Sie meinen es nicht gut

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Das Embargo schnitt allen Handel ab zwischen dem Irak und dem Rest der Welt. Das betraf alles, von Nahrung und Stromgeneratoren bis zu Impfstoffen, Krankenhausausstattung – ja sogar medizinische Zeitschriften. Da der Irak 70 Prozent seiner Lebensmittel importierte und seine wichtigsten Einnahmen aus dem Export von Erdöl stammten, hatten die Sanktionen katastrophale Auswirkungen, besonders auf die jungen Menschen.

Betrieben in erster Linie durch die Vereinigten Staaten von Amerika und das Vereinigte Königreich blieben die Sanktionen nahezu 13 Jahre lang in Kraft und waren auf ihre eigene Weise eine Massenvernichtungswaffe, die viel tödlicher war als alles, was Saddam entwickelt hatte. Zwei UNO-Administratoren, die für die humanitäre Hilfe im Irak in dieser Zeit zuständig waren und unter Protest zurücktraten, betrachteten das Embargo als ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“ ...

DAS ENDE DES KRIEGES DER NIEDERLANDE (II): Operateure einer zweiten Invasion

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Teil I – “Volkspartei” und Spannungsfall Seit der Entsendung eigener Truppen in den Irak im Jahre 2003 fragte man sich in den Niederlanden allen Ernstes, wie es eigentlich dazu gekommen war. Wie in vielen Ländern des US-Einflussraumes nach dem 11.September 2001 stand man überall, manchmal verschämt leise ein bisschen diskutierend, mit grossen Augen glotzend in […]