Ingenieure fordern Stresstest fĂŒr den Kopfbahnhof

Stuttgart: Mit einer Resolution fordern die Ingenieure22 fĂŒr den Kopfbahnhof sowie weitere Gruppen des Widerstands Verkehrsminister Winfried Hermann am Montag, den 25. Juli auf, einen Stresstest fĂŒr den bestehenden Stuttgarter Kopfbahnhof durchfĂŒhren zu lassen. Die Resolution wird dem Verkehrsministerium um 9 Uhr ĂŒbergeben. Hintergrund ist die Behauptung der Bahn, mit dem Tunnelbahnhof Stuttgart 21 sei eine Leistungssteigerung gegenĂŒber dem bestehenden Bahnhof von 30% zu realisieren. Die LeistungsfĂ€higkeit des Kopfbahnhofs als Grundlage dieser Rechnung ist jedoch unbekannt.

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Stuttgart 21: Simulation des Normalbetriebs ist kein Stresstest

Stuttgart: Die Ingenieure22 fĂŒr den Kopfbahnhof fordern die Bahn auf, einen tatsĂ€chlichen Stresstest fĂŒr Stuttgart 21 durchzufĂŒhren. Ein solcher Stresstest darf sich nicht darauf beschrĂ€nken, den Normalbetrieb mit durchschnittlichen VerspĂ€tungen zu simulieren, ein Stresstest muss auch StörfĂ€lle darstellen. Bislang hat die Bahn eine Fahrplansimulation vorgelegt, in der lediglich mittlere VerspĂ€tungen berĂŒcksichtigt sind. Diese Fahrplanuntersuchung kann aus technischer Sicht nicht als Stresstest bezeichnet werden. Z.B. gibt es im sogenannten Stresstest der Bahn keine Signal- oder Weichenstörungen – und selbst ganz ohne echte Stresssituationen können viele VerspĂ€tungen bei S21 nicht abgebaut werden, d.h. S21 erreicht keine ‚gute‘, also verspĂ€tungsabbauende BetriebsqualitĂ€t.

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Kopfbahnhof besteht Geißlers Forderungen mĂŒhelos

Alternative zu Programm „Stuttgart 21“ (S21): ParkschĂŒtzer fordern zukunftsfĂ€higen Bahnhof mit Vernunft Die ParkschĂŒtzer veröffentlichen ihren Stresstest PLUS termingerecht: Basierend auf Geißlers Spruch haben Experten der unterschiedlichen Fachgebiete sowohl den Kopfbahnhof als auch den geplanten Tunnelbahnhof bewertet. Das Ergebnis ist eindeutig: Der Kopfbahnhof besteht alle Punkte mĂŒhelos, die Heiner Geißler nach dem Faktencheck als „unabdingbare Verbesserungen“ benannt hat; im Tunnelbahnhof S21 können die meisten dieser „unabdingbaren Verbesserungen“ jedoch nicht umgesetzt werden. Und auch in den Punkten LeistungsfĂ€higkeit, Stressresistenz und Energieeffizienz ist der Kopfbahnhof gegenĂŒber dem Tunnelbahnhof klar ĂŒberlegen. Deshalb fordern die ParkschĂŒtzer einen zukunftsfĂ€higen Bahnhof: Neue Bahninfrastruktur muss den integralen Taktfahrplan (Deutschlandtakt) ermöglichen, sie muss barrierefrei und sicher sein und sie muss den Energiebedarf unserer MobilitĂ€t senken statt den Strombedarf in die Höhe zu treiben wie Stuttgart 21.

Bahn missachtet Umweltauflagen

S21-Sprecher Dietrich lĂŒgt vor laufender Kamera Auch bei den gestrigen Baumverpflanzungen hat die Bahn wieder gegen Umweltauflagen verstoßen: Nach einem am 7. Dezember 2010 geschlossenen gerichtlichen Vergleich mit der Deutschen Umwelthilfe e.V. ist die Bahn seit dem 1. Februar 2011 verpflichtet, fĂŒr sĂ€mtliche S21-Arbeiten ausschließlich Fahrzeuge und Maschinen mit Rußpartikelfilter einzusetzen. Wie schon bei allen bisherigen Arbeiten, wurden auch bei den Baumverpflanzungen wieder Fahrzeuge eingesetzt, die mit keinem entsprechenden Filter ausgestattet sind. Viele der Fahrzeuge hatten nicht einmal die in Stuttgart fĂŒr alle vorgeschriebene Plakette oder nur eine gelbe. Trotzdem behauptete Projektsprecher Wolfgang Dietrich am 9. Februar gegen 8 Uhr auf dem Kurt-Georg-Kiesinger-Platz gegenĂŒber BĂŒrgern, alle Fahrzeuge hĂ€tten die Plakette, die sie brauchen.

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Unternehmer lassen sich nicht vor S21-Karren spannen

Über 800 Mitglieder, die sich aktiv zur Vereinigung Unternehmer gegen S 21 bekennen, verwahren sich gegen die Behauptung der Kammern, die Wirtschaft stehe hinter S21. Die Kammern suggerieren, dass sie fĂŒr alle Zwangsmitglieder sprechen. TatsĂ€chlich hat nie eine Mitgliederbefragung stattgefunden – weder vor, noch nach dem Faktencheck. Am Samstag wurde ein von Daimler, SĂŒdwestmetall und der IHK Ulm gesponserter Infobus, der im Land fĂŒr das Projekt Stuttgart 21 werben soll, der Presse vorgestellt. „Die Wirtschaft steht hinter Stuttgart 21“, so die Botschaft.

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