McChrystal raus, Petraeus degradiert: Die „Warlord AG“ Afghanistan bekommt einen neuen GeschĂ€ftsfĂŒhrer

Der PrĂ€sident der Republik USA, Barack Obama, zitiert seinen Afghanistan-Kommandeur Stanley McChrystal erst nach Washington, um ihn dort zu feuern. Angeblich geht es um harsche Worte gegen die zivile Regierung im „Rolling Stone“. Am gleichen Tag erscheint ein Bericht des Kongress-Unterausschusses fĂŒr Nationale Sicherheit und AuswĂ€rtige Angelegenheiten, welcher unter der Überschrift „Die Warlord AG“ minutiös belegt, dass die MilitĂ€rs des von den USA angefĂŒhrten Nordatlantikpaktes jeden einzelnen Versorgungstransport in ihre Besatzungszone von KriegsfĂŒrsten bewachen lassen, Milizen finanzieren und dass diese Gelder eine „signifikante potentielle Quelle fĂŒr die Finanzierung der Taliban“ darstellen. Dann stellt sich der PrĂ€sident in die mittwöchentliche Abendsonne – sein Generalstabschef Michael Mullen darf am Rande stehen – und verkĂŒndet die Degradierung seines bisherigen MilitĂ€rdiktators David Petraeus vom Chef des Zentralkommandos zum Nachfolger seines bisherigen Untergebenen McChrystals in Afghanistan. Eine Zivilistin, wer da ZusammenhĂ€nge sieht. Am Montag, den 22.Juni, veröffentlichte die Washington Post auf ihrer Webseite den neunundsiebzig Seiten langen Bericht des „Unterausschusses fĂŒr Nationale Sicherheit und AuswĂ€rtige Angelegenheiten“ mit dem Titel „Warlord, Inc.: Extortion and Corruption Along the U.S. Supply Chain in Afghanistan“, fĂŒr den der Leiter des Ausschusses, der Republikaner John F. Tierney (D-Mass.), verantwortlich zeichnete (1, 2).

Kirgisistan fĂŒhrt im Juni Verfassungsreferendum und im Oktober Neuwahlen durch

Die Übergangsregierung in Kirgisistan hat am heutigen Donnerstag, den 22.April den Termin zur Wahl der neuen Regierung im nationalen Fernsehen bekanntgegeben, berichteten die Medien. Omurbek Tekebajew, der stellvertretende MinisterprĂ€sident der Übergangsregierung teilte mit, dass sie fĂŒr den 10.Oktober 2010 vorgesehen ist. Am 27.Juni wird es ein Referendum ĂŒber eine neue Verfassung geben. (1)

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UNO verleiht Übergangsregierung in Kirgisistan Legitimation mit Sondergesandten der UN-Wirtschaftskommission fĂŒr Europa

In der Natur ist ein Zustand der Leere unnatĂŒrlich und wird sofort mit seiner Entstehung gleich wieder beseitigt und ausgefĂŒllt. So ist es auch jetzt in Kirgisistan, jegliches politische Machtvakuum zieht sofort die Aufmerksamkeit der diplomatischen Welt oder jene der GlĂŒcksritter auf sich, die sich einen guten Stand und Vorteile aus der entstandenen Situation versprechen. Nach gefallenen hohen WĂŒrdentrĂ€gern sieht sich keiner mehr um, neue Möglichkeiten in der Politik ziehen dagegen magisch an.

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