiteren Druck, den Salzstock Gorleben als Endlagerstandort festzulegen, ohne RĂĽcksicht auf seine Untauglichkeit.