Beppe Grillo: 5 Sterne für Italien

Morgen feiern die einzigen Sieger, die die am Sonntag und Montag stattfindenden Wahlen zur Abgeordnetenkammer und Senat der Republik Italien haben werden, ihr Wahlkampf-Fest der „Tsunami-Tour“ auf dem Piazza San Giovanni in Rom: Beppe Grillo und die Fünf-Sterne-Bewegung (MoVimento 5 Stelle, M5S). Vorgestern waren es in Mailand bereits 80.000 Menschen, die Beppe Grillo und die neue Fünf-Sterne-Demokratie auf dem Kontinent, Italien feierten.

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Italien Umfrage: Monti stützende Marktradikale nähern sich F.D.P.-Status

Laut einer für die italienische Wirtschaftszeitung „Il Sole 24“ zwischen dem 22. und 29. Dezember vorgenommenen Umfrage der Firma CISE erreicht die „Unione di Centro“ U.d.C. („Union der Mitte“), die erklärt hat dem geschäftsführenden Präsidenten des Ministerrates (Ministerpräsidenten) Mario Monti erneut ins Amt zu helfen, immerhin den vierten Platz. Mit fetten 6,4 Prozent.

Umfrage Italien: Nur 15 % würden Monti-Partei wählen, 60 % wollen keinen Wahlantritt

Das aus Deutschland erpresste Deflations-Verfassungsgesetz zur „Schuldenbremse“ wird heute in der italienischen Abgeordnetenkammer durchgewunken. Deren Wahl versucht Staatspräsident Napolitano aus niederen Beweggründen um zwei Monate vor zu ziehen, um Beppe Grillos Fünf Sterne Bewegung auszubremsen, die in Umfragen bei knapp zwanzig Prozent liegt.

Hanns-Jochen Kaffsack ist jetzt berühmt

Italien hat einen neuen Star. Quasi einen Fünf-Sterne-Star. Kollege Beppe Grillo liegt in den Umfragen mit 19,7 Prozent vor Silvio „Little Duci“ Berlusconi und seinem „Popolo della Libertà“ (P.d.L.) und nur noch rund 10 Prozent hinter Luigi „Gargamel“ Bersani und seiner Querfront des Establishments „Partito Democratico“ (P.D.) aus ex-kommunistischer Partei und Teilen der alten Mafia-Partei „Democrazia Cristiana“, der (mit zweieinhalb Jahrzehnten Vorsprung) zusammengebrochenen CDU Italiens. Entsprechend nervös ist nicht nur die Bunga-Bunga-, sondern auch die Abteilung für abgetakelte ex-Kommunisten und gewendehalsten Kader des Euro-Kapitalismus, die ohne Goldman Sachs-Banker als Verwalter ehemaliger (böser) souveräner Staaten und nun (echt pro-europäischer) finanzindustrieller Abbaugebiete gar nicht mehr können.

Ach ja. Hanns-Jochen Kaffsack.